Diese Website setzt Cookies ein. Für die Nutzungsanalyse wird die Software Piwik verwendet.
Wenn Sie der Nutzungsanalyse widersprechen oder mehr über Cookies erfahren möchten, klicken Sie bitte auf die Informationen zum Datenschutz.

Baugeschichte

Haus Potsdamer Straße

1957

Mit dem Bundesgesetz über die Gründung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) werden die Bestände der Westdeutschen Bibliothek sowie des Tübinger Depots formell in die Stiftung übernommen. Im gleichen Jahr wird beschlossen, diese Bestände in Berlin (West) zu konzentrieren.

1963

Im Mai beschließt der Stiftungsrat der SPK unter elf Architekten einen Wettbewerb für den Neubau einer Bibliothek in Berlin (West) auszuschreiben. Die verlagerten Bestände sollen an diesem neuen Standort wieder in vollem Umfang nutzbar sein.

1964

Am 9. Juli entscheidet sich das Preisgericht für Hans Scharoun als Sieger des Wettbewerbs. Sein mit dem Bibliotheksneubau verknüpftes städtebauliches Konzept wird als "meisterhaft" beurteilt.

1965

Im Juli: Beschluss des Stiftungsrates zur Erhöhung der Gesamtnutzfläche des Neubaus von 43.000 auf 45.000 qm.

1966

Beschluss des Stiftungsrates, das Ibero-Amerikanische Institut in den Neubau der Staatsbibliothek zu integrieren.



1967

Im August beginnen die Erdarbeiten für den 1. Bauabschnitt. Am 10. Oktober wird der Grundstein für den Neubau an der Potsdamer Straße gelegt. Zunächst ist der Bau für eine Kapazität von 4 Mio. Bänden mit der Option um die Erweiterung von weiteren 4 Mio. Bänden im Endausbau geplant.

1969

Im Sommer beginnt der zweite und entscheidende Bauabschnitt mit der zentralen Lesesaal-Landschaft sowie den markanten Hochmagazinen, deren architektonische Gestalt und Außenhaut aus goldfarben eloxierten Aluminiumplatten die Wirkung des Gebäudes bestimmen.

1971

Im Juni wird der Nordteil mit den Räumen der Verwaltung der bibliothekarischen Nutzung übergeben. Unweit des Bauplatzes wird eine Traglufthalle als provisorisches Zwischenlager von aus Marburg zurückkehrenden Teilbeständen eingerichtet.

 

Die Traglufthalle während der Bauarbeiten (Haus Potsdamer Strasse)

1972

Fertigstellung des 2. Bauabschnitts mit den Foyers, Lesesälen, Großraumbüros, Magazinen. Die Traglufthalle wird durch einen Orkan zerstört; als neues Zwischenlager dienen Räume im Reichstagsgebäude. Am 25. November stirbt Hans Scharoun im Alter von 79 Jahren. Weiterführung des Baus durch Bundesbaudirektion, künstlerische Beratung von Edgar Wiesniewski.

1973

Im April beginnt der 3. und letzte Bauabschnitt. Nach Fertigstellung des Rohbaus des Hauptbauteils wird am 16. November das Richtfest begangen.

Haus Potsdamer Strasse, 1978

1975

Gemäß den Planungen Scharouns werden die Aufträge zur künstlerischen Ausgestaltung des Neubaus vergeben: Erich Reuter entwirft den Natursteinboden, für den Quarzite und Schiefer zur Anwendung kommen, gegliedert von Streifen weißen Carraramarmors. Alexander Camaro gestaltet die in drei verschiedenen Fensterbereichen wirkenden Farbglaswände, während die gegeneinander versetzen und in ihrer Struktur unterschiedlich behandelten Glaswände des Ausstellungsraumes von Günter Ssymmank stammen.

1976

Rund 2 Mio. Bände sind sowohl im Hochmagazin als auch in zwei Kellergeschossen aufgestellt.

1977

Eröffnung des Ibero-Amerikanischen Instituts

1978

Am 15. Dezember wird nach 20-jähriger Planungsphase und 11 Jahren Bauzeit der Neubau der Staatsbibliothek an der Potsdamer Straße durch Bundespräsident Walter Scheel der Öffentlichkeit übergeben. Den Nutzern bietet der Bibliotheksneubau 600 Leseplätze sowie zwei Säle für Sonderveranstaltungen mit insgesamt 580 Plätzen.

Installierung von Kabelschächten, Haus Potsdamer Strasse, 2001

1999

Nach über 20 Jahren Nutzung des Bibliotheksgebäudes Potsdamer Straße beginnt die Planung erster baulicher Anpassungen an moderne Bibliotheksfunktionen.

2001

Im November wird im Haus Potsdamer Straße nach 16 Wochen Bauzeit bei laufendem Bibliotheksbetrieb der Service deutlich erweitert: Zu den bisher 600 Leser-Arbeitsplätzen kommen 120 hinzu, davon sind 40 internetfähig. Außerdem stehen jetzt weitere 70 Plätze für digitale Katalogrecherchen bereit. Mehr als 17 Kilometer Kabel wurden für diese Modernisierung der Dienstleistungen verlegt.

2005

Beginn der Asbestsanierung.