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Bestandsaufbau

Grundsätze des Bestandsaufbaus / Fächerprofile: Naturwissenschaften und Technik

Umweltwissenschaften

Studienstufe

Die Umweltwissenschaften haben sich in den letzten Jahrzehnten als eigenständige wissenschaftliche Fachdisziplin etabliert, die inzwischen im gesellschaftlichen Bewusstsein einen hohen Rang einnimmt. Ihr Fokus ist die Erforschung der Umwelt des Menschen und ihrer Beeinflussung durch menschliches Handeln. Auf Grund der Vielfalt von Entstehungsursachen und Folgen der Umweltprobleme unserer Zeit sind die Umweltwissenschaften von vornherein stark interdisziplinär ausgerichtet, indem sie sich mit Fragestellungen unterschiedlichster Genese befassen und/oder zur Lösung ihrer Probleme das Wissen und die Methoden zahlreicher Teildisziplinen und Wissenschaften nutzen.

Erwerbungsziel ist es, die historische, philosophische, gesellschaftliche und kulturwissenschaftliche Dimension des Faches abzubilden. Literatur zu den rein technischen oder naturwissenschaftlichen Aspekten und Teildisziplinen der Umweltwissenschaften wird nicht erworben.

Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden die Teildisziplinen der Umweltwissenschaften, die einen Bezug zum geistes- und sozialwissenschaftlichen Sammelschwerpunkt der SBB haben wiezum Beispiel: Umweltsoziologie, Umweltethik, Umweltgeschichte, Umweltpolitik und Umweltrecht.

Formale Erwerbungskriterien

Erworben werden in bevorzugt elektronischer Form:

  • Gesammelte Werke, Text- und Quelleneditionen
  • Referenz- und Forschungsliteratur (inkl. Fest- und Kongressschriften für Personen und Institutionen, Biographien)
  • Zeitschriften

Sprachliche und regionale Aspekte

Wissenschaftlich relevante Literatur in der Originalsprache genießt grundsätzlich Vorrang vor der Übersetzung. Es können auch deutsche Übersetzungen fremdsprachiger (auch englischsprachiger) Originalausgaben erworben werden. Übersetzungen aus dem Deutschen oder Englischen werden nicht gekauft, es sei denn das Original ist nicht mehr erhältlich oder es handelt sich bei der deutschen Übersetzung um eine Parallelausgabe. Übersetzungen aus schwer zugänglichen Sprachen werden erworben, sofern es Übersetzungen in eine der oben genannten Sprachen sind.

Da Englisch in der internationalen Kommunikation in den Naturwissenschaften dominiert, ist Englisch bei der Titelselektion die bevorzugte Publikationssprache. Stärkere Berücksichtigung finden auch Veröffentlichungen in deutscher Sprache. In geringerem Umfang werden auch Publikationen in französischer, italienischer, niederländischer oder den skandinavischen Sprache erworben.

Bei Forschungsliteratur mit inhaltlich-regionalem Bezug werden Arbeiten mit allgemeinem, historischem, biographischem und institutionellem Aspekt zu allen Regionen der Welt berücksichtigt. Generell wird Schrifttum, das sich auf deutsche Verhältnisse bezieht, bei der Selektion bevorzugt.

Aufgrund der Kooperation der Staatsbibliothek zu Berlin mit dem Ibero-Amerikanischen Institut wird das Schrifttum Iberoamerikas in der Regel nicht erworben. Durch die regionalen Sondersammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin, deren Sammlung sich nicht auf den geisteswissenschaftlichen Literatursektor beschränken, erfahren die Räume Afrikas und Asiens eine differenzierte Gewichtung; Südost- und Ostasien werden auf höherem Niveau als die übrigen Regionen gepflegt.