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Musik

Stand der Projektarbeit

Das von der DFG seit April 2006 geförderte Projekt konnte Ende Januar 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt wurden über 5.000 Quellen - Musikhandschriften, Drucke und Textbücher - in der Datenbank „Kallisto“ wissenschaftlich erschlossen. Sie sind nun über den RISM-Opac online recherchierbar, der über die Funktion „erweiterte Suche“ eine gezielte Abfrage nach verschiedensten Kriterien (wie beispielsweise Gattung, Besetzung, Datierung, Materialtyp) ermöglicht.

Tipps zur Suche: Die Abfrage in der Such-Kategorie „Bibliothekssigel“ in Kombination mit der Eingabe „D-Bsa“ (trunkiert) führt zu knapp 8.000 Einträgen: diese deutlich über der Anzahl der Objekte liegende Menge der Quellenbeschreibungen erklärt sich aus dem Vorhandensein etlicher Sammelhandschriften, deren Untereinheiten mit jeweils einem eigenen Katalogeintrag in der Datenbank verzeichnet wurden. Weiterhin führt - innerhalb der genannten Treffermenge  - die Anwahl der Rubrik „Autograph“ zu einer Anzahl von immerhin mehr als 600 Quellen. Etliche dieser wertvollen kompositorischen Eigenschriften konnten im Laufe der Projektarbeit als solche ermittelt oder bestätigt werden.

Die im Rahmen des DFG-Projekts ermöglichte vollständige Titelaufnahme und Tiefen-Erschließung der Handschriften und Drucke des Archivs der Sing-Akademie bot die in der Geschichte dieser Sammlung erstmalige Chance einer kompletten und für eine breite Öffentlichkeit nutzbaren Darstellung der Sammlung. Die angewendeten Methoden (datenbankgestützte Quellenerfassung, codierte Erfassung von Musikincipits, Ermittlung der Papiersorten und Wasserzeichen sowie eine Bestimmung der Schreiber) gestatteten nicht nur die Identifizierung bislang anonymer Kompositionen sowie deren regionale und zeitliche Zuordnung, sondern auch die Bestimmung etlicher Provenienzen und - damit verbunden - die Rekonstruktion einst zusammengehöriger Teilsammlungen. Musikwissenschaft und Musikpraxis werden von der Erschließung dieses bedeutenden Archivs ungemein profitieren.