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Musik

Aktuelles / Archiv

Dezember 2016
Mit Nadel, Klebstoff und Papier: materiale Aspekte der Revision musikalischer Werke
Werkstattgespräch mit Dr. Roland Schmidt-Hensel, Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Dienstag 6. Dezember 2016
18.15 Uhr
Konferenzraum 4
Haus Unter den Linden (Eingang Dorotheenstraße 27)
Treffpunkt in der Eingangshalle (Rotunde)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

Musikhandschriften spiegeln in vielfältigen Facetten Entstehungs- und Bearbeitungsprozesse der darin überlieferten Werke wider. Dies reicht von Korrekturen, die der Komponist während des Kompositionsprozesses in seinem Arbeitsmanuskript vornimmt, über Revisionen und Neufassungen eigener Werke bis hin zur Bearbeitung, Einrichtung und Anpassung insbesondere von Bühnenwerken für eine bestimmte Aufführungssituation. In vielen Fällen schlagen sich solche Revisionen in den überlieferten Quellen nicht nur durch schriftliche Eintragungen, sondern auch in Form von Heraustrennungen, Einfügungen und Überklebungen einzelner Blättern oder Lagen nieder. Umgekehrt bedingen bisweilen auch praktische Aspekte des Arbeitens im und mit dem Notenmaterial die resultierende Gestalt eines Werkes bzw. einer Aufführungsfassung.

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit.
Alle Veranstaltungen der Wissenswerkstatt


Oktober 2016
Hänsel, Gretel und Zeitgeist. Märchenopern als Spiegel ihrer Entstehungszeit

Engelbert Humperdinck „Hänsel und Gretel“. In: Otto Böhler „Dr. Otto Böhler‘s Schattenbilder“ Vienna, Austria: Wilhelm Lechner, 1914, gemeinfrei
Engelbert Humperdinck „Hänsel und Gretel“. In: Otto Böhler „Dr. Otto Böhler‘s Schattenbilder“ Vienna, Austria: Wilhelm Lechner, 1914, gemeinfrei

Werkstattgespräch mit Dr. Beata Kornatowska, Adam-Mickiewicz-Universität Poznań, Polen
Donnerstag 20. Oktober 2016
18:15 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt in der Eingangshalle (I-Punkt)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

Hänsel, Gretel und Zeitgeist. Märchenopern als Spiegel ihrer Entstehungszeit


Mai 2015
Feierstunde anlässlich des 90. Geburtstags von Dietrich Fischer-Dieskau

Am 28. Mai hätte Dietrich Fischer-Dieskau seinen 90. Geburtstag gefeiert. Zur Erinnerung an den im Mai 2012 verstorbenen Sänger, Dirigenten und Musikschriftsteller, der noch zu Lebzeiten der Staatsbibliothek seinen schriftlichen Nachlass schenkte, richtete die Staatsbibliothek zu Berlin - in Anwesenheit seiner Witwe, der Opern- und Konzertsängerin Prof. Júlia Várady - am Abend des 19. Mai in ihrem Otto-Braun-Saal eine Feierstunde aus. Neben Generaldirektorin Barbara Schneider-Kempf, die die zahlreich erschienenen Gäste im Namen der Staatsbibliothek sehr herzlich begrüßte, sprach Prof. Hartmut Höll, Rektor der Hochschule für Musik in Karlsruhe und langjähriger musikalischer Begleiter Fischer-Dieskaus, einige sehr persönliche Worte über die langjährige gemeinsame Arbeit. Zum Thema "Zeitgenosse der Zukunft. Warum Fischer-Dieskaus Kunst nicht altert" hielt Prof. Dr. Stephan Mösch, Inhaber der Professur für Ästhetik, Geschichte und Künstlerische Praxis des Musiktheaters an der Hochschule für Musik in Karlsruhe, den Festvortrag des Abends. Im Vordergrund stand jedoch die Musik: Hartmut Höll am Bösendorfer-Flügel aus dem Nachlass des Künstlers und Benedikt Kloeckner am Violoncello sowie Professorin Maria Stange an der Harfe spielten Werke unter anderem von Johannes Brahms, Robert Schumann und Richard Strauss. Die Präsentation von Noten und Schriftstücken aus dem umfangreichen Nachlass Fischer-Dieskaus rundete einen gelungenen und emotional tief bewegenden Abend ab.


März 2015
Dr. Denis Lomtev:
Unbekannter Kirnberger: Studien zum handschriftlichen Berliner Nachlass des Musiktheoretikers und Komponisten

Unbekannter Kirnberger: Studien zum handschriftlichen Berliner Nachlass des Musiktheoretikers und Komponisten, Flyer
Unbekannter Kirnberger: Studien zum handschriftlichen Berliner Nachlass des Musiktheoretikers und Komponisten, Flyer

Durch das Forschungsprojekt wird angestrebt, die unveröffentlichten Werke Johann Philipp Kirnbergers, die bisher ungenügende oder gar keine Berücksichtigung seitens der europäischen Musikwissenschaft fanden, ans Licht zu bringen.
Zur Forschung wurden seine musiktheoretischen Schriften und einige Vokalkompositionen ausgewählt, darunter zwei unveröffentlichte Kantaten Zion klagt mit Angst und Schmerzen und Der Fall der ersten Menschen. Die Ergebnisse können sowohl für Interpreten als auch für Musikwissenschaftler von Interesse sein.


Oktober 2014
Wissenschaftliches Kolloquium zur Schreiber- und Wasserzeichenforschung

Wasserzeichen, mit Thermographie aufgenommen. Johann Christoph Bodinus: Vater unser im Himmelreich (Fragments), 1722 (Mus.ms.autogr. Bodinus, J. A. 1 N)

Die Staatsbibliothek zu Berlin – PK plant im Rahmen des von der DFG geförderten Projektes Kompetenzzentrum Forschung und Information Musik (KoFIM Berlin) eine Tagung in Berlin, die vom 6. bis 8. Oktober 2014 in der Staatsbibliothek, Haus Potsdamer Straße stattfinden wird. Flyer

Schwerpunkt des KOFIM-Projekts ist die Tiefenerschließung von Musikautographen des 17. bis 19. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung von Schreibern, Wasserzeichen und Provenienzen. Ziel ist die Verbesserung der Forschungsinfrastruktur im Bereich von Musikwissenschaft und benachbarten Disziplinen. Wir möchten Sie zu einem Erfahrungsaustausch zu diesem Thema einladen und würden uns freuen, wenn Sie sich diesen Termin bei Interesse freihalten.

Die Tagungsplanung sieht bislang neben den „klassischen“ Erschließungsthemen Wasserzeichen-, Schreiber- und Provenienzforschung grundsätzliche Referate zu Methoden und Möglichkeiten der digitalen Dokumentation in unserem Bereich wie in angrenzenden Fächern vor. Ausgangspunkt sind die im Rahmen des KOFIM-Projekts entwickelten Workflows – Katalogisierung von Musikhandschriften in der Datenbank RISM, Wasserzeichenerfassung mittels Thermographie, Erschließung von Wasserzeichen in der WZIS-Datenbank, Präsentation von Schriftproben im Internet. Wir wollen den heutigen Stand kritisch beleuchten und Raum für Visionen künftiger Erschließungsmethoden eröffnen.


Juni 2014
Konzertveranstaltung und Präsentation (in Kooperation mit dem Staatlichen Institut für Musikforschung)

Carl Maria von Weber: 2. Klavierkonzert Es-Dur op. 32, Seite 2. Der Vorsatz zeigt die im Konzert verwendeten Instrumente. Weber schreibt hier „Cembalo“, gemeint ist das Soloklavier

Carl Maria von Weber: 2. Klavierkonzert Es-Dur op. 32, Seite 2. Der Vorsatz zeigt die im Konzert  verwendeten Instrumente. Weber schreibt hier „Cembalo“, gemeint ist das Soloklavier

Die Staatsbibliothek zu Berlin hat die eigenhändige Notenhandschrift des Klavierkonzertes Nr. 2, Es-Dur, op. 32 von Carl Maria von Weber erworben.
Das Autograph umfasst 74 Seiten und entstand 1811/12 in Gotha und München. Ermöglicht haben diesen sensationellen Ankauf die Deutsche Bank Stiftung, die Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Freundes- und Förderverein der Staatsbibliothek zu Berlin, die Wüstenrot-Stiftung und die Kulturstiftung der Länder. Allen Zuwendungsgebern gilt unser großer Dank.

«Carl Maria von Weber und Franz Schubert im Originalklang»

Donnerstag, 5. Juni 2014, um 19 Uhr
Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung,  Preußischer Kulturbesitz
Tiergartenstraße 1
10785 Berlin

Li-Chun Su (Hammerflügel)
ensemble2plus, Thomas Fleck und Nadja Zwiener (Violine), Bernadette Kis (Viola), Georg Zeike (Violoncello), Martin Siebach (Kontrabass)

Carl Maria von Weber, Klavierkonzert in Es-Dur, op. 32 in der Fassung für Hammerklavier und Streichquartett
Franz Schubert, Klavierquintett in A-Dur, op. post. 114, "Forellenquintett"

Die hochinteressante kammermusikalische Fassung des Zweiten Klavierkonzerts von Weber, die im Konzert erklingt, entspricht der zeitgenössischen Aufführungspraxis in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Franz Schuberts Forellenquintett zählt zu den großartigsten und heitersten Kammermusikstücken der Wiener Klassik und bietet allen fünf Stimmen ausreichend Platz für solistische Entfaltung. Dem vierten Satz liegt als Thema Schuberts Lied "Die Forelle" zugrunde, weshalb das Quintett den berühmten Beinamen erhielt.

Beide Werke erklingen auf Originalinstrumenten des Museums: Li-Chun Su spielt den Hammerflügel von Joseph Brodmann aus dem Besitz Carl Maria von Webers, das ensemble2plus musiziert auf süddeutschen und österreichischen Streichinstrumenten vornehmlich des späten 18. Jahrhunderts.

Ebenfalls wird im Rahmen der Veranstaltung das 74 Seiten umfassende Autograph im Musikinstrumenten-Museum vorgestellt, da sich dieses in einem konservatorisch ausgezeichneten Zustand befindet.

In Kooperation mit der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz.


Juni 2014
Vortrag mit Musik: "Ferne und Nähe"

Albrecht Mendelssohn Bartholdys (1874 - 1936) Lieder für Magdalene Schoch und Kompositionen von Max Reger, Fanny Hensel und Ethel Smyth.
Mit Eva Mengelkoch (Towson University, Baltimore), Stipendiatin an der Staatsbibliothek im Februar / März 2014 (Vortrag / Klavier)
Gesang: Sigrid Wiedemann (Mezzosopran)

Dienstag, 3. Juni 2014, 19:00 Uhr

Mendelssohn-Remise, Jägerstraße 51, 10117 Berlin
Anmeldung: reservierung@mendelssohn-remise.de
Fon: 030-817047-26
Fax: 030-817047-27
Eintritt: 5 €
Flyer

Albrecht Mendelssohn Bartholdy in den 1920er Jahren (MA BA 180,2)
Albrecht Mendelssohn Bartholdy in den 1920er Jahren (MA BA 180,2)

Albrecht Mendelssohn Bartholdy, ein Enkel von Felix Mendelssohn Bartholdy, war im Hauptberuf nicht Musiker, sondern Jurist und genoss als Völkerrechtler großes Ansehen in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Bald nach der "Machtergreifung" wurde er (noch 1933) seiner Professur an der Universität Hamburg enthoben und aus dem von ihm gegründeten Institut für auswärtige Angelegenheiten hinausgedrängt und emigrierte 1934 nach Oxford. Sein ganzes Leben hindurch beschäftigte er sich "nebenher" auch mit literarischen und künstlerischen Arbeiten; so komponierte er, schrieb ein oder zwei Opernlibretti und begann im Oxforder Exil mit einer großangelegten Biographie seines Großvaters Felix, die unvollendet blieb. Sein Korrespondenznachlass (41 Bände mit den gesammelten Briefen an ihn) sowie einige Liedautographe gelangten Ende der 1960er Jahre in die Staatsbibliothek (Signatur: MA Nachl. 2), ein weiterer kleinerer Teilnachlass kam 2008 hinzu (MA Nachl. 18).


März 2014
„Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen“ - Carl Philipp Emanuel Bach in Berlin

Carl Philipp Emanuel Bach, Pastell von Johann Philipp Bach, 1733 (Mus. P. Bach, K.Ph.E. I,I)
Carl Philipp Emanuel Bach, Pastell von Johann Philipp Bach, 1733 (Mus. P. Bach, K.Ph.E. I,I)

Ausstellungseröffnung:
5. März 2014, 18.00 Uhr

Dauer der Ausstellung:
6. März bis 29. März 2014

Ort:
Staatsbibliothek zu Berlin
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Haus Potsdamer Straße 33
10785 Berlin

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) war der berühmteste der Bach-Söhne. Seine Bezeichnung "Berliner Bach" rührt von den fast 30 Jahren Dienstzeit am Hof Fried­richs des Großen her, wo er sich einen guten Ruf als Komponist und Lehrer von Werken für Tasteninstrumente erwarb.

Die Ausstellung der Staatsbibliothek zu Berlin anlässlich des 300. Geburtstages stellt Bachs Berliner Instrumentalschaffen in seinen Quellen ins Zentrum. Ausgehend von seinem Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen (erstmals 1753) werden neben Druckausgaben z. B. der berühmten Preußischen Sonaten (1742) für Cembalo in der Ausstellung auch vergleichende Autographen von Konzerten des älteren Bruders Wilhelm Friedemann Bach sowie des Vaters Johann Sebastian Bachs gezeigt.Die Staatsbibliothek zu Berlin - PK ist weltweit die Sammelstätte mit dem umfangreichsten Bach-Bestand. In zahlreichen Handschriften, kostbaren Autographen und Drucken, in Briefen und Portraits wird die Schaffenszeit Carl Philipp Emanuel Bachs in Berlin lebendig.

Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen.
Der Band ist zum Preis von 10 € im Bibliotheksshop des Hauses Potsdamer Straße erhältlich, für 14 € plus Verpackungs- und Versandkosten über publikationen@sbb.spk-berlin.de bestellbar sowie ebenfalls für 14 € über den Buchhandel zu beziehen.

Weitere Informationen zum Bach-Jubiläum 2014:
www.cpebach.de
Bibliotheksmagazin 2/2014

Kontakt: Dr. Martina Rebmann 


September 2013
AIBM-Tagung 2013 in Berlin

Vom 10. bis 13. September 2013 findet in Berlin die diesjährige Jahrestagung der deutschen Gruppe der AIBM (Association Internationale des Bibliothèques, Archives et Centres de Documentation Musicaux) statt.
Vier Tage lang werden rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Musikbibliotheken und verwandten Einrichtungen aus Deutschland und dem benachbarten Ausland in Berlin zu Gast zu sein, um Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Themen zu diskutieren. Im Zentrum des Vortragsprogramms stehen dabei die vielschichtige Musikkultur Berlins, die digitale Bereitstellung von Musikalien und Musik sowie Aspekte musikbibliothekarischer Standards in einem sich wandelnden medialen Umfeld. Die Tagung wird federführend von der Universitätsbibliothek der UdK ausgerichtet. Neben anderen Berliner Musikbibliotheken beteiligt sich auch die Musikabteilung der Staatsbibliothek als Mit-Veranstalter; u.a. wird die "AG Musikbibliotheken an wissenschaftlichen Bibliotheken" im Haus Unter den Linden tagen. Die Teilnahme an der Tagung steht auch interessierten Nicht-Bibliothekaren offen.
Aktuelles Tagungsprogramm


März 2013
Musikabteilung ab 21. März 2013 wieder geöffnet

Rara- und Musik-Lesesaal (Eingangsbereich)
Rara- und Musik-Lesesaal (Blick von Loge 2a)

Nach gut dreimonatiger Schließzeit wird das Haus Unter den Linden (und damit auch die Musikabteilung) am 21. März für den Benutzungsbetrieb wiedereröffnet. Aufgrund der nun begonnenen Generalsanierung der vorderen Gebäudeteile befindet sich der Eingang in den kommenden Jahren in der Dorotheenstraße 27. Die Bestände der Musikabteilung werden während des zweiten Bauabschnitts im gemeinsamen Rara- und Musik-Lesesaal im 1. OG zur Verfügung gestellt. Dieser bietet insgesamt 36 großzügig bemessene Arbeitsplätze; hinzu kommen 12 Online-Rechercheplätze sowie Mikroformen-Lesegeräte und -Scanner. Lageplan

Im Zusammenhang mit den räumlichen Veränderungen ergeben sich einige wichtige Änderungen für die Benutzung von Beständen der Musikabteilung:

Öffnungszeiten

Zusätzlich zu den bisherigen Öffnungszeiten ist der Rara- und Musik-Lesesaal nun auch samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Aus organisatorischen Gründen ist die Benutzung besonders herausragender Objekte (sog. "Spitzenautographen") an Samstagen leider nicht möglich. Bitte beachten Sie ferner, dass samstags keine Magazinbedienung stattfindet, Bestellungen für den Samstag also bis spätestens Freitag 13:30 vorliegen müssen.

Magazinbestellzeiten

Die Bestellzeiten für Magazinbestellungen (Mo - Fr) werden um eine halbe Stunde vorgezogen auf 9:30 und 13:30 Uhr (statt bisher 10:00 und 14:00 Uhr). Die Bestellzeiten für Bestellungen aus den Imagekatalogen der Musikabteilung bleiben unverändert bei 9:00 und 13:00 Uhr. Die Bereitstellung der bestellten Bände erfolgt gegen 11:30 bzw. 15:30 Uhr.

Aufstellung des Präsenzbestandes

Nachschlagewerke zur Musik, musikwissenschaftliche Fachliteratur, die aktuellen Zeitschriftenhefte sowie Faksimile-Ausgaben finden Sie in der vom Eingang gesehen rechten Seite des Rara- und Musik-Lesesaals. Hingegen stehen Noteneditionen (Gesamt- und Denkmäler-Ausgaben sowie Sammelwerke) und gebundene Zeitschriftenbände im Freihandmagazin, 4. OG. Diese Bände sind unabhängig von den Öffnungszeiten des Rara- und Musik-Lesesaals über die gesamte Öffnungszeit des Hauses Unter den Linden zugänglich. Zu erreichen ist das Freihandmagazin über die Hauptebene des Allgemeinen Lesesaals im 2. OG; von dort führen Treppen und ein Fahrstuhl linker Hand des Eingangs zu den oberen Etagen.

Kataloge

Die bisher im Katalograum der Musikabteilung aufgestellten konventionellen Zettelkataloge sind nun nicht mehr direkt zugänglich. Bitte nutzen Sie die Imagekataloge der Musikabteilung; für weitere Kataloge wenden Sie sich bitte ggf. an die Auskunft im Rara- und Musik-Lesesaal.


Februar 2013
Literatur im Foyer

Ursula Mamlok zum 90. Geburtstag

Ursula Mamlok (Foto: Simon Pauly)
Ursula Mamlok (Foto: Simon Pauly)

Ursula Mamlok ist gebürtige Berlinerin. 1939 musste sie mit ihren Eltern vor den Nationalsozialisten nach Ecuador und in die USA fliehen. Nachdem sie ein Stipendium für die Mannes School of Music erhalten hatte, ging sie als Siebzehnjährige allein nach New York. Hier studierte sie u. a. bei Stefan Wolpe, Roger Sessions und Ralph Shapey.
Sie unterrichtete 40 Jahre an der Manhattan School of Music Komposition und ist heute eine der profiliertesten Komponistinnen der USA. Seit 2006 lebt Ursula Mamlok wieder in Berlin.

 

Zur Veranstaltung am

Samstag, dem 16. Februar 2013, um 18.30 Uhr

im Ausstellungsraum des Hauses Potsdamer Straße

laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 11. Februar 2013.

Begrüßung und Laudatio
Barbara Schneider-Kempf
Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin

Bettina Brand im Gespräch mit Ursula Mamlok

Musikalische Umrahmung
Klenke Quartett
Annegret Klenke, Violine
Beate Hartmann, Violine
Yvonne Uhlemann, Viola
Ruth Kaltenhäuser, Violoncello
Kolja Lessing, Violine
Jakob Spahn, Violoncello
Holger Groschopp, Klavier
Tatjana Blome, Klavier
Frank Lunte, Saxofon

Ausstellung
Autographe, Bücher, Werkverzeichnisse
und CD-Einspielungen der Komponistin
Freitag, 15. Februar 2013
Samstag, 16. Februar 2013
Jeweils 9 bis 21 Uhr
Foyer
Staatsbibliothek zu Berlin,
Haus Potsdamer Straße 33

Eintritt frei


Dezember 2012
Ausstellung über die Comedian Harmonists

v.l.n.r.: Robert Biberti, Erich Collin, Erwin Bootz, Roman Cycowski, Harry Frommermann, Ari Leschnikoff (N.Mus.Nachl. 86, B 6,65 : Beilage 2)
v.l.n.r.: Robert Biberti, Erich Collin, Erwin Bootz, Roman Cycowski, Harry Frommermann, Ari Leschnikoff (N.Mus.Nachl. 86, B 6,65 : Beilage 2)

Mit einer unscheinbaren Zeitungsannonce im Dezember 1927 begann alles - fünf junge Sänger und ein Pianist trafen aufeinander, um sich mit Begeisterung dem swingenden Jazzgesang zu widmen, der seine Wurzeln in den USA der Zwanziger Jahre hatte. Harry Frommermann, Robert Biberti, Roman Cycowski, Erich Collin, Ari Leschnikoff und Erwin Bootz - das Ensemble wurde berühmt unter dem Namen Comedian Harmonists. Nach kurzer Probenarbeit eroberten sie mit jenem unverwechselbaren Gesangsstil im Sturm die Herzen des Berliner Publikums und nicht nur hier. Schon bald bereisten sie die ganze Welt. Der Erfolg endete 1934 radikal nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Robert Biberti blieb Zeit seines Lebens in Berlin. Er sah sich als Leiter und zugleich Prokurist des Ensembles. Die Comedian Harmonists blieben der Mittelpunkt in seinem Leben und er sammelte die Geschichte der Gesangsgruppe in dem nachgelassenen Quellenmaterial, verteilt auf über 90 Aktenordnern und weiteren Mappen. Der Nachlass umfasst Briefe, Programme, Bildmaterial, Schallplatten, Notenmaterial. Wesentlich kleiner ist der Nachlass von Harry Frommermann, der sich ebenfalls in der Staatsbibliothek zu Berlin befindet und vor allem Notenmaterialien enthält.

Die Staatsbibliothek zu Berlin zeigte anlässlich des Erscheinens jener Zeitungsannonce vor 85 Jahren zum ersten Mal am 5. Dezember 2012 ausgewählte Briefe, Dokumente, Fotografien und Musikalien aus beiden Nachlässen in einer eintägigen Ausstellung.


März 2012
Eine Partitur und ihr Zuhause - Beethovens 9. Sinfonie in der Staatsbibliothek zu Berlin

Eine Partitur und ihr Zuhause - Beethovens 9. Sinfonie in der Staatsbibliothek zu Berlin

Eine Partitur und ihr Zuhause - Beethovens 9. Sinfonie in der Staatsbibliothek zu Berlin

Eines der wertvollsten Stücke, das die Staatsbibliothek zu Berlin verwahrt, ist die Originalpartitur der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.
Angeregt durch die Aktion Beethoven für alle hat der Chor "Bibliotheca Musica" der Staatsbibliothek zu Berlin unter der Leitung von Sven Ratzel nun die Ode an die Freude einstudiert. Dabei wurde das musikalische Ergebnis und gleichzeitig das Schicksal der Partitur Beethovens in einem Video dokumentiert. Der Chor besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Staatsbibliothek zu Berlin. Sein Repertoire umfasst Werke, die in der Musikabteilung der SBB als Autograph vorhanden sind oder von Komponisten stammen, deren Nachlass die Staatsbibliothek besitzt.
Das digitalisierte Autograph der 9. Sinfonie Ludwig van Beethovens und weitere Informationen zur Aufnahme der Originalpartitur in das UNESCO-Register "Memory of the World" finden Sie hier.


November 2011
"HANDWRITTEN. Ten Centuries of Manuscript Treasures from Staatsbibliothek zu Berlin"

Handwritten - Von Hand geschrieben

Handschriften aus 1000 Jahren aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin ermöglichen Einblicke in die deutsche und europäische Kulturgeschichte. Vom 26. November 2011 bis 18. März 2012 sind in der Australischen Nationalbibliothek in Canberra mehr als 100 kostbare und einmalige Dokumente, Briefe sowie Notenhandschriften von weltweit bedeutenden Denkern, Dichtern, Komponisten und Wissenschaftlern im Original zu sehen. 
Aus den Sammlungen der Handschriften- und der Musikabteilung der SBB sind Exponate von europäischen Berühmtheiten auf Reisen gegangen: Neben handschriftlichen Textzeugen von Newton, Michelangelo, Machiavelli und Darwin sind aus der Musikabteilung so prominente Werke wie Bachs Johannespassion, Beethovens 5. Symphonie und die ersten beiden Akte von Mozarts Le nozze di Figaro im Autograph in den neuen Ausstellungsräumen der Nationalbibliothek zu sehen. Daneben werden auch Handschriften von Carl Friedrich Zelter, Gustav Mahler und Paul Hindemith präsentiert. 
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Pressemitteilung
Handschriftenabteilung
National Library of Australia


November 2011
Schätze der Musikabteilung der Staatsbibliothek - zum Klingen gebracht am 14.11.11

Felix Mendelssohn Bartholdy, The Garland, Autographe Reinschrift, Mai 1829 (55 MS 117)
Felix Mendelssohn Bartholdy, The Garland, Autographe Reinschrift, Mai 1829 (55 MS 117)

Montag, 14. November 2011 um 19 Uhr

Aus dem Berliner Salon

Schätze der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - zum Klingen gebracht

Lieder, Duette und Klavierstücke von Fanny Hensel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Giacomo Meyerbeer und anderen
Mit Stefanie Wüst (Sopran), Regina Jakobi (Mezzosopran), Andreas Lisius (Piano)

Präsentation ausgewählter Autographe und Erstdrucke

Mendelssohn-Remise, Jägerstr. 51, 10117 Berlin
Eintritt: 5 Euro
Anmeldung: E-Mail oder Tel.: 81 7047 26; Fax: - 27

Eine Kooperationsveranstaltung der Mendelssohn-Gesellschaft mit der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz

Programmflyer


April 2011
Neue Version des RISM-Onlinekatalogs mit Musikincipitsuche freigeschaltet

Ende März 2011 wurde eine neue OPAC-Version des Internationalen Quellenlexikons der Musik (RISM) freigeschaltet. Als neue Features kamen in dieser Version die Musikincipitsuche, Links zu Digitalisaten und diverse kleinere Korrekturen (Anzeige der besitzenden Bibliothek bei überführten Bestaenden, Anzeige bisher nicht darstellbarer Musikincipits, usw.) hinzu.

Für die Musikincipitsuche stehen zwei neue Suchfelder zur Verfügung. Damit ist es möglich, musikalisch ähnliche Werke aufzufinden. Die Suche geht dabei über den Tonverlauf des Kompositionsbeginns. Man braucht also nur die Tonbuchstaben (C, D, E, F, G, A, H) einzugeben. Bei Eingabe im ersten Suchfeld erhält man nur Ergebnisse, die dem Tonverlauf entsprechen, beim zweiten Feld auch solche die dem Verlauf transponiert entsprechen. Die Datenbank weist über eine Million Musikincipits auf.

Erstmals sind auch Links zu Digitalisaten in die Gesamtanzeige eines Titels eingefügt. Dadurch ist es möglich, mit einem Mausklick direkt das Digitalisat einer beschriebenen Musikquelle anzusehen. RISM kooperiert mit einigen Bibliotheken, die teilweise die Daten auch als Metadaten zum Auffinden ihrer Digitalisate verwenden:
- D-D1 (Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden)
- D-DS (Staats- und Universitätsbibliothek, Darmstadt)
- D-Mbs (Bayerische Staatsbibliothek, München)
- D-B (Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz)
- US-NY (The Julliard School, Lila Acheson Wallace Library, New York, USA)
- DK-Kk (Det Kongelige Bibliotek, Daenemark)
Es sind bereits über 3.500 Digitalisierungs-Links in der RISM-Datenbank vorhanden.

RISM, ein Projekt der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, und die beteiligten Partner, die Bayerische Staatsbibliothek, München, und die Staatsbibliothek zu Berlin freuen sich, diese neue Version des Online-Kataloges der musikinteressierten Öffentlichkeit anbieten zu können.

Der Katalog ist unter der Adresse http://opac.rism.info oder über die Website des RISM für einen kostenfreien Zugriff auf ca. 730.000 Nachweise von Musikhandschriften erreichbar. Der Katalog wird auch im Portal Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft durchsucht.


Mai 2011

 


Februar 2011
Schumann-Stadt Berlin

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 ("Rheinische")
Mus. ms. autogr.
R. Schumann 12, S. 145

„Berlin ist DRIN! Neu unter den Schumann-Städten ist Berlin, das in der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin einen großartigen Schatz von Schumann-Autographen hütet.“
Mit dieser Ankündigung hat das Netzwerk www.schumann-portal.de im Januar unter der Rubrik Schumann-Städte auch Berlin aufgenommen. In einem Beitrag wird zunächst die besondere Anziehungskraft der Hauptstadt Preußens und Kunstmetropole Berlin für Clara und Robert Schumann beschrieben. Erst waren es familiäre Beziehungen durch Claras Mutter, die das junge Paar oft nach Berlin reisen ließ. Später erlebten beide hier manche Höhepunkte in ihrer künstlerischen Karriere, und schließlich entschied sich Clara für die Königliche Bibliothek in Berlin, der sie 1890 den Nachlass ihres Mannes übergab, worin sich bedeutende Originalhandschriften, wie z. B. die Rheinische Sinfonie, befanden.


Januar 2011
Musikarchiv der Sing-Akademie zu Berlin komplett erschlossen

Im Januar 2011 wurde das DFG-Projekt „Erschließung des Musikarchivs der Sing-Akademie zu Berlin“ erfolgreich abgeschlossen.
Die für die Musikwissenschaft und -praxis überaus bedeutenden Archivmaterialien aus dem Nachlass der Sing-Akademie zu Berlin galten nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang als verschollen, bevor sie 1999 von einem Forscherteam um Prof. Christoph Wolff in Kiew (Ukraine) wiederentdeckt wurden. Bereits zwei Jahre später kam es zur Restitution des Noten-Archivs, das sich seit nunmehr zehn Jahren als Depositum in der Staatsbibliothek zu Berlin befindet. Es umfasst 5.175 Signaturen mit überwiegend handschriftlichen Quellen, die nun vollständig im Internationalen Quellenlexikon der Musik RISM verzeichnet und damit bequem online recherchierbar sind: http://opac.rism.info. Die Musikdrucke - meist Erstdrucke, die etwa 15% des Archivs umfassen - werden nach und nach in den Stabikat eingearbeitet.  
Die Sing-Akademie zu Berlin — eine der ältesten und bedeutendsten Chorvereinigungen ihrer Art weltweit — wurde 1791 von Carl Friedrich Christian Fasch gegründet und anschließend über mehr als drei Jahrzehnte von Carl Friedrich Zelter geleitet. Insbesondere unter seiner Ägide und dank seiner unermüdlichen Sammelleidenschaft entstand ein umfangreiches und hochwertiges Notenarchiv mit zahlreichen Autographen und Abschriften. Einen besonders wichtigen Teil des Quellenbestandes bilden die Bachiana, zu denen das so genannte „Altbachische Archiv“ mit Originalhandschriften und Abschriften von Werken der Vorfahren Johann Sebastian Bachs sowie der Bach-Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel zählt. Darüber hinaus befinden sich im restituierten Notenarchiv der Sing-Akademie weitere Autographen wichtiger Komponisten des 17. bis 19. Jahrhunderts, stellvertretend seien genannt J. F. Agricola, J. F. und C. F. C. Fasch, C. H. und J. G. Graun, J. A. Hasse, J. A. Hiller, J. P. Kirnberger, J. J. Quantz, J. F. Reichardt, J. A. P. Schulz.
Es konnten zahlreiche Provenienzen und Teilsammlungen ermittelt werden, beispielsweise die Prachtbände mit italienischer Vokalmusik aus dem Besitz der Königin Sophie Charlotte, die reichhaltige Sammlung von Sara Levy, einer Großtante Felix Mendelssohn Bartholdys, und die Musikalien der Berliner Kantoren Hermann Koch und Johann Georg Lehmann. Mit dem Projekt wurde eine der bedeutendsten Sammlungen der norddeutschen Musikgeschichte erschlossen und die Ergebnisse für die Wissenschaft und Forschung durch den kostenfreien Online-Zugang im RISM-OPAC zugänglich gemacht.

Weitere Informationen


Januar 2011

"Eine Bibliothek macht Geschichte - 350 Jahre Staatsbibliothek zu Berlin-PK"
Ausstellung im DHM vom 4. März 2011 - 19. Juni 2011

Johann Sebastian Bach, Musikalisches Opfer,
BWV 1079/2a, S. 1
(Mus.ms. Bach P 226)
Bild zeigt: Johann Sebastian Bach, Musikalisches Opfer, BWV 1079/2a, S. 1 (Mus.ms. Bach P 226)

Die Staatsbibliothek zu Berlin wird anlässlich ihres 350-jährigen Jubiläums im Deutschen Historischen Museum 47 ihrer wertvollsten Schätze zeigen, darunter auch Musikautographen und -handschriften.
Die Zimelien werden im historischen Kontext der Dauerausstellung des DHM integriert sein und die Geschichte von der „Churfürstlichen Bibliothek“ Brandenburgs zu einer der größten wissenschaftlichen Universalbibliotheken in Deutschland wird in 8 Stationen dargestellt. So haben die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, dabei einige Spitzenautographen von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann zu besichtigen sowie eine spätmittelalterliche Liederhandschrift, das „Lochamer-Liederbuch“.

Zur Ausstellung wird ein Begleitheft mit Abbildungen und Beschreibungen erhältlich sein.

Alles über das Jubiläumsjahr SBB350

 



"Ton ist überhaupt componirtes Wort"

Zu der Schumann-Ausstellung, die vom 16.06.10 - 19.06.10 wertvolle Autographen des Komponisten Robert Schumann zeigte, hat die Staatsbibliothek einen Begleitband herausgegeben. Erhältlich im Bibliotheksshop der Staatsbibliothek zu Berlin sowie über Online-Bestellung

Weitere Informationen


Schumann-Jahr 2010


Mendelssohn-Jahr 2009

Büste von Felix Mendelssohn Bartholdy
Bild zeigt: Büste von Felix Mendelssohn Bartholdy

Im Jahr 2009 jährt sich der Geburtstag Felix Mendelssohn Bartholdys (1809-1847) zum zweihundertsten Mal. Die Staatsbibliothek zu Berlin, die eine der weltweit größten und wichtigsten Sammlungen von Originalhandschriften, Briefen und sonstigen Lebensdokumenten von und über Mendelssohn ihr Eigen nennt, läutete das Jubiläumsjahr von Ende Januar bis Mitte März 2009 mit der vielbeachteten Ausstellung "FELIX" im Haus Potsdamer Straße ein. Auf Grundlage dieser Ausstellung hat die Staatsbibliothek außerdem in Kooperation mit dem Mendelssohn-Haus Leipzig eine Tafelausstellung erarbeitet, die im Laufe des Jahres u.a. in Hofheim am Taunus (Mai-Juli), Wengen (Schweiz; August) sowie im Berliner Dom (September) zu sehen ist.

Der anlässlich der Ausstellung erschienene Begleitband enthält neben einem Katalog der in der Berliner Ausstellung gezeigten Autographen auch eine kurzgefasste Biographie des Komponisten sowie Anmerkungen zu Mendelssohns Schaffensprozess im Spiegel seiner Manuskripte. Der Band kann im Buchhandel sowie am Bibliotheksshop im Haus Potsdamer Straße erworben oder bei der Staatsbibliothek bestellt werden (dazu bitte hier klicken). Daneben ist auch ein zum Jubiläumsjahr herausgegebenes Faksimile der autographen Reinschrift des Liedes „The Garland“ erhältlich.


Das Ende des Mendelssohn-Jahres

Zum Abschluss des Mendelssohn-Jahres 2009 wurde im Mendelssohn-Ausstellungsraum im Haus Potsdamer Straße eine neue Dauerausstellung eingerichtet. Unter dem Titel „Die Familie um Felix“ zeigt die Präsentation anhand von neun ausgewählten Familienmitgliedern exemplarisch, in welcher Vielfalt Nachfahren Moses Mendelssohns über Generationen hinweg als Kaufleute und Bankiers, Künstler und Gelehrte das kulturelle, geistige und wirtschaftliche Leben in Berlin und weit darüber hinaus mitgeprägt haben. Illustriert durch Reproduktionen ausgewählter Dokumente aus den Beständen der Musikabteilung und des ihr angeschlossenen Mendelssohn-Archivs, werden neben dem Stammvater der Familie und seinem berühmten Enkel Felix unter anderem die Bankiers Abraham und Joseph Mendelssohn, die Komponistin Fanny Hensel sowie die Wissenschaftler Carl und Albrecht Mendelssohn Bartholdy vorgestellt. An einer Multimedia-Station kann außerdem der weit verzweigte Stammbaum der Familie virtuell durchwandert werden.

Weitere Informationen


Präsentation der Lautensuite e-Moll BWV 996 von J. S. Bach

J. S. Bach - Lautensuite
Bild zeigt: J. S. Bach - Lautensuite

Die Musikabteilung der Staatsbibliothek hat kürzlich aus Privatbesitz eine Abschrift der Lautensuite e-Moll BWV 996 erworben, die Bachs Schüler Heinrich Nikolaus Gerber 1725 unter den Augen des Meisters anfertigte. Quelle und Werk werden am 11. Oktober 2009 um 11:00 Uhr im Staatlichen Institut für Musikforschung vorgestellt. 

Volldigitalisat der Lautensuite


Nachlass von Clara Schumanns Bruder Woldemar Bargiel erworben

Woldemar Bargiel als Berliner Professor im Jahr 1885
Bild zeigt: Woldemar Bargiel als Berliner Professor im Jahr 1885

Im September 2007 konnte der umfangreiche Nachlass des Berliner Komponisten und Musikpädagogen Woldemar Bargiel erworben werden. Bargiels Enkelin Elisabeth Schmiedel, die diesen Bestand aus ihrem Privatbesitz übergeben hatte, wurde dafür im August 2008 in einer besonderen Veranstaltung geehrt. Die besondere Wertschätzung verdient dieser Nachlass (Signatur 55 Nachl 59) vor allem, weil er neue Aspekte zum Künstlerkreis um das Künstlerehepaar Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms und den Geiger Joseph Joachim liefert und eine wichtige Ergänzung zum bereits bestehenden Autographen- und Nachlassbestand aus diesem Umfeld darstellt. Das facettenreiche Material des Nachlasses lässt zudem den Komponisten aber auch Menschen Woldemar Bargiel wieder lebendig werden. An erster Stelle sind die rund 1500 Briefe zu nennen, welche der Komponist mit seiner Mutter Marianne, seinen Schwestern Clara, Cäcilie und Clementine, mit Musikerkollegen, Verlegern und befreundeten Familien, wie etwa die von Arnims oder Grimms austauschte. Hinzu kommen Zeugnisse, Urkunden, Reisetagebücher, Fotografien, Programmzettel, Kritiken aus Zeitungen, kompositorisches Material und vieles andere. Bargiel lebte in Köln und Rotterdam und war zuletzt Professor an der Königlichen Musikhochschule Berlin.


Neue Abteilungsleitung

Frau Dr. Martina Rebmann
Bild zeigt: Frau Dr. Martina Rebmann

Martina Rebmann, Dr. phil., studierte Musikwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Mediävistik in Tübingen und Heidelberg, M. A. 1993 (Zur Modusbehandlung in Thomas Morleys Vokalwerk, Frankfurt a. M. 1994), Promotion im Jahr 2000 bei Walther Dürr mit der Arbeit "Das Lied, das du mir jüngst gesungen ..." - Studien zum Sololied in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Württemberg: Quellen - Funktion - Analyse, Frankfurt a. M. 2002 (Stipendiatin der Graduiertenförderung des Landes Baden-Württemberg).
Ausbildung zur Bibliothekarin im Höheren Dienst, seit Oktober 1998 an der Badischen Landesbibliothek, tätig als Leiterin der Musiksammlung, Fachreferentin für Musikwissenschaft, Deutsche Literaturwissenschaft ab 1600, Deutsche Sprachwissenschaft.
Seit 1. April 2008 Leiterin der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz.
Forschungsschwerpunkte: Lied und Aufführungsgeschichte des Liedes, Musikwissenschaftliche Genderforschung (besonders Komponistinnen), regionale Musikforschung.
Publikationsliste Dr. Martina Rebmann

Kontakt
Dr. Martina Rebmann
Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 266-435201 (Sekretariat)
Fax: +49 30 266-335201