Musik

Aktuelles / Archiv

Dienstag, 22.11.2011
"HANDWRITTEN. Ten Centuries of Manuscript Treasures from Staatsbibliothek zu Berlin"

Handwritten - Von Hand geschrieben

Handschriften aus 1000 Jahren aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin ermöglichen Einblicke in die deutsche und europäische Kulturgeschichte. Vom 26. November 2011 bis 18. März 2012 sind in der Australischen Nationalbibliothek in Canberra mehr als 100 kostbare und einmalige Dokumente, Briefe sowie Notenhandschriften von weltweit bedeutenden Denkern, Dichtern, Komponisten und Wissenschaftlern im Original zu sehen. 
Aus den Sammlungen der Handschriften- und der Musikabteilung der SBB sind Exponate von europäischen Berühmtheiten auf Reisen gegangen: Neben handschriftlichen Textzeugen von Newton, Michelangelo, Machiavelli und Darwin sind aus der Musikabteilung so prominente Werke wie Bachs Johannespassion, Beethovens 5. Symphonie und die ersten beiden Akte von Mozarts Le nozze di Figaro im Autograph in den neuen Ausstellungsräumen der Nationalbibliothek zu sehen. Daneben werden auch Handschriften von Carl Friedrich Zelter, Gustav Mahler und Paul Hindemith präsentiert. 
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Pressemitteilung
Handschriftenabteilung
National Library of Australia


Dienstag, 13.09.11
Schätze der Musikabteilung der Staatsbibliothek - zum Klingen gebracht am 14.11.11

Felix Mendelssohn Bartholdy, The Garland, Autographe Reinschrift, Mai 1829 (55 MS 117)

Montag, 14. November 2011 um 19 Uhr

Aus dem Berliner Salon

Schätze der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - zum Klingen gebracht

Lieder, Duette und Klavierstücke von Fanny Hensel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Giacomo Meyerbeer und anderen
Mit Stefanie Wüst (Sopran), Regina Jakobi (Mezzosopran), Andreas Lisius (Piano)

Präsentation ausgewählter Autographe und Erstdrucke

Mendelssohn-Remise, Jägerstr. 51, 10117 Berlin
Eintritt: 5 Euro
Anmeldung: E-Mail oder Tel.: 81 7047 26; Fax: - 27

Eine Kooperationsveranstaltung der Mendelssohn-Gesellschaft mit der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz

Programmflyer


April 2011
Neue Version des RISM-Onlinekatalogs mit Musikincipitsuche freigeschaltet

Ende März 2011 wurde eine neue OPAC-Version des Internationalen Quellenlexikons der Musik (RISM) freigeschaltet. Als neue Features kamen in dieser Version die Musikincipitsuche, Links zu Digitalisaten und diverse kleinere Korrekturen (Anzeige der besitzenden Bibliothek bei überführten Bestaenden, Anzeige bisher nicht darstellbarer Musikincipits, usw.) hinzu.

Für die Musikincipitsuche stehen zwei neue Suchfelder zur Verfügung. Damit ist es möglich, musikalisch ähnliche Werke aufzufinden. Die Suche geht dabei über den Tonverlauf des Kompositionsbeginns. Man braucht also nur die Tonbuchstaben (C, D, E, F, G, A, H) einzugeben. Bei Eingabe im ersten Suchfeld erhält man nur Ergebnisse, die dem Tonverlauf entsprechen, beim zweiten Feld auch solche die dem Verlauf transponiert entsprechen. Die Datenbank weist über eine Million Musikincipits auf.

Erstmals sind auch Links zu Digitalisaten in die Gesamtanzeige eines Titels eingefügt. Dadurch ist es möglich, mit einem Mausklick direkt das Digitalisat einer beschriebenen Musikquelle anzusehen. RISM kooperiert mit einigen Bibliotheken, die teilweise die Daten auch als Metadaten zum Auffinden ihrer Digitalisate verwenden:
- D-D1 (Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden)
- D-DS (Staats- und Universitätsbibliothek, Darmstadt)
- D-Mbs (Bayerische Staatsbibliothek, München)
- D-B (Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz)
- US-NY (The Julliard School, Lila Acheson Wallace Library, New York, USA)
- DK-Kk (Det Kongelige Bibliotek, Daenemark)
Es sind bereits über 3.500 Digitalisierungs-Links in der RISM-Datenbank vorhanden.

RISM, ein Projekt der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, und die beteiligten Partner, die Bayerische Staatsbibliothek, München, und die Staatsbibliothek zu Berlin freuen sich, diese neue Version des Online-Kataloges der musikinteressierten Öffentlichkeit anbieten zu können.

Der Katalog ist unter der Adresse http://opac.rism.info oder über die Website des RISM für einen kostenfreien Zugriff auf ca. 730.000 Nachweise von Musikhandschriften erreichbar. Der Katalog wird auch im Portal Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft durchsucht.


31.03.2011

 


Februar 2011
Schumann-Stadt Berlin

„Berlin ist DRIN! Neu unter den Schumann-Städten ist Berlin, das in der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin einen großartigen Schatz von Schumann-Autographen hütet.“
Mit dieser Ankündigung hat das Netzwerk www.schumann-portal.de im Januar unter der Rubrik Schumann-Städte auch Berlin aufgenommen. In einem Beitrag wird zunächst die besondere Anziehungskraft der Hauptstadt Preußens und Kunstmetropole Berlin für Clara und Robert Schumann beschrieben. Erst waren es familiäre Beziehungen durch Claras Mutter, die das junge Paar oft nach Berlin reisen ließ. Später erlebten beide hier manche Höhepunkte in ihrer künstlerischen Karriere, und schließlich entschied sich Clara für die Königliche Bibliothek in Berlin, der sie 1890 den Nachlass ihres Mannes übergab, worin sich bedeutende Originalhandschriften, wie z. B. die Rheinische Sinfonie, befanden.


Januar 2011
Musikarchiv der Sing-Akademie zu Berlin komplett erschlossen

Im Januar 2011 wurde das DFG-Projekt „Erschließung des Musikarchivs der Sing-Akademie zu Berlin“ erfolgreich abgeschlossen.
Die für die Musikwissenschaft und -praxis überaus bedeutenden Archivmaterialien aus dem Nachlass der Sing-Akademie zu Berlin galten nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang als verschollen, bevor sie 1999 von einem Forscherteam um Prof. Christoph Wolff in Kiew (Ukraine) wiederentdeckt wurden. Bereits zwei Jahre später kam es zur Restitution des Noten-Archivs, das sich seit nunmehr zehn Jahren als Depositum in der Staatsbibliothek zu Berlin befindet. Es umfasst 5.175 Signaturen mit überwiegend handschriftlichen Quellen, die nun vollständig im Internationalen Quellenlexikon der Musik RISM verzeichnet und damit bequem online recherchierbar sind: http://opac.rism.info. Die Musikdrucke - meist Erstdrucke, die etwa 15% des Archivs umfassen - werden nach und nach in den Stabikat eingearbeitet.  
Die Sing-Akademie zu Berlin — eine der ältesten und bedeutendsten Chorvereinigungen ihrer Art weltweit — wurde 1791 von Carl Friedrich Christian Fasch gegründet und anschließend über mehr als drei Jahrzehnte von Carl Friedrich Zelter geleitet. Insbesondere unter seiner Ägide und dank seiner unermüdlichen Sammelleidenschaft entstand ein umfangreiches und hochwertiges Notenarchiv mit zahlreichen Autographen und Abschriften. Einen besonders wichtigen Teil des Quellenbestandes bilden die Bachiana, zu denen das so genannte „Altbachische Archiv“ mit Originalhandschriften und Abschriften von Werken der Vorfahren Johann Sebastian Bachs sowie der Bach-Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel zählt. Darüber hinaus befinden sich im restituierten Notenarchiv der Sing-Akademie weitere Autographen wichtiger Komponisten des 17. bis 19. Jahrhunderts, stellvertretend seien genannt J. F. Agricola, J. F. und C. F. C. Fasch, C. H. und J. G. Graun, J. A. Hasse, J. A. Hiller, J. P. Kirnberger, J. J. Quantz, J. F. Reichardt, J. A. P. Schulz.
Es konnten zahlreiche Provenienzen und Teilsammlungen ermittelt werden, beispielsweise die Prachtbände mit italienischer Vokalmusik aus dem Besitz der Königin Sophie Charlotte, die reichhaltige Sammlung von Sara Levy, einer Großtante Felix Mendelssohn Bartholdys, und die Musikalien der Berliner Kantoren Hermann Koch und Johann Georg Lehmann. Mit dem Projekt wurde eine der bedeutendsten Sammlungen der norddeutschen Musikgeschichte erschlossen und die Ergebnisse für die Wissenschaft und Forschung durch den kostenfreien Online-Zugang im RISM-OPAC zugänglich gemacht.

Weitere Informationen


Januar 2011

Hier gelangen Sie auf eine Seite zum Jubiläumsjahr 2011

"Eine Bibliothek macht Geschichte - 350 Jahre Staatsbibliothek zu Berlin-PK"
Ausstellung im DHM vom 4. März 2011 - 19. Juni 2011

Bild zeigt: Johann Sebastian Bach, Musikalisches Opfer, BWV 1079/2a, S. 1 (Mus.ms. Bach P 226)

Die Staatsbibliothek zu Berlin wird anlässlich ihres 350-jährigen Jubiläums im Deutschen Historischen Museum 47 ihrer wertvollsten Schätze zeigen, darunter auch Musikautographen und -handschriften.
Die Zimelien werden im historischen Kontext der Dauerausstellung des DHM integriert sein und die Geschichte von der „Churfürstlichen Bibliothek“ Brandenburgs zu einer der größten wissenschaftlichen Universalbibliotheken in Deutschland wird in 8 Stationen dargestellt. So haben die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, dabei einige Spitzenautographen von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann zu besichtigen sowie eine spätmittelalterliche Liederhandschrift, das „Lochamer-Liederbuch“.

Zur Ausstellung wird ein Begleitheft mit Abbildungen und Beschreibungen erhältlich sein.

Alles über das Jubiläumsjahr SBB350

 



"Ton ist überhaupt componirtes Wort"

Zu der Schumann-Ausstellung, die vom 16.06.10 - 19.06.10 wertvolle Autographen des Komponisten Robert Schumann zeigte, hat die Staatsbibliothek einen Begleitband herausgegeben. Erhältlich im Bibliotheksshop der Staatsbibliothek zu Berlin sowie über Online-Bestellung

Weitere Informationen


Schumann-Jahr 2010


Mendelssohn-Jahr 2009

Bild zeigt: Büste von Felix Mendelssohn Bartholdy

Im Jahr 2009 jährt sich der Geburtstag Felix Mendelssohn Bartholdys (1809-1847) zum zweihundertsten Mal. Die Staatsbibliothek zu Berlin, die eine der weltweit größten und wichtigsten Sammlungen von Originalhandschriften, Briefen und sonstigen Lebensdokumenten von und über Mendelssohn ihr Eigen nennt, läutete das Jubiläumsjahr von Ende Januar bis Mitte März 2009 mit der vielbeachteten Ausstellung "FELIX" im Haus Potsdamer Straße ein. Auf Grundlage dieser Ausstellung hat die Staatsbibliothek außerdem in Kooperation mit dem Mendelssohn-Haus Leipzig eine Tafelausstellung erarbeitet, die im Laufe des Jahres u.a. in Hofheim am Taunus (Mai-Juli), Wengen (Schweiz; August) sowie im Berliner Dom (September) zu sehen ist.

Der anlässlich der Ausstellung erschienene Begleitband enthält neben einem Katalog der in der Berliner Ausstellung gezeigten Autographen auch eine kurzgefasste Biographie des Komponisten sowie Anmerkungen zu Mendelssohns Schaffensprozess im Spiegel seiner Manuskripte. Der Band kann im Buchhandel sowie am Bibliotheksshop im Haus Potsdamer Straße erworben oder bei der Staatsbibliothek bestellt werden (dazu bitte hier klicken). Daneben ist auch ein zum Jubiläumsjahr herausgegebenes Faksimile der autographen Reinschrift des Liedes „The Garland“ erhältlich.


Das Ende des Mendelssohn-Jahres

Zum Abschluss des Mendelssohn-Jahres 2009 wurde im Mendelssohn-Ausstellungsraum im Haus Potsdamer Straße eine neue Dauerausstellung eingerichtet. Unter dem Titel „Die Familie um Felix“ zeigt die Präsentation anhand von neun ausgewählten Familienmitgliedern exemplarisch, in welcher Vielfalt Nachfahren Moses Mendelssohns über Generationen hinweg als Kaufleute und Bankiers, Künstler und Gelehrte das kulturelle, geistige und wirtschaftliche Leben in Berlin und weit darüber hinaus mitgeprägt haben. Illustriert durch Reproduktionen ausgewählter Dokumente aus den Beständen der Musikabteilung und des ihr angeschlossenen Mendelssohn-Archivs, werden neben dem Stammvater der Familie und seinem berühmten Enkel Felix unter anderem die Bankiers Abraham und Joseph Mendelssohn, die Komponistin Fanny Hensel sowie die Wissenschaftler Carl und Albrecht Mendelssohn Bartholdy vorgestellt. An einer Multimedia-Station kann außerdem der weit verzweigte Stammbaum der Familie virtuell durchwandert werden.

Weitere Informationen


Präsentation der Lautensuite e-Moll BWV 996 von J. S. Bach

Bild zeigt: J. S. Bach - Lautensuite

Die Musikabteilung der Staatsbibliothek hat kürzlich aus Privatbesitz eine Abschrift der Lautensuite e-Moll BWV 996 erworben, die Bachs Schüler Heinrich Nikolaus Gerber 1725 unter den Augen des Meisters anfertigte. Quelle und Werk werden am 11. Oktober 2009 um 11:00 Uhr im Staatlichen Institut für Musikforschung vorgestellt. 

Volldigitalisat der Lautensuite


Nachlass von Clara Schumanns Bruder Woldemar Bargiel erworben

Bild zeigt: Woldemar Bargiel als Berliner Professor im Jahr 1885

Im September 2007 konnte der umfangreiche Nachlass des Berliner Komponisten und Musikpädagogen Woldemar Bargiel erworben werden. Bargiels Enkelin Elisabeth Schmiedel, die diesen Bestand aus ihrem Privatbesitz übergeben hatte, wurde dafür im August 2008 in einer besonderen Veranstaltung geehrt. Die besondere Wertschätzung verdient dieser Nachlass (Signatur 55 Nachl 59) vor allem, weil er neue Aspekte zum Künstlerkreis um das Künstlerehepaar Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms und den Geiger Joseph Joachim liefert und eine wichtige Ergänzung zum bereits bestehenden Autographen- und Nachlassbestand aus diesem Umfeld darstellt. Das facettenreiche Material des Nachlasses lässt zudem den Komponisten aber auch Menschen Woldemar Bargiel wieder lebendig werden. An erster Stelle sind die rund 1500 Briefe zu nennen, welche der Komponist mit seiner Mutter Marianne, seinen Schwestern Clara, Cäcilie und Clementine, mit Musikerkollegen, Verlegern und befreundeten Familien, wie etwa die von Arnims oder Grimms austauschte. Hinzu kommen Zeugnisse, Urkunden, Reisetagebücher, Fotografien, Programmzettel, Kritiken aus Zeitungen, kompositorisches Material und vieles andere. Bargiel lebte in Köln und Rotterdam und war zuletzt Professor an der Königlichen Musikhochschule Berlin.


Neue Abteilungsleitung

Bild zeigt: Frau Dr. Martina Rebmann

Martina Rebmann, Dr. phil., studierte Musikwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Mediävistik in Tübingen und Heidelberg, M. A. 1993 (Zur Modusbehandlung in Thomas Morleys Vokalwerk, Frankfurt a. M. 1994), Promotion im Jahr 2000 bei Walther Dürr mit der Arbeit "Das Lied, das du mir jüngst gesungen ..." - Studien zum Sololied in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Württemberg: Quellen - Funktion - Analyse, Frankfurt a. M. 2002 (Stipendiatin der Graduiertenförderung des Landes Baden-Württemberg).
Ausbildung zur Bibliothekarin im Höheren Dienst, seit Oktober 1998 an der Badischen Landesbibliothek, tätig als Leiterin der Musiksammlung, Fachreferentin für Musikwissenschaft, Deutsche Literaturwissenschaft ab 1600, Deutsche Sprachwissenschaft.
Seit 1. April 2008 Leiterin der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz.
Forschungsschwerpunkte: Lied und Aufführungsgeschichte des Liedes, Musikwissenschaftliche Genderforschung (besonders Komponistinnen), regionale Musikforschung.
Publikationsliste Dr. Martina Rebmann

Kontakt
Dr. Martina Rebmann
Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 266-435201 (Sekretariat)
Fax: +49 30 266-335201