Agieren statt reagieren – Antisemitismusprävention in der Bibliothek

Projektziel

Das Projekt beschäftigt sich mit dem Umgang mit antisemitischen Vorfällen in Bibliotheken. Es nimmt die Frage in den Blick, wie Bibliotheken als öffentliche Kultur- und Bildungseinrichtungen antisemitischen Erscheinungsformen begegnen und Mitarbeitende sowie Nutzende im Umgang mit entsprechenden Situationen unterstützen können.
Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung, dass antisemitische Vorfälle auch in Bibliotheken auftreten können. Dazu zählen unter anderem beschädigte oder versteckte Medien, antisemitische Schmierereien oder Propaganda sowie diskriminierende oder konflikthafte Situationen zwischen Nutzenden. Gleichzeitig stellen sich Fragen nach der Erkennung und Einordnung antisemitischer Vorfälle, nach geeigneten Handlungsoptionen und nach Unterstützungsangeboten für Betroffene und Mitarbeitende.
Das Projekt bündelt vorhandenes Wissen, arbeitet mit Fachstellen und Expert:innen zusammen und entwickelt Ansätze für Prävention, Dokumentation und den professionellen Umgang mit antisemitischen Vorfällen im Bibliothekskontext.

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere:

  • die Dokumentation und Auswertung antisemitischer Vorfälle,
  • die Sensibilisierung und Unterstützung von Mitarbeitenden mit Publikumskontakt,
  • der Aufbau niedrigschwelliger Kontaktmöglichkeiten für Bibliotheksnutzende,
  • die Entwicklung eines Leitbilds,
  • die Erarbeitung und Implementierung von Handlungsprotokollen,
  • die Vernetzung innerhalb der Bibliotheken-Community sowie
  • die Ausrichtung einer Fachtagung zum Thema.

Projektzeit

April 2026 – Juli 2027

Drittmittelgeber

Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft EVZ

Kontakt

antisemitismuspraevention@sbb.spk-berlin.de