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Das Bibliotheksmuseum

Haus Unter den Linden

Im Erdgeschoss des generalsanierten Gebäudes Unter den Linden entstehen Museumsräume, in denen die Staatsbibliothek zu Berlin auf rund 1000 qm besondere Schätze aus ihren Beständen, Exponate zur Bibliotheks- und Sammlungsgeschichte sowie Sonderausstellungen zeigen wird. Dort, wo mehrere Jahre der provisorische, lindgrün getäfelte Eingangsbereich der Bibliothek lag, werden Besucherinnen und Besucher in Zukunft vom Boulevard Unter den Linden kommend ein öffentlich zugängliches Bibliotheksmuseum vorfinden. Nach dem Rückbau des provisorischen Foyers, dem Ausbau und der Einrichtung der Räume soll das Museum 2021 eröffnen und einen Beitrag zum kulturellen Leben in Berlin leisten. 

Realisierungswettbewerb

Prämierter Wettbewerbsentwurf

Für die Grundkonzeption und bauliche Gestaltung des Museums wurde im Sommer 2008 ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. Von den 59 Büros, die in einem vorgeschalteten offenen Bewerbungsverfahren ihr Interesse bekundet hatten, wurden am 9. September sechs ausgewählt und zur Einreichung eines Entwurfs aufgefordert. Am 27. Januar 2009 tagte das Preisgericht unter Vorsitz von Professor Uwe Brückner. Es vergab den 1. Preis einstimmig an das Berliner Büro Astrid Bornheim Architektur mit dko Architekten, die ein schlüssiges Konzept vorlegten. Laut Juryprotokoll überzeugte ihr Entwurf durch seine klare räumliche Gliederung und die bestechend einfache Struktur. Auf der Basis des prämierten Entwurfs entwickelten kuratierende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsbibliothek gemeinsam mit den Architekten das inhaltliche Ausstellungskonzept weiter. Die Ausführungsplanung liegt seit 2018 bei buerozentral in Berlin. 

Dauerausstellung

Das Museum wird sich in mehrere Bereiche gliedern, von denen die ständige Ausstellung mit circa 530 qm die größte Fläche einnimmt. Hier wird die wechselvolle Geschichte der Bibliothek als wissenschaftliches und kulturelles Zentrum seit ihrer Gründung 1661 dargestellt. Mit ihrer engen Verknüpfung zu den jeweils Herrschenden, den Einwirkungen des Zweiten Weltkriegs, Teilung und Wiedervereinigung illustriert sie exemplarisch ein Stück Zeitgeschichte. Ergänzt und in einen größeren Kontext gestellt wird die Geschichte der Bibliothek überdies in einem zweiten Ausstellungsstrang über die Zeit- und Sammlungsgeschichte. Ausgewählte Exponate aus den Beständen der Staatsbibliothek versprechen so, einen spannenden Einblick in rund 350 Jahre Kulturgeschichte Berlins, Preußens und Deutschlands zu geben.

Schatzkammer

Bild: SBB-PK

Über eine Treppe oder einen Lift im hinteren Bereich der Ausstellungsräume wird man in die darunterliegende, knapp 50 qm große Schatzkammer gelangen. Dort werden wertvollste Stücke aus den Sammlungen der Staatsbibliothek präsentiert, die besonderen konservatorischen und sicherheitstechnischen Bedingungen unterliegen und der Öffentlichkeit sonst kaum zugänglich sind. 

Sonderausstellungen

Mehr als 200 qm werden im Bibliotheksmuseum für Sonderausstellungen der Staatsbibliothek zur Verfügung stehen. Die Sonderausstellungsflächen grenzen direkt an die ständige Ausstellung an und sind über fünf Durchgänge, die je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden können, mit ihr verbunden. Die Vitrinen sind teilweise verschiebbar und sollen eine variable Bespielung dieses Bereichs ermöglichen. Die Staatsbibliothek wird hier wechselnde thematische Präsentationen auf der Grundlage ihrer Sammlungen zeigen.