Musik
Erschließung und teilweise Digitalisierung der Noten, Bücher und Korrespondenz aus dem Nachlass Claudio Abbados
Projektziel
Der im Jahr 2016 von den Erben Claudio Abbados (1933-2014) der Staatsbibliothek zu Berlin als Schenkung übergebene Nachlass des Dirigenten bietet vielfältiges Quellenmaterial zu Leben und Schaffen Abbados. Der Nachlass umfasst u. a.:
- eine Notenbibliothek mit rund 2.000 Notenbänden (davon etwa zwei Drittel mit handschriftlichen Eintragungen Abbados)
- rund 600 Fachbücher zur Musik und zu angrenzenden Gebieten
- eine umfangreiche, rund 9.000 Dokumente umfassende berufliche Korrespondenz
Aufgrund der unterschiedlichen Materialien und der Tatsache, dass ein Großteil der Bestände noch dem Urheberrechtsschutz unterliegen, ergaben sich für die bibliothekarische Erschließung und insbesondere für die Teil-Digitalisierung je nach Bestandsgruppe unterschiedliche Herausforderungen. Diese wurden in drei Teilprojekten angegangen.
Im ersten Teilprojekt wurde Abbados Notenbibliothek im Verbundkatalog K10+ erschlossen, soweit urheberrechtlich zulässig digitalisiert und in den Digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin online zugänglich gemacht. Von besonderer Bedeutung waren dabei neben den Eintragungen Abbados auch rund 300 handgeschriebenen Notiz- und Dirigierzettel, die den Partituren beilagen und in denen der Dirigent die Struktur der Werke oder einzelner Sätze analysierte. In einem zweiten, ergänzenden Teilprojekt wurden auch die Fachbücher aus Abbados Bibliothek im Verbundkatalog K10+ erschlossen.
Im dritten Teilprojekt folgte die Erschließung und teilweise Digitalisierung der beruflichen Korrespondenz des Dirigenten in der Verbunddatenbank für Nachlässe und Autographe Kalliope. Aufgrund entsprechender Rechteeinräumungen konnten die von Abbado selbst und seiner persönlichen Hauptassistentin Brigitta Grabner (1936–2007) stammenden Schriftstücke auch digitalisiert und über die Digitalisierten Sammlungen öffentlich zugänglich gemacht werden. Dabei wurden ggf. in den Dokumenten aufscheinende persönlichkeitsrelevante Daten Dritter (z. B. Adressen und Telefonnummern) in den Digitalisaten geschwärzt.
Projektzeit
Teilprojekt 1: September 2020 – September 2021
Teilprojekt 2: April 2021 – Dezember 2022
Teilprojekt 3: Dezember 2023 - Januar 2025
Projektpartner
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Drittmittelgeber
Teilprojekt 1: Beauftrage/r der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und Ernst-von Siemens-Musikstiftung
Teilprojekt 2: --- (aus Eigenmitteln)
Teilprojekt 3: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
