Orient

Persische Handschriften

Die einzigartige Sammlung persischer Handschriften umfasst etwa 2.400 Bände. Die Anfänge der Sammlung gehen in die Gründungszeit der Kurfürstlichen Bibliothek zurück. Bereits im 17. Jahrhundert wurden für die Bibliothek persische Handschriften aus dem Nachlass der Orientalisten Adam Olearius und Theodor Petraeus erworben. Viele persische Handschriften finden sich in den Sammlungen Diez, Minutoli, Sprenger und Petermann. Besondere Erwähnung verdienen die vielen kostbaren Miniaturhandschriften und -alben, die teils mit wertvollen Lackeinbänden ausgestattet sind. In der Sammlung werden auch 13 illuminierte Schahnameh-Exemplare aufbewahrt. Deren Miniaturen können über das Schahnama-Projekt der University of Cambridge eingesehen werden.

Kataloge

Herausragende Objekte

Ms. or. oct. 268 - Manṭiq aṭ-ṭair

Manṭiq aṭ-ṭair des Farīd ad-Dīn ʿAṭṭār. Herat, Mitte 15. Jh.

Fol. 27r

Die Versammlung der Vögel


Ms. or. quart. 1675 - [Zangī-nāma]

[Zangī-nāma]

Titel nach Afšār, Iraǧ (Hrsg.): Zangī-nāma, šiš risāla wa maqāma wa munāzira. Tihrān 1372 [=1994], S. IX.

Ein insgesamt gut erhaltenes Autograph aus dem frühen 14. Jahrhundert von Muḥammad Ibn-Maḥmūd Ibn-Muḥammad Zangī al-Buḫārī (gest. ca. 1313) in einer Sammelhandschrift. Die Handschrift enthält Erzählungen über den Propheten und sufische Heilige sowie diverse imaginäre Rangstreitgespräche (Munāẓara).


Ms. or. fol. 4251 - Šāhnāma

Šāhnāma des Firdausī. Isfahan 1605

 


Ms. or. fol. 431 - Persischer Lackeinband, 16. Jh.

Amīr H̱usrau Dihlawī,  Qirān as-sa ʿdain

Es handelt sich um eine Poesiehandschrift.