Rechtswissenschaft

Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung

 
Sie haben Fragen zur Rechtswissenschaft? Unserer FachreferentInnen helfen Ihnen gerne weiter:

Ivo Vogel
Gesamtkoordination, Fachreferent für das Recht Deutschlands und Osteuropas sowie für den angloamerikanischen Rechtskreis, direkter Leihverkehrsservice und Virtueller Lesesaal.
Leitung des Projekts Virtuelle Fachbibliothek <intR>²
Tel.: +49 30 266 - 433 210

Dr. Antonia Paula Herm
Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Community-Kommunikation
Tel.: +49 (0)30 / 266 - 433 250

Angela Pohl
Fachreferentin für die Virtuelle Fachbibliothek <intR>², den romanischen und skandinavischen Rechtskreis, das Recht Österreichs und der Schweiz sowie der Benelux-Länder
Tel.: +49 30 266 - 433 280

Dr. Christian Mathieu
Fachreferent für Rechtsgeschichte und das Recht Italiens
Tel.: +49 30 266 - 433 240


Beratungstermine:

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Bestände:

Das rechtswissenschaftliche Bestandssegment der Staatsbibliothek zu Berlin umfasst derzeit mehr als 1.25 Millionen Monographien, Zeitschriften, Gesetzesblätter und Entscheidungssammlungen – davon zählen 230.000 Bände zum historischen und nicht selten unikalen Druckschriftenbestand.

Als Sondersammelgebiet erwarb die Staatsbibliothek zu Berlin zwischen 1975 und 2013 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft gedruckte und elektronische Forschungsliteratur zum ausländischen Recht mit höchster Intensität und umfassender thematischer Reichweite. Im Zuge der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft initiierten Transformation des seit 1949 bestehenden Systems der überregionalen Literaturversorgung unter dem Leitbild der Forschungs- und Nachfrageorientierung hat das Sondersammelgebiet Recht sein Profil geschärft – unter dezidierter Berücksichtigung der im Herbst 2012 von Seiten des Wissenschaftsrats formulierten Analysen und Empfehlungen zu den „Perspektiven der Rechtswissenschaft in Deutschland“. Im Fokus der Erwerbungsaktivitäten des in diesem Zusammenhang konzipierten Fachinformationsdiensts für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung stehen demgemäß sowohl Veröffentlichungen, die den Bereich des nationalen Rechts in europäischer bzw. globaler Perspektive überwinden, als auch Studien, deren Zuschnitt die etablierten Disziplingrenzen zu Gunsten der juristischen Grundwissenschaften und Nachbarfächer überschreitet. Konkret angesprochen sind damit vor allem die folgenden drei Themenfelder:

 1.  Juristische Grundlagenfächer, insbesondere

    Rechtsgeschichte von überregionaler Bedeutung (d.h. keine Lokalstudien)
    Rechtsphilosophie / Rechtsethik
    Rechtssoziologie
    Rechtsanthropologie
    Rechtstheorie / Critical Legal Studies
    Juristische Methodenlehre
    Rechtsvergleichung
    Rechtsvereinheitlichung

2.  Einzelne Rechtsgebiete mit internationalem Bezug, insbesondere

Völkerrecht / International Law bestehend aus:

    Grundlagen des Völkerrechts und Völkergewohnheitsrechts

    Recht Internationaler Organisationen (z. B. UN, EU, WTO)
    Humanitäres Völkerrecht und Kriegsvölkerrecht
    Menschenrechte
    Völkerstrafrecht
    Internationale Gerichtsbarkeit und Schiedsgerichtsbarkeit
    Weitere Teilgebiete wie z.B. internationales Wirtschaftsrecht, Umweltvölkerrecht, Weltraumrecht, Seerecht, internationales Arbeitsrecht u. ä.

Europarecht:

    Recht der Europäischen Union (Literatur zum Primär- und Sekundärrecht)
    Europa-Recht der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (im Kontext der Rechtsharmonisierung / Rechtsvereinheitlichung)

Publikationen zu nationalem Recht mit Bezügen zu Internationalem Recht und Europarecht, z. B.:

    Internationales / Europäisches Privatrecht
    Internationales / Europäisches Strafrecht
    Internationales / Europäisches Prozessrecht
    Internationaler Rechtsverkehr
    Internationales Verfassungsrecht

Recht der Religionsgemeinschaften

Gewohnheitsrecht

 
3.  Interdisziplinäre Grenzbereiche der Rechtswissenschaft, insbesondere rechtswissenschaftliche Publikationen mit Bezug zu angrenzenden Fachdisziplinen, z. B.

    Rechtskultur
    Recht und Gesellschaft
    Governance / Compliance
    Recht und Weltwirtschaftsordnung
    Ökonomische Analyse des Rechts
    Recht und Globalisierung /
    Recht und Migration
    Recht und Umwelt (Klimawandel, Biodiversität)
    Recht und Technik / Technologie
    Recht und Medizin
    Recht und Lebenswissenschaften
    Recht und Sprache / Literatur
    Recht und Kunst / Rechtsikonographie
    Recht und Gender / Feministische Rechtstheorie

Zum Erwerbungsprofil der Staatsbibliothek zu Berlin

Angesichts des sich beschleunigenden und von Seiten des Wissenschaftsrats zusätzlich beförderten Trends zur Internationalisierung der Rechtswissenschaften in Deutschland wird der Erwerbungsschwerpunkt des Fachinformationsdiensts unter sprachlichem Aspekt zunehmend auf englischen Veröffentlichungen liegen. Ausgenommen von dieser erwerbungsstrategischen Entscheidung sind allerdings diejenigen rechtswissenschaftlichen Themenbereiche, die auch in anderen – insbesondere westeuropäischen – Sprachen rezipiert werden. Beispielhaft sei hier das stark von Publikationen auf Französisch und Italienisch geprägte Feld der rechtshistorischen Forschung genannt. Darüber hinaus wird die Rechtsliteratur aus Staaten, deren Publikationsmarkt noch überwiegend von der jeweiligen Landessprache bestimmt ist, auch weiterhin bezogen – darunter vor allem China und Japan, aber auch der gesamte Komplex des Ostrechts.

Mit Blick auf die ebenfalls in dem angesprochenen Strategiepapier des Wissenschaftsrats monierte „Vermehrung der Kommentierungen zu bereits mehrfach kommentierten Gesetzen“ wird der Fachinformationsdienst seine Erwerbungsaktivitäten in diesem Bereich künftig auf die Beschaffung von Kommentarliteratur zu bisher nicht oder nur unzureichend behandelten oder besonders aktuellen Rechtsthematiken konzentrieren. Gleiches gilt zudem auch für Lehr- und Handbücher, die nur dann Berücksichtigung finden können, wenn sie neben ihrer didaktischen Ausrichtung auch einen erheblichen wissenschaftlichen Mehrwert erkennen lassen.

Suche nach neueren Beständen zur Rechtswissenschaft

Die nach 1909 erworbenen Materialien und ältere Literatur in Auswahl sind im elektronischen Katalog der Staatsbibliothek (StaBiKat) verzeichnet und alphabetisch bzw. zum Teil sachlich suchbar.

Suche in der Virtuellen Fachbibliothek <intR>²

Für eine umfassende Recherche auch außerhalb der Bestände der Staatsbibliothek zu Berlin nutzen Sie bitte den Discovery Service der Virtuellen Fachbibliothek <intR>².

Der rechtswissenschaftliche Altbestand ist eine wertvolle Quelle für die historische  Forschung.

Für die thematische Online-Recherche nach Titeln der Erscheinungsjahre 1501-1955 steht Ihnen die juristische Systematik des Alten Realkatalogs zur Verfügung.

Weiterführende Bestandsbeschreibung Rechtswissenschaft

Projekte:

Die Virtuelle Fachbibliothek <intR>² ist das zentrale Serviceportal des Fachinformationsdiensts für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung. Alle angebotenen Dienstleistungen dienen dem übergreifenden Ziel, qualitätsgesicherte Fachinformationen und Forschungspublikationen aus dem Bereich der internationalen Rechtswissenschaft sowie der juristischen Grundlagenfächer und Nachbardisziplinen gebündelt nachzuweisen und komfortabel zugänglich zu machen.

Derzeit stehen die folgenden wissenschaftlichen Informations- und Serviceangebote zur Verfügung:

  • eine Suchmaschine für rechtswissenschaftliche Forschungsliteratur
  • ein virtueller Lesesaal für hochspezialisierte und in Deutschland bislang kaum verfügbare Datenbanken und Zeitschriften renommierter Verlage wie Brill und Oxford University Press (zugangsbeschränkt)
  • ein personalisierter Fernleihservice (zugangsbeschränkt)
  • ein kostenfreier On Demand-Digitalisierungsdienst für forschungsrelevante Quellen und Forschungsliteratur aus dem historischen Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin
  • das erste rechtswissenschaftliche Open Access-Repositorium in Deutschland
  • ein tagesaktueller Blog-Aggregator der jüngsten Beiträge aus der internationalen rechtswissenschaftlichen Blogosphäre
  • ein Zeitschrifteninhaltsdienst zur Information über neuerschienene Aufsätze aus allen Bereichen der internationalen und interdisziplinären Rechtsforschung
  • eine Übersicht der juristischen Neuerscheinungen aus deutschen Verlagen
  • eine Übersicht der Neuerwerbungen des Fachinformationsdiensts für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung

Übersicht über die Projekte der Staatsbibliothek zu Berlin.

Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft betreibt der Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung <intR>²Dok - das erste juristische Open Access-Repositorium in Deutschland. Diese von der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation zertifizierte Publikationsinfrastruktur bietet dem wissenschaftlichen Personal von Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen die Möglichkeit zur kostenfreien öffentlichen Zugänglichmachung sowie zur elektronischen Langzeitarchivierung persistent adressierbarer und damit dauerhaft zitierfähiger Erst- und Zweitveröffentlichungen aus allen Bereichen der internationalen und interdisziplinären Rechtsforschung – unter Einschluss von Blogposts, Konferenzaufzeichnungen, Postern und Forschungsdaten.

Übersicht über die Projekte der Staatsbibliothek zu Berlin.

In einem – von der DFG geförderten - Kooperationsprojekt mit dem Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte werden möglichst alle juristischen Zeitschriften des deutschen Sprachgebietes mit Erscheinungsbeginn 1703 bis 1830, wie sie in der Bibliographie von Joachim Kirchner aufgeführt sind, digitalisiert. Von den insgesamt 247 Titeln liegen 31 bereits in digitaler Form vor, so dass sich das Projekt auf insgesamt 216 Zeitschriften erstreckt. Projektgegenstand ist die Image-Digitalisierung der Zeitschriften sowie die formale Erschließung der Einzelbeiträge (Aufsätze, Miszellen, Rezensionen etc.) durch die Erstellung von Metadaten. Mit dem Projekt werden die Zeitschriften aller deutschsprachigen Territorien und aller juristischen Disziplinen in digitale Form überführt und der Wissenschaft in zeitgemäßer, elektronischer Weise zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Übersicht über die Projekte der Staatsbibliothek zu Berlin.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat darüber hinaus ein eigenes Digitalisierungsprojekt des Sondersammelgebietes Recht der Staatsbibliothek zu Berlin zum deutschen Territorialrecht von 1801 bis 1900 bewilligt. Ziel des hier beantragten Vorhabens ist die Digitalisierung von rechtshistorischen Quellen aus dem Publikationszeitraum 1801-1900 mit dem Schwerpunkt auf dem deutschen Partikularrecht. Zunächst ist das Projekt damit auf ein Kernstück der historischen Rechtssammlung der Staatsbibliothek zu Berlin, den weltweit dichtesten Bestand zum deutschen Territorialrecht mit einem hohen Anteil seltener sowie unikaler Literatur begrenzt und umfasst ein Volumen von ca. 12.500 Bänden auf ca. 2,5 Mio. Seiten. Langfristig sollen alle maßgeblichen Bestandteile des gemeinfreien Korpus an juristischer Literatur in ein digitales Format überführt werden. Die Digitalisate werden ins Netz und damit der Forschung weltweit unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Eine grundlegende Strukturdatenerfassung, die auf funktionale Navigierbarkeit abhebt, erfolgt vor der Präsentation im Internet. Damit wird ein unmittelbarer Zugang geschaffen, der die Anforderungen des netzbasierten wissenschaftlichen Arbeitsverhaltens bedient. Die Bildqualität des digitalisierten Materials wird so gewählt, dass ein automatisiertes Texterkennungsverfahren problemlos angewendet werden kann. Weitere Informationen finden Sie hier.

Übersicht über die Projekte der Staatsbibliothek zu Berlin.

Die Staatsbibliothek zu Berlin ist aufgrund ihrer reichhaltigen Bestände an Preußischen Rechtsquellen bekannt. Mit dem Projekt Preußische Rechtsquellen Digital möchte sie einen Teil dieser Sammlung der Fachöffentlichkeit in digitaler Form zur Verfügung stellen.
Hauptaugenmerk des Digitalisierungsprojektes ist der gezielte und verbesserte Zugriff auf die einzelnen Quellen nach verschiedenen Gesichtspunkten, die das einfache und schnelle Auffinden ermöglichen sollen.

Übersicht über die Projekte der Staatsbibliothek zu Berlin.

Lesesäle:

Handbibliotheken zur Rechtswissenschaft finden Sie in den Allgemeinen Lesesälen:

Haus Potsdamer Straße:
Signaturen: HB 10

Haus Unter den Linden:
Signaturen: HA 10

Die Bücher werden in beiden Häusern nach derselben Systematik aufgestellt.

Sie können im StaBiKat auch über die Lesesaal-Systematik navigieren.

In den Handbibliotheken zur Rechtswissenschaft finden Sie:

  • wichtige Nachschlagewerke (fachliche und terminologische Wörterbücher, Abkürzungsverzeichnisse, Fachadressbücher) und Handbücher
  • wichtige Gesetzes-, Verordnungs- und Amtsblätter sowie Gesetzes- und Entscheidungssammlungen, Fundstellenverzeichnisse
  • Kommentare und Lehrbücher
  • die wichtigsten Fachzeitschriften mit dem aktuellen Jahrgang, z. T. mit mehreren Jahrgängen (weitere Zeitschriften befinden sich im Magazin und müssen bestellt werden)

Bibliographien zur Rechtsgeschichte finden Sie im Haus Unter den Linden:

  • HA 1 R (Gesellschaftswissenschaften)

In der HB 10 Potsdamer Straße stehen Werke zum deutschen, internationalen und ausländischen Recht zur Verfügung, jedoch nur eine kleine Auswahl von Werken zum Recht Osteuropas, Afrikas, Asiens und Ozeaniens sowie zum Recht Spaniens, Portugals, Lateinamerikas und der Karibik.

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