Sammlungsübersicht

Die Staatsbibliothek zu Berlin hat in ihrer mehr als 360-jährigen Geschichte als Universal- und Forschungsbibliothek wertvolle Sammlungen erwerben können, die sich durch eine hohe Materialvielfalt auszeichnen. Darunter befinden sich zum Beispiel abendländische, orientalische und ostasiatische Handschriften, geographische Karten, Globen und Atlanten, Musiknoten, Autographe und Nachlässe sowie historische und moderne Druckschriften.

Diese Übersicht bietet einen Zugang zu ausgewählten Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin.
Über weitere Bestände informieren die jeweiligen Abteilungen.
 

A

Die Sammlung der Abteilung Handschriften und Historische Drucke umfasst aktuell etwa 22.000 Buchhandschriften des Mittelalters und der (Frühen) Neuzeit. Etwa 2.000 Bände gehörten 1661 bereits zum Gründungsbestand der Kurfürstlichen Bibliothek. Im ersten "Catalogus Manuscriptorum" beschrieb ihr Bibliothekar, Johann Raue (1610-1679), 1668 die Handschriften noch in der Reihenfolge ihrer Aufstellung. 160 Jahre darauf organisierte der Oberbibliothekar Friedrich Wilken (1777-1840) die Manuskripte dann in ihren noch heute gültigen Sprach-, Sach- und Provenienzgruppen, erstmals wurden auch entsprechende Signaturen vergeben (Mss. germ., Mss. gall., Mss. graec., Mss. lat., Mss. boruss., Mss. theol. lat. usw.). Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts erhielt der Handschriftenbestand durch planvolle Erwerbungen u.a. aus dem Besitz namhafter europäischer Bibliophiler wie Sir Thomas Phillipps (1792–1872) und Alexander Hamilton (1767–1852), 10. Duke of Hamilton (Mss. Phill. und Mss. Ham.) schließlich seinen Charakter als akademische Sammlung. Er wurde zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Philologien und historischen Wissenschaften hin ausgerichtet. Dabei galt das Hauptaugenmerk speziell den textuellen Grundlagen der entstehenden Germanistik.

Orientalische und Musikhandschriften gehören nicht zum Sammlungsbestand der Handschriftenabteilung. Sie werden von der Orient- bzw. Musikabteilung betreut.

Diese Sammlung umfasst 22000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Buchgestaltung | Buchillustration, Einzelne Buchgattungen und Buchformen, Geschichte des Buches und Buchwesens, Akademieschriften, Handschriftenkunde

Sprache

Übergreifend, Latein, Griechisch, Deutsch

Region

Europa

Material

Handschriften

Zeit

500-1450, 1450-1600, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

Handschriftenportal

Benutzung

Vivarium 

Kontakt

Dr. Robert Giel (Referatsleiter) – robert.giel@sbb.spk-berlin.de

Dr. Bertram Lesser (Wiss. Mitarbeiter) – bertram.lesser@sbb.spk-berlin.de

Dr. Nicole Eichenberger (Wiss. Mitarbeiterin) – nicole.eichenberger@sbb.spk-berlin.de

Mehr zum Thema

Signaturenübersicht

Handschriftenzentren

Handschriftenportal

Der Nachlass Chamissos, erworben 1937/38, ist einer der bedeutendsten der Staatsbibliothek. Er umfasst in 37 Kästen den gesamten wissenschaftlichen, literarischen und privaten Nachlass Chamissos und enthält über 20.000 Einzeldokumente.

Die wissenschaftlichen Arbeiten des Naturforschers Chamisso sind weit umfangreicher, aber auch unbekannter als die literarischen Arbeiten des Dichters der wunderbaren Märchennovelle um Peter Schlemihl.

Bedingt durch Auslagerung während des 2. Weltkrieges und Beschlagnahme wurde der Nachlass in der Lenin-Bibliothek in Moskau grob (auf Russisch) verzeichnet und in Mappen gelegt. Der Titel der einzelnen Mappen wurde anläßlich der Rückgabe des Nachlasses 1958 an die Deutsche Staatsbibliothek in einem maschinenschriftlichen Verzeichnis kurz auf Deutsch charakterisiert.

Der Nachlass wurde nun im Verbundkatalog Kalliope vollständig erschlossen. Das gemeinsames Projekt der Staatsbibliothek und der Robert Bosch Stiftung war auch ein Pilotprojekt zur Erschließung anderer Chamisso-Sammlungen in verschiedenen Naturkunde- und Botanischen Museen. Außerdem dient es als Pilotprojekt bei dem Vorhaben, die Korrespondenzen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts anhand der Nachlässe von Alexander von Humboldts Briefpartnern zu erschließen. Chamisso spielt dabei eine wichtige Rolle als bedeutender Dichter, Anthropologe, Natur- und Sprachwissenschaftler. Der Nachlass Chamissos ist jetzt seit April 2014 auch online.

 In der Datenbank Kalliope werden  sämtliche Lebenszeugnisse, Manuskripte und Korrespondenzen Chamissos aus dem Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin archivalisch und wissenschaftlich erschlossen.

Die Benutzung ist frei zugänglich. Verwertungen in Publikationen bedürfen einer Genehmigung durch die Staatsbibliothek zu Berlin und einer wissenschaftlichen Zitation.

Eine vorzügliche Faksimileausgabe der Handschrift von Peter Schlemiel´s Schicksale mit  diplomatischer Transkription erschien 2013  im Findling Verlag Kunersdorf.

Diese Sammlung umfasst 20000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Allg. Naturwissenschaft u. Wissenschaftsgeschichte, Geowissenschaften, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Fachübergreifende Sammlungen, Allgemeines, Biographische Lexika u. Quellen, Wissenschaftskunde u. -organisation, Geographie, Allgemeine Geographie, Allgemeine Geschichte, Neuere Geschichte (1789-1914), Handschriftenkunde, Kunstgeschichte, Philosophie, Regionalforschung, Australien, Ozeanien, Europa ohne Osteuropa, Lateinamerika u. Karibik, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Latein, Griechisch, Chinesisch

Region

Afrika, Südafrika <Staat>, Asien, Indonesien, Europa, Deutschland, Frankreich, Meere, Nordamerika, Südamerika, Brasilien, Cayman Islands, Chile, Übergreifend

Material

Audiovisuelle Medien, Bilder | Fotografien, Druckschriften, Elektronische Medien, Handschriften, Einblattdrucke, Nachlässe | Autographen | Briefe, Karten | Atlanten | Globen

Zeit

1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Karten, Handschriften und Historische Drucke

Harnack war  protestantischer Theologe und Kirchenhistoriker. Besondere Bedeutung gewann er als Wissenschaftsorganisator in Preußen  zu Beginn des 20. Jahrhunderts und als Generaldirektor der heutigen Staatsbibliothek. 

Er wurde 1851 in Dorpat/Livland geboren, studierte in Leipzig, promovierte 1873 und habilitierte sich dort 1874 zum Professor der Theologie. Er lehrte in Leipzig, Gießen, Marburg und Berlin. Bekannt sind seine im Wintersemester 1899/1900 gehaltenen Vorlesungen über "Das Wesen des Christentums". Er verfasste ein dreibändiges "Lehrbuch der Dogmengeschichte".

Harnack prägte Generationen von Theologen, auch  Dietrich Bonhoeffer, dessen Nachlass in der Staatsbibliothek aufbewahrt wird.  Harnack war von 1911 bis 1930 der erste Präsident der auf seinen Vorschlag hin gegründeten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der heutigen Max-Planck-Gesellschaft.

Von 1905 bis 1921 war Harnack Generaldirektor der Königlichen Bibliothek in Berlin. 1914 wurde er in den preußischen Adelsstand erhoben. Harnack starb am 10.Juni 1930 in Heidelberg. 1938 übergaben die Erben nach dem Tod der Witwe Harnacks den wissenschaftlichen Nachlass der Preußischen Staatsbibliothek. Der Übergabevertrag vermerkt 100 Pakete:

  1. Die wissenschaftliche Korrespondenz
  2. Kolleghefte, Kollegmanuskripte, Buchmanuskripte
  3. Sonderdrucke
  4. Akten zu verschiedenen wissenschaftlichen, kulturpolitischen und politischen Aktionen
  5. Personalpapiere Adolf von Harnacks, Ehrungen und Diplome.

Die Erben behielten Handmaterial für eine etwaige 2. Auflage der Harnack-Biografie und den Briefwechsel mit seiner Familie.

Im Auftrag der Staatsbibliothek inventarisierte Harnacks Sohn Axel von Harnack den Nachlass. In einem Aufsatz nimmt er folgende Einteilung vor:

  1. Personalpapiere, Ehrendiplome
  2. Handschriften einzelner Werke
  3. Kolleghefte
  4. Konzepte von Vorträgen und Aufsätzen
  5. Briefe an und  von Harnack.  

 Der Nachlass umfasst heute 48 Kästen, er wird durch die Datenbank Kalliope erschlossen. 

1987/88 wurden der Staatsbibliothek zu Berlin von Gustav-Adolf von Harnack vereinzelte Teile des wissenschaftlichen Nachlasses sowie eine kleine Familienkorrespondenz übergeben. Zudem befinden sich in der Sammlung Darmstaedter 283 einzelne Briefe  und ein Druck.

Weitere Nächlässe von namhaften Familienmitgliedern konnten erworben werden. Nachweise dazu ebenfalls in der Datenbank Kalliope.

Diese Sammlung umfasst 3000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Buchwesen, Bibliothekswesen, Geschichte des Buches und Buchwesens, Fachübergreifende Sammlungen, Akademieschriften, Allgemeine u. fachübergreifende Zeitschriften, Zeitungen, Allgemeines, Hochschul- u. Universitätswesen, Geschichte, Allgemeine Geschichte, Neueste Geschichte (1914-), Regionale Geschichte, Handschriftenkunde, Kunstgeschichte, Philosophie, Rechtswissenschaft, Allgemeines, Europa ohne Osteuropa, Klassische Philologie, Theologie, Allgemeines, Bibelwissenschaft, Kirchengeschichte, Religionswissenschaften u. -geschichte (allgemein u. vergleichend)

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch

Region

Europa, Deutschland, Estland, Lettland

Material

Nachlässe | Autographen | Briefe, Bilder | Fotografien, Druckschriften, Handschriften, Einblattdrucke

Zeit

1900-2000

Abteilung

Allgemeine Druckschriften, Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

Benutzung

Handschriften-Lesesaal

Kontakt

Dr. Monika Linder, Referatsleiterin Nachlässe und Autographen
monika.linder@sbb.spk-berlin.de

Die Sammlung afrikanischer Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin umfasst rund 700 Objekte aus Subsahara-Afrika. Dazu gehören vor allem Swahili-Handschriften sowie Handschriften in weiteren afrikanischen Sprachen wie beispielsweise Amharisch, Harari, Herero, Shambala, Silti, Xhosa oder Zaramo.

Die insgesamt 125 Swahili-Handschriften bilden das größte Korpus innerhalb der Sammlung. Es umfasst Dichtungen, Briefe, Sprachproben, Wortlisten sowie Korrespondenz aus Missionsstationen. Einige Stücke liegen als Konvolute mit mehreren Briefen oder Zetteln vor. Große Teile des Bestands stammen aus der Sammlung von Ernst Dammann (1904-2003), der sie während seiner Tätigkeit als Missionar in Tanga und durch spätere Korrespondenz zusammentrug und später der Staatsbibliothek schenkte.
Hinzu kommt ein Nachlass des Afrikanisten August Klingenheben (1886-1967) mit Aufzeichnungen zur liberianischen Vai-Sprache (Signatur: Hs or 2372).

Die islamischen Handschriften Äthiopiens gehören ebenfalls zu diesem Bestand. Ausgenommen sind jedoch die christlich-äthiopischen Handschriften, die in der Staatsbibliothek zu Berlin eine eigene Sammlung unter dem Titel „Äthiopische Handschriften“ bilden.

Als wichtigste Findmittel für die afrikanischen Handschriften dienen die beiden Bände des Verzeichnis der Orientalischen Handschriften in Deutschland (VOHD):

Diese Sammlung umfasst 700 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Fachübergreifende Sammlungen, Handschriftenkunde, Regionalforschung, Afrika südlich der Sahara, Sprach- und Literaturwissenschaften, Sonstige Sprachen

Sprache

Arabisch, Übergreifend

Region

Afrika

Material

Handschriften

Zeit

1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Orient

Nachgewiesen in

Qalamos
StabiKat

Benutzung

Orient- und Ostasienlesesaal

Kontakt

Für die Benutzung:
Orientabteilung

Für fachliche Anfragen:
Meliné Pehlivanian
Stellvertretende Leiterin der Orientabteilung und Fachreferentin für Afrikanistik, Armenisch, Äthiopisch und Moderne Türkei

Mehr zum Thema

Ernst Dammann: Afrikanische Handschriften in Deutschland (München 1990).

Das Porträt Alexander von Humboldts (1769-1859), dem universalen, weltbekannten Naturforscher, Wissenschaftler und Schriftsteller hängt nun im neuen Rara Lesesaal der Staatsbibliothek im Haus Unter den Linden. Er stand im Mittelpunkt des geistigen Lebens Preußens und erhielt die Ehrenbürgerwürde Berlins im Jahr 1856. Sein Nachlass ist einer der umfangreichsten und vielfältigsten  von über 1600 Nachlässen in der Bibliothek. Die Bibliothek schätzt das Werk des großen Naturforschers und bewahrt seine Druckschriften und Tausende von handschriftlichen Aufzeichnungen. Er nutzte auch die damals Königliche  Bibliothek und  wußte  um die finanziellen Schwierigkeiten beim Kauf teurer Bücher und den Aufbau einer Universalsammlung.  

Spuren von Humboldts Wirken findet man überall in den Sammlungen der Staatsbibliothek.1828 bat Humboldt den jungen Felix  Mendelssohn Bartholdy, für einen Naturforscher-Kongress eine Kantate zu komponieren, sie ist als „Humboldt-Kantate“ bekannt und befindet sich in der Musikabteilung. Humboldt schenkte der Bibliothek einige Objekte, die er von seiner russisch-sibirschen 1829 Reise mitgebracht hatte, darunter einen Blockdruck, der in Chinesisch und Mandschurisch die Sonnenfinsternis von 1817 darstellt, sowie einen Geomantenkompass. Karten und auch den  Atlas zu Neu-Spanien befinden sich  wie auch das Archiv der Gesellschaft für Erdkunde mit ihren Humboldt Werken  in der Kartenabteilung.  
"Über die unterirdischen Gasarten... von 1799  und andere Erstausgaben seiner Werke gehören zu unseren Beständen.
1839 schrieb Charles Darwin an Alexander von Humboldt einen Brief, in dem Darwin dem erfahrenen Forscher von seinen Erkenntnissen zu Meerestemperaturen in der Nähe der Galapagos-Inseln berichtete. In der Sammlung von Ludwig Darmstaedter in der Handschriftenabteilung, dem großen Förderer der Bibliothek und Sammler naturwissenschaftlicher Dokumente  befindet sich diese Korrespondenz und große Teile des handschriftlichen Humboldt  Nachlasses.   Großartige Erwerbungen der letzten Jahre ergänzen den Besitz an Humboldtiana der Staatsbibliothek.  

2012 konnte das Adress- und Notizbuch Alexander von Humboldts erworben werden. Seit 2014 gehören nun auch  9 Bände der amerikanischen Reisetagebücher mit über 4000 Seiten zum Besitz der Staatsbibliothek.

"Männer müssen handeln und sich nicht dem Schmerz überlassen."

Nach diesem Motto gelang es Humboldt  von Spanien aus eine Forschungsreise nach Mittel- und Südamerika vorzubereiten und den Kontinent von 1799 bis 1804 zu bereisen.  Nun wurden in einem gemeinsamen Projekt mit der Universität Potsdam  diese Tagebücher erschlossen und digitalisiert.

 

Diese Sammlung umfasst 10000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Biologie, Chemie/Pharmazie, Geowissenschaften, Land/Forstwirtschaft, Mathematik/Informatik, Medizin, Physik, Buchhandel und Verlagswesen, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Allgemeines, Allgemeine Geographie, Kartographie, Allgemeine Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Neuere Geschichte (1789-1914), Allgemeines, Sozialgeschichte, Europa ohne Osteuropa, Lateinamerika u. Karibik, Nordamerika, Ost- u. Südosteuropa, Vorderer Orient u. Nordafrika, Zentral- u. Südasien, Sonstige Sprachen, Technik, Sport

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch

Region

Asien, Europa, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Polen, Portugal, Russland, Spanien, Dominikanische Republik, Honduras, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Panama, Amerikanisch-Samoa, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Guatemala, Guyana, Kolumbien, Panama, Surinam, Trinidad u. Tobago, Venezuela

Material

Druckschriften, Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe, Musikalien, Einblattdrucke, Bilder | Fotografien, Karten | Atlanten | Globen, Zeitschriften | Zeitungen, Einbände

Zeit

1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Allgemeine Druckschriften, Handschriften, Historische Drucke, Karten

Die Sammlung amtlicher Publikationen bietet Zugang zu internationalen Regierungsdokumenten über die Jahrhunderte hinweg. Heute verschiebt sich der Bereitstellung zunehmend auf digitale Angebote.

Die Staatsbibliothek sammelt deutsche amltliche Publikationen zentral nach verbindlichen Abgaberegeln, zudem koordiniert sie als Tauschzentrale den internationalen amtlichen Schriftentausch. Weiterhin bewahren wir Veröffentlichungen großer internationaler Organisationen, dazu zählen besonders die Vereinten Nationen und die Europäische Union.

Amtliche Publikationen entstehen im Auftrag öffentlicher Einrichtungen. Dazu zählen Behörden, öffentliche Institutionen und Religionsgemeinschaften. Sie enthalten vielfältige Inhalte zu Staat, Gesellschaft und Kultur. Diese Quellen zeigen das breite Spektrum staatlichen Handelns.

Die Sammlung blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sie enthält wertvolle Bestände seit dem 18. Jahrhundert. Der Bestand blieb im Krieg weitgehend erhalten. Dadurch stehen heute besonders viele seltene Quellen zur Verfügung.

Maier, Susanne: Perspektiven auf die Sammlung amtlicher Publikationen an der Staatsbibliothek zu Berlin. In: Parlaments- und Behördenbibliotheken im digitalen Wandel, hrsg. Holger Scheerer. De Gruyter Saur, 2026, S. 171-192. https://doi.org/10.1515/9783111615851-017

Maier, Susanne: Clio-Guide: Amtliche Publikationen. In: Clio Guide – Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften, hrsg. von Silvia Daniel, Wilfried Enderle, Rüdiger Hohls, Thomas Meyer, Jens Prellwitz, Claudia Prinz, Annette Schuhmann, Silke Schwandt, 3. erw. und akt. Aufl., Berlin 2023. https://doi.org/10.60693/wtmz-e235

Stanek, Ursula: Amtsdruckschriften in der Staatsbibliothek zu Berlin. Tradition und Zukunft. In: Bibliotheksmagazin 3 (2006), S. 20-23. Den Beitrag finden Sie zum Download als PDF unter https://staatsbibliothek-berlin.de/fileadmin/user_upload/zentrale_Seiten/ueber_uns/Publikationen/Bibliotheksmagazin/Bibliotheksmagazin_2006_3.pdf

Datenbank-Infosystem: Amtliche Veröffentlichungen

Diese Sammlung umfasst 100000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Parlamentsschriften u. Amtsdruckschriften

Sprache

Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Druckschriften, Elektronische Medien

Zeit

1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Allgemeine Druckschriften

Nachgewiesen in

StaBiKat

Benutzung

Allgemeine Lesesäle

Kontakt

Susanne Maier / Bestandsentwicklung und Metadaten
susanne.maier@sbb.spk-berlin.de

Mehr zum Thema

Bei dem Archiv der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei handelt es sich um 69 Foliobände, in die nach chronologischer Folge sämtliche von der Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei Decker für preußische Ministerien gedruckten Einzelausgaben von Gesetzen, Verordnungen und Instruktionen eingebunden wurden. Die in dieser Form einmalige Sammlung erwarb die Preußische Staatsbibliothek 1926/27, nachdem sie von einem Nachfahren der Familie Decker, Baron H. R. von Decker auf Schloss Dittersbach (Kr. Lüben, Schlesien), zum Kauf angeboten worden war; die Verlagsfirma befand sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Familienbesitz.
Da die Berliner Verlegerdynastie Decker als preußische Hofbuchdrucker von 1763 bis 1816 das Monopol für amtliche Drucke besaß, bietet die Sammlung eine gute und verlässliche Zusammenstellung preußischer Edikte, die hier in ihrer ersten, ursprünglichen und authentischen Druckvariante erscheinen.
Zwar finden sich diese Einzelausgaben preußischer Edikte zumeist auch in später veröffentlichten Edikten-Sammlungen wieder, die ebenfalls im historischen Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin vorhanden sind, aber nur in dieser Sammlung sind sie chronologisch geordnet und einzeln verzeichnet. Somit stellt das Archiv der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei eine einmalige Quelle für die rechtshistorische Forschung dar. In den späteren Jahrgängen finden sich neben den Edikten zudem vermehrt auch sonstige Drucksachen wie Stimmzettel, Anteilsscheine, Einladungskarten oder Fahrpläne.
Die im Jahr 1927 ebenfalls angekauften Akten und Briefschaften der Firma Decker befinden sich jetzt als "Archiv der Decker'schen Geheimen Oberhofbuchdruckerei 1712-1866" in der Handschriften-Abteilung . Im Landesarchiv Berlin werden darüber hinaus Patente und Privilegien der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei aufbewahrt. Alle Foliobände sind erhalten und werden in der Rara-Sammlung aufbewahrt, lediglich der handschriftliche Registerband gilt als vermisst. 

Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Decker, Rudolph Ludwig von · Deckersche Geheime Ober-Hofbuchdruckerei (Berlin) · Preußische Edikte · Einzelne Drucksachen zur Verfügung.

Weitere Quellen zum preußischen Recht
Sammelbände zum preußischen Recht (Miszellanbände, Amtliche Gesetz-Sammlungen und Privatsammlungen) finden sich in der Online-Version der Historischen Systematik bei den Quellen zum preußischen Recht.

Zwei Edikten-Sammlungen sind besonders hervorzuheben: Das Corpus Constitutionum Marchicarum (CCM) und das Novum Corpus Constitutionum Prussico-Brandenburgensium (NCC). Gemeinsam bieten sie eine Zusammenstellung brandenburgischer bzw. brandenburg-preußischer Gesetze von 1298 bis 1810, die allerdings nicht ganz deckungsgleich mit dem Deckerschen Archiv ist: Nicht nur unterscheiden sie sich aufgrund ihrer sachlichen Ordnung und z.T. geographischen Beschränkung: In die brandenburgische Edikten-Sammlungen haben überdies nicht alle Erlasse Eingang gefunden. Sowohl CCM (Signatur: HA 10 Bo 72, HA 10 Bo 73 und HA 10 Bo 75) als auch NCC (Signatur: HA 10 Bo 76 und HA 10 Bo 77) sind im Lesesaal aufgestellt, darüber hinaus sind sie als 'Preußische Rechtsquellen Digital' benutzbar.

Durch Königliche Verordnung vom 27. Oktober 1810 wurde die Publikation von Gesetzen zur Aufgabe der preußischen Staatsbehörden erklärt, deshalb ist Rechtsquelle für den Zeitraum von 1810 bis 1906 die Gesetzsammlung für die Königlich-Preußischen Staaten, die sich ebenfalls im Lesesaal (HA 10 Bo 100) befindet.

Diese Sammlung umfasst 6000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Geschichte, Rechtswissenschaft

Sprache

Deutsch

Region

Europa, Deutschland

Material

Druckschriften

Zeit

1800-1900, 1700-1800

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

StaBiKat
Historische Systematik

Benutzung

Rara-Lesesaal

Kontakt

Michaela Scheibe

Mehr zum Thema

Königliche Geheime Ober-Hofbuchdruckerei (Berlin) im Kalliope-Verbundkatalog
Ober-Hof-Buchdruckerei bei Die Sprache der Monarchie | Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Die Familie Decker in: Schmidt: Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker | via Zeno.org 

Literatur

  • Potthast, August: Die Abstammung der Familie Decker : Festschrift bei hundertjähriger Dauer des königlichen Privilegii der Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei ; am 26. Oktober 1863. - Reprint der Orig.-Ausg. Berlin, Decker, 1863. - Heidelberg : Decker, 1988. - 61 S. : Ill
  • Lendenmann, Fritz: Deckersche kleine Verlagsgeschichte. - Heidelberg : v. Decker, 1988. - 84 S. : Ill

Die Staatsbibliothek zu Berlin sammelt seit ihrer Gründung im Jahre 1661 Orientalia, darunter auch armenische Handschriften und Drucke. Bis heute wird diese Sammlung vermehrt – so gelang es gerade auch in den letzten Jahren durch gezielte Ankäufe und Recherchen in Magazinen und Katalogen, sowie durch Nachkatalogisierung den reichen Bestand an armenischen Frühdrucken nachzuweisen und zu erweitern.

Die armenische Druckgeschichte begann 1512 in Venedig. Hier in der Druckhauptstadt dieser Zeit stellte Yakob Meghapart in einer Offizin mit der Druckermarke DIZA fünf armenische Büchlein religiös-esoterischen Inhalts her. Diese frühe Hinwendung zum Buchdruck unterscheidet die Armenier von den meisten anderen Kulturen des Orients, die den Schritt von der Handschrift zum Buchdruck erst im Laufe des 17. bzw. 18. Jahrhunderts gingen. Die Geschichte des armenischen Buchdruckes verlief jedoch nicht geradlinig – vielmehr verdrängte das gedruckte Buch die alte armenische Handschriftentradition erst Anfang des 19. Jahrhunderts vollständig. Wenn wir von armenischen Frühdrucken sprechen meinen wir somit Bücher die in der Zeit von 1512 bis 1800 erschienen sind. Erscheinungsorte sind Venedig, Amsterdam und Konstantinopel, die armenischen Druckzentren dieser Zeit, außerdem Nor Dschugha/Isfahan, Madras, Kalkutta, Lvov oder Sankt Petersburg. Erst 1771 konnte auf dem Territorium des heutigen Staates Armenien selbst gedruckt werden.

Heute gehen wir von einem deutschlandweit einmaligen Bestand an armenischen Frühdrucken von ca. 200 Titeln aus. Im Rahmen zweier Ausstellungen der Staatsbibliothek zu Berlin – „Armeni syn die menschen genant“ 1999 und „Exotische Typen“ 2006 – konnte er einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und in Katalogen beschrieben werden. Armenische Frühdrucke zählen ob ihrer Seltenheit und typographischen Eigenheiten zu den Rara der Staatsbibliothek zu Berlin. 

Diese Sammlung umfasst 200 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Fachübergreifende Sammlungen, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie

Sprache

Armenisch

Region

Armenien, Indien, Iran, Türkei, Europa

Material

Druckschriften

Zeit

1450-1600, 1600-1700, 1700-1800

Abteilung

Historische Drucke, Orient

Nachgewiesen in

StabiKat

Benutzung

Venedig

Kontakt

Meliné Pehlivanian
Stellvertretende Leiterin der Orientabteilung und Fachreferentin für Afrikanistik, Armenisch, Äthiopisch und Moderne Türkei

Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt den größten Bestand armenischer Handschriften in Deutschland.

Die ersten vier Handschriften gelangten bereits im 17. Jahrhundert durch den Orientalisten Theodor Peträus (1630-1672) in die damalige Kurfürstliche Bibliothek. Im 19. Jahrhundert, in dem die orientalische Sammlung der Königlichen Bibliothek insgesamt großen Zuwachs erhielt, kamen weitere 95 Handschriften hinzu. Sie stammten überwiegend aus Persien und dem Osmanischen Reich und wurden als Teil der Sammlungen Minutoli und Petermann erworben.

Zu den ältesten Beständen gehören sieben vollständige Handschriften aus dem 14. Jahrhundert. Sogar noch älter sind Fragmente in Erkatagir-Schrift, die auf das 9. und 10. Jahrhundert zurückgehen. Es handelt sich um Reste älterer Handschriften, die als sogenannte fliegende Blätter am Anfang und Ende jüngerer Handschriften als Schutzblätter vorgebunden wurden.
Die jüngsten Exemplare der Sammlung stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Von den insgesamt 142 Handschriften sind fünfzig illuminiert, darunter auch vierundzwanzig komplette Evangeliare.

Die Berliner armenischen Handschriften sind in den folgenden Katalogen nachgewiesen:

Diese Sammlung umfasst 142 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Fachübergreifende Sammlungen, Handschriftenkunde, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie

Sprache

Armenisch

Region

Asien, Armenien, Iran, Türkei

Material

Handschriften

Zeit

500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Orient

Nachgewiesen in

Qalamos
StabiKat

Benutzung

Orient- und Ostasienlesesaal

Kontakt

Für die Benutzung:
Orientabteilung

Für fachliche Anfragen:
Meliné Pehlivanian
Stellvertretende Leiterin der Orientabteilung und Fachreferentin für Afrikanistik, Armenisch, Äthiopisch und Moderne Türkei

Lange galten die beiden Gouachen, die Maria Clara Eimmart von der Sonnenfinsternis am 12. Mai 1706 anfertigte als verschollen. Inzwischen konnte ein Exemplar in den noch unbearbeiteten Materialien der Kartenabteilung wiederentdeckt werden.
Astronomische Darstellungen befinden sich sowohl in den Bänden des Alt- und Rara-Bestandes der Bibliothek, als auch in der Kartenabteilung. In der Signaturengruppe Kart. A sind etwa 700 Himmelskarten, Darstellungen des Sonnensystems, des Mondes und der Planeten sowie weiterer Himmelserscheinungen zusammengefasst. Darunter befindet sich ein Korrekturexemplar der Segmente zu Johann Elert Bodes Himmelsglobus (Berlin 1804), handgezeichnete Darstellungen des Mondes von Wilhelm Beer und Johann Heinrich Mädler (ca. 1850) oder die monatlich über ein Jahr hinweg in Paris beobachteten Anblicke des Sternenhimmels einer Marthe Loyau (ca. 1850).
Daneben sind zahlreiche astronomische Atlanten vom 16. Jahrhundert bis in die heutige Zeit vorhanden.

Diese Sammlung umfasst 700 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Kartographie

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch

Region

Weltraum

Material

Karten | Atlanten | Globen

Zeit

1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Karten

Nachgewiesen in

StabiKat
IKAR-Altkartendatenbank

Benutzung

Kartenlesesaal Karthago

Kontakt

Kartenabteilung / Dr. Markus Heinz
markus.heinz@sbb.spk-berlin.de

 

Auguste Hauschner war eine deutsche, in Prag 1850 als Auguste Sobotka, geborene Schriftstellerin. Sie starb 1924 in Berlin, wo sie nach dem Tod ihres Mannes Bruno Hauschner  in ihrer Wohnung "Am Karlsbad 25 "  die alte Salonkultur wiederbelebte und eine große Schar von Künstlern und  jungen Autoren um sich hatte.

Als Autorin von über 15 Büchern und zahlreichen Artikeln wurde sie aber bald von ihrer Leserschaft und auch von der germanistischen Forschung vergessen. Der  Mitherausgeberin ihrer Briefe- Lotte Bloch-Zavel,  verdankt die  Staatsbibliothek  Briefe,  Manuskripte und persönliche Dokumente von Auguste Hauschner. Sie übergab 1932 den Nachlass an die Bibliothek. 

Besonders die umfangreiche Korrespondenz u.a. mit Lou Andreas Salomé, Max Brod, Romain Rolland,  Max Liebermann, Fritz Mauthner  und Gustav Landauer ist für die Zeit- und Kulturgeschichte des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts äußerst aufschlussreich. Es gibt z.B.  ergreifende persönliche Dokumente, in denen junge Autoren vom Ersten Weltkrieg 1914-1918 berichten und eine umfangreiche Korrespondenz mit Gustav Landauer.

Diese Sammlung umfasst 2000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Bibliophilie (inkl. Buchbesitzzeichen u. allg. Gelehrtenbibliotheken), Allgemeine Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Neueste Geschichte (1914-), Kunstgeschichte, Theater, Allgemeines, Sozialgeschichte, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik

Sprache

Deutsch, Englisch

Region

Material

Bilder | Fotografien, Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe, Einblattdrucke

Zeit

1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Allgemeine Druckschriften, Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

  • Kalliope
  • Nachlassverzeichnis im Handschriftenlesesaal

Benutzung

Handschriften-Lesesaal

Kontakt

Dr. Monika Linder, Referatsleiterin Nachlässe und Autographen
monika.linder@sbb.spk-berlin.de

Mehr zum Thema

Werke von Auguste Hauschner im Stabikat:
H.S. Lange , "Wir stehen alle wie zwischen zwei Zeiten" 

Die Sammlung historischer Ausländischer Zeitungen reicht bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts zurück und umfasst ca. 150 Titel mit 3000 Bänden im Signaturenbereich Ztg 1 - Ztg 5000. Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien sind im 18. Jahrhundert besonders gut repräsentiert.
Schon im frühen 19. Jahrhundert sind auch Zeitungen aus Russland, Polen, den Ländern der Donaumonarchie und vieles andere mehr vorhanden.

Im 1824 eingerichteten Journalzimmer der Staatsbibliothek konnten bereits kontinuierlich ausländische Zeitungen gelesen werden. Aber auch schon vorher war das Lesen, zum Teil sogar die Ausleihe möglich, wie E.T.A. Hoffmann über die Lektüre des „Moniteur universel“ berichtet.

Diese Sammlung umfasst 3000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Sprache

Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Zeitschriften | Zeitungen

Zeit

1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Allgemeine Druckschriften

Nachgewiesen in

StabiKat

Benutzung

Lesesaal für Zeitungen

Kontakt

Wissenschaftliche Dienste / Fachgebiet Zeitungen
Christoph Albers

Verwandte Themen

ZEFYS

 

"Autogr. I und eine laufende Nummer " ist die Signatur für die Sammlung von Einzelautographen der Staatsbibliothek zu Berlin.

Bisher sind es über 5000 Schriftstücke. Die Sammlung von Einzelstücken bedeutender Persönlichkeiten wurde 1963 von der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz begonnen. Seit der Vereinigung der beiden Staatsbibliotheken 1992 wird diese Signatur fortgeführt.

Sie enthält hand- oder maschinengeschriebene Stücken aus allen Gebieten der Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft und Privatdokumente. Das sind Briefe, Einzelmanuskripte, Notizen, Postkarten, Gedichte, signierte Fotos und Faksimiles aus dem 17. bis 20. Jahrhundert. Sie reicht bis in die Gegenwart und wird laufend ergänzt.  Durch Einzelautographen werden die bereits vorhandenen Nachlässe ergänzt und bemerkenswerte Briefe und Manuskripte weiterer Persönlichkeiten gesammelt, die den Bestand der Handschriftenabteilung, auch den Gesamtbestand der Bibliothek ergänzen. Auch Neuerwerbungen und Geschenke für diese Sammlung werden in der Datenbank Kalliope katalogisiert. 

Diese Sammlung umfasst 7000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Biologie, Chemie/Pharmazie, Geowissenschaften, Land/Forstwirtschaft, Mathematik/Informatik, Medizin, Physik, Allgemeines, Bibliophilie (inkl. Buchbesitzzeichen u. allg. Gelehrtenbibliotheken), Bibliothekswesen, Geschichte des Buches und Buchwesens, Geschichte des Buchhandels, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Allgemeines, Wissenschaftskunde u. -organisation, Allgemeine Geographie, Allgemeine Geschichte, Alte Geschichte, Frühe Neuzeit (1500-1789), Historische Hilfswissenschaften, Neueste Geschichte (1914-), Regionale Geschichte, Handschriftenkunde, Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Photographie, Theater, Allgemeines, Militärgeschichte, Sozialgeschichte, Allgemeines, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Klassische Philologie, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Romanistik, Slawistik, Allgemeines, Bibelwissenschaft, Judaistik, Kirchengeschichte, Religionswissenschaften u. -geschichte (allgemein u. vergleichend), Allgemeines, Wirtschaftsgeschichte

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Niederländisch, Übergreifend

Region

China, Indien, Australien, Ozeanien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Niederlande, Russland, Schweden, Vatikanstadt, Meere, Nordamerika, Übergreifend

Material

Einblattdrucke, Nachlässe | Autographen | Briefe, Handschriften, Bilder | Fotografien

Zeit

1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Kinder- und Jugendliteratur, Osteuropa, Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

Kalliope

Benutzung

Handschriften-Lesesaal

Kontakt

Dr. Monika Linder, Referatsleiterin Nachlässe und Autographen
monika.linder@sbb.spk-berlin.de

Die als "Sammlung Adam" bekannte Autographensammlung wurde 1980 von der Staatsbibliothek erworben. Der im Jahr zuvor verstorbene  Berliner Kaufmann Herbert Adam, hatte über Jahre Autographen aus allen Gebieten-Wissenschaft, Literatur, Bildende Kunst, Theater, Musik zusammengetragen.

Die Sammlung umfasst 139 Kästen, die Musikautographen (10 Kästen, Nr. 130-139) werden seit 1987 in der Musikabteilung der Staatsbibliothek erschlossen. Einen  weiteren Teil der Sammlung - Dokumente zur Geschichte aus verschiedenen Bereichen, übernahm das Geheime Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Die Autogrammsammlung enthält Teile älterer Autographensammlungen: Eduard Fischer von Röslenstamm, Carl und Wilhelm Künzel, Elise Freifrau von Koenig-Warthausen. Wichtig sind die in der Sammlung Adam enthalteten Nachlässe und Nachlassteile von Georg Joachim Göschen, August von Kotzebue, Carl Ferdinand Langhans, Fanny Lewald-Stahr, Friedrich von Schiller, Karl Gottfried Theodor Winkler, Friedrich Kind.

 Die Sammlung enthält außerdem Teile von wichtigen Verlags- und Buchhandelsarchiven, von Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen, Schriftsteller-, Kunst- und Künstlervereinen, sowie von Kunsthandlungen.

Unter Verschiedenes wurden auch noch Ballonbriefe, Freimaurerdokumente, Hexenprozeßakten  und Autographen von Hellsehern und Gedankenlesern gesammelt.

Diese Sammlung umfasst 10000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Biologie, Chemie/Pharmazie, Geowissenschaften, Physik, Bibliophilie (inkl. Buchbesitzzeichen u. allg. Gelehrtenbibliotheken), Bibliothekswesen, Buchhandel und Verlagswesen, Geschichte des Buchhandels, Künstlerbuch, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Allgemeines, Frühe Neuzeit (1500-1789), Neuere Geschichte (1789-1914), Neueste Geschichte (1914-), Regionale Geschichte, Handschriftenkunde, Kunstgeschichte, Kommunikationsdesign | Gebrauchsgraphik, Theater, Musikwissenschaft, Philosophie, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik, Romanistik, Theologie

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch

Region

Deutschland, Frankreich

Material

Musikalien, Bilder | Fotografien, Zeitschriften | Zeitungen, Druckschriften, Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe

Zeit

1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Musik, Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

  • Bestandskatalog im Handschriftenlesesaal
  • Kalliope

Benutzung

Handschriften-Lesesaal

Kontakt

Dr. Monika Linder, Referatsleiterin Nachlässe und Autographen
monika.linder@sbb.spk-berlin.de

 

Ältere Karten

Karten und Atlanten aus der Zeit zwischen dem 16. und dem Ende des 20. Jahrhunderts stellen die ganze Welt und astronomische Phänomene dar. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf topographischen Kartenwerken. Die handgezeichneten, großmaßstäbigen Kartenwerke preußischer und benachbarter Territorien aus der Sammlung des Preußischen Generalstabs sind hierbei von Bedeutung.

Dazu zählen:

  • das Schmettausche Kartenwerk
  • die Kurhannoversche Landesaufnahme
  • die Urmesstischblätter

Weitere wichtige Gruppen sind:

  • Stadtpläne
  • Geschichtskarten
  • Seekarten
  • thematische Karten
  • geologische Karten
  • Sprachkarten

Kleinere Bestände sind beispielsweise Globen, Kartenreliefs, Wandkarten oder kartographische Spiele.

Literatur zur Geschichte der Kartographie ist im Lesesaal Karthago verfügbar oder über den Stabikat bestellbar.

Nicht Teil der Sammlung sind Katasterkarten, Satelliten- und Luftbilder oder Medienkartographie.
Ebenfalls nicht vertreten – oder lediglich als Faksimiles – sind mittelalterliche Karten. Die Abteilung Handschriften und Historische Drucke bewahrt in geringem Umfang Originale auf.
Karten zu Asien finden sich auch in der Ostasien- und in der Orient-Abteilung.

Eine Auswahl besonderer Bestände wird in den „Kartographischen Highlights“ vorgestellt. Neben den bei Forschenden gefragten topographischen Landesaufnahmen finden sich dort auch kleinere und kuriose Teilsammlungen. Dazu zählen beispielsweise Globen aus Berliner Produktion, Kartenspiele oder Stoffkarten.

Diese Sammlung umfasst 999999 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Kartographie

Sprache

Übergreifend

Region

Übergreifend, Weltraum

Material

Karten | Atlanten | Globen

Zeit

1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Karten, Ostasien, Orient, Handschriften und Historische Drucke

Die Sammlung umfasst christlich-äthiopische Handschriften in Geʿez und Amharisch, von denen einige bereits kurz nach Gründung der Churfürstlichen Bibliothek in den Bestand gelangten. So befanden sich unter den 1682 angekauften orientalischen Manuskripten des Gelehrten Theodor Petraeus bereits drei Geʿez-Handschriften.

Die Sammlung wurde auch in der Folgezeit durch bekannte Namen weiter vergrößert: Der Orientalist und preußische Gesandte Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817), der Ägyptologe und Direktor der Königlichen Bibliothek Karl Richard Lepsius (1810-1884) sowie der Orientalist Julius Heinrich Petermann (1801-1876) brachten von ihren Reisen äthiopische Handschriften mit oder erwarben sie auf Auktionen. Auch Schenkungen und gezielte Ankäufe ließen den Bestand weiter wachsen. August Dillmann (1823-1894), selbst eine Koryphäe der Äthiopistik, konnte 1878 bereits 87 Handschriften in seinem Verzeichnis der abessinischen Handschriften auflisten und beschreiben.

Zu den herausragenden Exemplaren gehören:

  • eine hagiographische Sammlung (Legenden zu Heiligen- und Festtagen, Ms. or. fol. 117) aus dem 15./16. Jahrhundert
  • ein großformatiges Prachthomiliar (Predigtsammlung) aus dem 17. Jahrhundert (Ms. or. fol. 394) mit 50 farbigen, fein gearbeiteten Gemälden
  • ein Psalter aus dem 15./16. Jahrhundert (Ms. or. quart. 172), den August Dillmann als „die wertvollste der vielen Psalmenhandschriften unserer Sammlung" bezeichnete.

Bemerkenswert sind außerdem der Bestand volkstümlich illustrierter äthiopischer Zauberrollen sowie Mikrofilme von Handschriften aus der Tanasee-Region, die Ernst Hammerschmidt 1968 im Rahmen eines DFG-Projekts in Äthiopien fotografiert hatte. Sie wurden unter der Signatur „Tanasee 1–182" geordnet, in drei Katalogbänden beschrieben und der Forschung zugänglich gemacht.

Die äthiopischen Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin sind vor allem in den folgenden Katalogen verzeichnet:

Diese Sammlung umfasst 335 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Fachübergreifende Sammlungen, Handschriftenkunde, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie, Bibelwissenschaft

Sprache

Übergreifend

Region

Afrika, Äthiopien

Material

Handschriften

Zeit

1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Orient

Nachgewiesen in

Qalamos
StabiKat

Benutzung

Orient- und Ostasienlesesaal

Kontakt

Für die Benutzung:
Orientabteilung

Für fachliche Anfragen:
Meliné Pehlivanian
Stellvertretende Leiterin der Orientabteilung und Fachreferentin für Afrikanistik, Armenisch, Äthiopisch und Moderne Türkei

B

Die Sammlung umfasst die Autographen von Johann Sebastian Bach, die in der Staatsbibliothek zu Berlin in außergewöhnlicher Geschlossenheit bewahrt werden. So befinden sich heute etwa 80% aller erhaltenen Bach-Autographen in Berlin. Ihren Ursprung hat die Sammlung im 19. Jahrhundert, insbesondere durch die Musiksammlung von Georg Poelchau, die bedeutende Teile des Nachlasses von Carl Philipp Emanuel Bach sowie zahlreiche Autographen seines Vaters enthielt. Durch gezielte Ankäufe und Schenkungen u. a. von Institutionen wie der Sing-Akademie zu Berlin oder privaten Sammlern wuchs der Bestand kontinuierlich an. Außerdem umfasst die Sammlung Autographe und sehr frühe Quellenabschriften der vier komponierenden Bach-Söhne, Friedrich Wilhelm, Carl Philipp Emanuel, Johann Christoph Friedrich und Johann Christian.

Zur Sammlung gehören zentrale Werke Bachs, darunter

  • die Matthäus-Passion,
  • die Johannes-Passion,
  • zahlreiche Kirchenkantaten,
  • das Wohltemperierte Klavier,
  • die Kunst der Fuge
  • die h-Moll-Messe,
  • die Brandenburgischen Konzerte.

Ergänzt wird die Sammlung durch sekundäre Quellen wie zeitgenössische Abschriften, die besonders bei verlorenen Originalen eine wichtige Rolle spielen.

Im Zweiten Weltkrieg mussten Bestände der Staatsbibliothek ausgelagert werden, um sie vor Verlust zu schützen. Darunter befanden sich auch die wertvollen Bach-Bestände der Bibliothek, die zu einem kleinen Teil daher heute in der Krakauer Jagiellonen-Bibliothek aufbewahrt werden. Diese 13 Originalmanuskripte Bachs gelten weiterhin als Eigentum der Staatsbibliothek zu Berlin.

Der Bestand ist im Rahmen des von der DFG geförderten Projekts „Bach Digital“ digitalisiert und öffentlich zugänglich gemacht worden.

Die h-Moll-Messe Bachs wurde 2015 in das UNESCO-Register Memory of the World aufgenommen.

Diese Sammlung umfasst 20000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Allgemeine Geschichte, Musikwissenschaft

Sprache

Deutsch

Region

Deutschland

Material

Musikalien, Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe, Druckschriften, Einblattdrucke, Bilder | Fotografien, Einbände

Zeit

1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Musik

Die balneologische Literatur im historischen Druckschriftenbestand der Staatsbibliothek zu Berlin umfasst heute noch über 4.000 Titel aus den Jahren 1501-1955; Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem 18. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Glücklicherweise sind nur geringe Bestandslücken durch Kriegseinwirkungen entstanden (ca. 300 Titel müssen als vermisst gelten). Damit steht der Forschung neben den bedeutenden balneologischen Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek  und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  eine weitere, in ihrem Umfang einzigartige Sammlung zur Verfügung.
Schwerpunkt der Sammlung ist eindeutig die Literatur zum Bäderwesen Deutschlands sowie Österreichs (mit Böhmen) und der Schweiz. Aber auch das gesamte übrige Europa von Portugal bis Russland, von Schweden bis Griechenland ist mit zahlreichen Titeln vertreten. Eher exotisch wirken dagegen die wenigen Titel zu den außereuropäischen Regionen, so etwa Indien, Tunesien oder Chile. 

Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Balneologie zur Verfügung.

Diese Sammlung umfasst 6300 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Biologie, Chemie/Pharmazie, Medizin

Sprache

Übergreifend

Region

Europa

Material

Druckschriften

Zeit

1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Allgemeine Druckschriften

Die Beethoven-Sammlung ist die größte Sammlung weltweit an Autographen des Wiener Komponisten. Sie umfasst vor allem:

  • Originalhandschriften und Autographen von Beethovens Werken
  • ergänzt durch eine große Anzahl von Skizzen, Werkabschriften, biografischen Quellen und
  • Notendrucke/Erstdrucke.

Sie entstand ursprünglich aus der Sammlung Georg Poelchaus, eines Musiksammlers, dessen Bestände die Bibliothek 1841 ankaufte und in deren Folge 1842 die Musikabteilung gegründet wurde. Kurze Zeit später wurde der Beethoven-Nachlass von Anton Schindler (1846) angekauft, dazu kamen Groß- und Einzelerwerbungen als Ergänzung der Beethoven-Sammlung, darunter die Artaria-Sammlung und die Mendelssohn-Stiftung (1908). In Berlin wurde über die Jahrzehnte hinweg mehr als die Hälfte der erhaltenen Originalhandschriften Beethovens gesammelt, einschließlich der

  • Sinfonien Nr. 4, 5, 7, 8, 9,
  • den Klavierkonzerten Nr. 1–3 und 5,
  • der Oper Leonore/Fidelio
  • und der Missa solemnis.

Insgesamt umfassen die Bestände rund 100 Kompositionen im Autograph oder mit autographen Anteilen. Dazu kommen tausende Seiten Skizzenmaterial sowie viele Werkabschriften aus verschiedenen Schaffenszeiten. Die Konversationshefte ab 1818 liefern biographische Einblicke in das Leben und Wirken Beethovens und seines Umkreises. Ein berühmtes Schreiben an die „Unsterbliche Geliebte“ gehört zu den Originalbriefen.

Im Zweiten Weltkrieg mussten Bestände der Staatsbibliothek ausgelagert werden, um sie vor Verlust zu schützen. Darunter befanden sich auch die wertvollen Beethoven-Bestände der Bibliothek, die zu einem Teil daher heute in der Krakauer Jagiellonen-Bibliothek aufbewahrt werden. Diese Bestände gelten weiterhin als Eigentum der Staatsbibliothek zu Berlin.

Die 9. Sinfonie Beethovens wurde 2001 in das UNESCO-Register Memory of the World aufgenommen.

Diese Sammlung umfasst 2000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Neuere Geschichte (1789-1914), Handschriftenkunde, Musikwissenschaft

Sprache

Deutsch

Region

Deutschland, Österreich

Material

Druckschriften, Handschriften, Musikalien, Nachlässe | Autographen | Briefe, Bilder | Fotografien, Einbände

Zeit

1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Musik

Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen von Zeitungen aus Berlin und Umgebung. Beginnend mit den ab 1617 erschienen „Frischmanns Berichten“, die als Vorläufer der späteren „Vossischen Zeitung“ (1704 – 1934) gelten, ist die von 1740 bis 1874 erschienene „Haude- und Spenersche Zeitung“ nahezu vollständig im Papieroriginal vorhanden. Im Zuge der Märzrevolution 1848 entstanden in Berlin viele neue Titel, wie die „Lokomotive“ (1842 – 1849), die „Nationalzeitung“ (1848 – 1938), die „Neue Preußische Zeitung“ (1848 - 1929) oder die Satirezeitung „Kladderadatsch“ (1848 – 1944).

Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts kamen weitere wichtige Titel hinzu, wie die „Berliner Börsen-Zeitung“ (1864 – 1940), das „Berliner Tageblatt“ (1872 – 1939), der „Berliner Lokal-Anzeiger“ (1887 – 1944) und die ab 1898 erscheinende „Berliner Morgenpost“. Mitte der 1920er Jahre gab es in Berlin die größte Zeitungsdichte in Deutschland von geschätzt über 120 Tages- und Wochenzeitungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen die ersten Zeitungen in der sowjetischen Besatzungszone („Tägliche Rundschau“, „Berliner Zeitung" und "Das Volk"), etwas später folgt die Berliner Ausgabe der „Neuen Zeitung“ in der amerikanischen Besatzungszone. Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 haben sich in Berlin 12 Tages- und Wochenzeitungen fest etablieren können, die von der Bibliothek alle vollständig im Papieroriginal und auf Mikrorollfilm gesammelt werden.

Diese Sammlung umfasst 100 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Allgemeines, Frühe Neuzeit (1500-1789), Neuere Geschichte (1789-1914), Neueste Geschichte (1914-), Regionale Geschichte, Medien- und Kommunikationswissenschaften

Sprache

Deutsch

Region

Europa

Material

Zeitschriften | Zeitungen

Zeit

1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Allgemeine Druckschriften

Nachgewiesen in

StaBiKat

Benutzung

Zeitungslesesaal

Kontakt

Wissenschaftliche Dienste / Fachgebiet Zeitungen
Christoph Albers

Mehr zum Thema

ZEFYS

Die Bibliothek des Diplomaten Heinrich Friedrich von Diez wurde in seinem Todesjahr 1817 erworben und umfasste ca. 17.000 Drucke und 856 Bände Handschriften. Diez verkehrte mit den Gelehrten seiner Zeit und empfing an seiner Tafel fast täglich Gäste, zu denen unter anderen Alexander von Humboldt gehörte. Auch Goethe zog aus den wissenschaftlichen Arbeiten von Diez seinen Nutzen, er führte mit ihm im Zusammenhang mit der Arbeit am "West-östlichen Divan" einen regen Briefwechsel. 
Seine Bibliothek vermachte Diez testamentarisch der Königlichen Bibliothek in Berlin mit der Auflage, sie stets in der überkommenen Weise beisammen zu lassen und sie gesondert aufzustellen. Obwohl Diez ausdrücklich betonte, dass ihm bei der Erwerbung von Büchern der Nutzen über die Schönheit und Seltenheit ging, besaß er doch eine große Anzahl seltener Erstausgaben, zahlreiche Drucke des 16. Jahrhunderts und andere zu den literarhistorischen Seltenheiten zählende Werke. 
Natürlich ist die Bibliothek in ihrer Gesamtheit ein außerordentlich interessantes Zeitdokument. Die ursprüngliche systematische Aufstellung wird bis heute beibehalten.

Diese Sammlung umfasst 17000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Fachübergreifende Sammlungen

Sprache

Arabisch, Deutsch, Übergreifend, Latein

Region

Übergreifend

Material

Druckschriften

Zeit

1450-1600, 1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Der Literaturwissenschaftler Bruno Kaiser (1911-1982) legte den Grundstock zu seiner Privatbibliothek bereits 1933 als Student und junger Journalist. 1938 mußte er als Jude ins Exil gehen. Seine Bibliothek wurde gerettet und überdauerte die Zeit in einem kleinen Thüringer Ort. In den Jahren des Exils trug er unter großen materiellen Entbehrungen wieder eine ansehnliche Sammlung zusammen, die er 1947 nach Berlin brachte und danach bis zu seinem Tode ergänzte, wobei die deutsche Literatur im Vordergrund stand. Sein Hauptinteresse galt den unscheinbaren, aber inhaltlich gewichtigen Ausgaben ebenso wie dem reizvoll illustrierten, schön gebundenen oder bibliophil gedruckten Buch. Ausgaben der Weimarer Klassiker bilden kleine Sondersammlungen.

Weiterhin umfasst die Heine-Sammlung Erstdrucke und illustrierte Ausgaben sowie mehrere Persiflagen auf "Deutschland, ein Wintermärchen". Die Werke der Autoren aus dem Vormärz und die Achtundvierziger, besonders Herwegh, Weerth und Freiligrath, sind stark vertreten. Auch die Literatur des 20. Jahrhunderts ist in zahlreichen schönen Ausgaben enthalten. Die moderne Buchkunstbewegung ist in interessanten Gestaltungen – zum Beispiel von Künstlern wie Käthe Kollwitz, Walter Mehring, Kurt Schwitters, Else Lasker-Schüler, Karl Walser, John Heartfield, Hans Meid, Max Pechstein, Rudolf Schlichter und George Grosz – vertreten. Die Produktion des Malik-Verlages war ebenfalls Sammelschwerpunkt von Kaiser.

Die Bibliothek wurde größtenteils 1967 gekauft, ein kleinerer Teil nach 1982 geschenkt mit der Verfügung, sie als geschlossene Sammlung zu erhalten. Sie umfasst insgesamt ca. 40.000 Drucke. Etwa 2.000 Kinderbücher werden in der Kinder- und Jugendbuchabteilung aufbewahrt, die rund 20.000 Blätter umfassende Exlibris-Sammlung und weitere damit verbundene Sammlungen sowie der schriftliche Nachlass sind Bestand des Referates Nachlässe und Autographen der Abteilung  Handschriften und Historische Drucke.

Diese Sammlung umfasst 40000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Fachübergreifende Sammlungen, Sprach- und Literaturwissenschaften

Sprache

Deutsch, Französisch, Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Druckschriften

Zeit

1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Friedrich Karl von Savigny wurde 1779 in Frankfurt am Main geboren. Bereits als Student der Rechte begann er, sich eine Fachbibliothek zusammenzustellen und baute sie planmäßig auf. Beeinflusst durch eine zweiundvierzigjährige akademische Lehrtätigkeit und Forschungen auf dem Gebiet des römischen Rechts, vergrößerte er die Bibliothek durch Kauf und Tausch, einiges kam durch Schenkungen hinzu. Auch mit Hilfe seiner Freunde ließ er sich, wie aus seinem Briefwechsel hervorgeht, in großem Umfang Bücher beschaffen. 

Auf Wilhelm von Humboldts Empfehlung wurde Savigny 1810 nach Berlin berufen. Als Fichte das Amt des Rektors der Universität niederlegte, erhielt Savigny 1812 das Rektorat. Nach seiner Entlassung als Minister und vor dem Hintergrund der politischen Unruhen des Jahres 1848 begann Savigny Vorkehrungen zum Schutz der wertvollsten Teile seiner Bibliothek zu treffen. Er wandte sich an den damaligen Leiter der Königlichen Bibliothek Berlin, den ihm auch als Herausgeber der "Monumenta Germaniae Historica" bekannten Georg Heinrich Pertz, mit der Bitte, den kleinsten und wertvollsten Teil seiner Bibliothek sowie eine Anzahl Handschriften in der Königlichen Bibliothek zu verwahren. Inhaltlich handelte es sich überwiegend um Quellenwerke zum römischen Recht. Von beiden Seiten wurde vorgesehen, diesen Depotbestand dauerhaft in der Königlichen Bibliothek zu belassen. Der überwiegende Teil der Hinterlassenschaft Savignys ist heute auf verschiedene Bibliotheken verteilt bzw. noch in Privatbesitz. Der größere Teil der Bibliothek wurde mit über 10.000 Bänden im Jahre 1959 von der Universitätsbibliothek Bonn aus Familienbesitz erworben.

Diese Sammlung umfasst 100 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Rechtswissenschaft

Sprache

Latein, Deutsch, Übergreifend

Region

Europa

Material

Druckschriften

Zeit

1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Die Sammlung Varnhagen stammt aus dem Besitz des Diplomaten und Publizisten Karl August Varnhagen von Ense (1785–1858) und seiner Frau Rahel Varnhagen von Ense, geborene Levin (1771–1833). Sie wurde der Königlichen Bibliothek von der Nichte Karl Augusts, Ludmilla Assing, 1880 gestiftet. Varnhagen wirkte unter anderem von 1816 bis 1819 als Geschäftsträger Preußens am badischen Hof in Karlsruhe, bis er im Vorfeld der Karlsbader Beschlüsse wegen seiner liberalen Gesinnung beurlaubt wurde. 1825 erfolgte die endgültige Verabschiedung in den Ruhestand. Von da an war er in Berlin vor allem als Schriftsteller, politischer Publizist, Historiograph und Literaturkritiker tätig.

Seine Frau Rahel (nach der Taufe Antonie Friederike), Tochter eines Berliner Bankiers und Juweliers, galt als die bekannteste Berliner Jüdin des beginnenden 19. Jahrhunderts und als eine der geistreichsten Frauen ihrer Zeit. Einige, wie Börne und besonders Heine, verehrten in Rahel die Wegbereiterin des »Jungen Deutschland«. Ihr erster Berliner Salon in der Jägerstraße war ein Zentrum des künstlerischen und literarischen Lebens und Anziehungspunkt für jeden durchreisenden Fremden. Neben ihrem Salon pflegte sie einen umfangreichen Briefwechsel mit über 300 Korrespondenten.

Bibliothek und Nachlass des Ehepaars kamen 1880 in die Königliche Bibliothek. Der handschriftliche Nachlass befindet sich auf Grund der Kriegsverlagerungen gegenwärtig in der Biblioteka Jagiellonska in Krakau. Die dem Nachlass zugeordnete Bibliothek umfasst heute etwa 2.000 Drucke und spiegelt das geistige Leben der Zeit ebenso wie die politischen und kulturellen Interessen ihrer beiden Besitzer wider.

Diese Sammlung umfasst 2000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Fachübergreifende Sammlungen, Sprach- und Literaturwissenschaften

Sprache

Deutsch, Russisch, Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Druckschriften

Zeit

1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

StaBiKat

Benutzung

Rara-Lesesaal

Kontakt

Michaela Scheibe

Mehr zum Thema

Die Kinder- und Jugendbuchabteilung besitzt eine Sammlung von Bilderbogen, welche die bedeutendsten deutschen Produktionen in repräsentativer Auswahl enthält. Besonders groß ist der Bestand an „Münchener Bilderbogen“ aus dem Hause Braun & Schneider sowie den im Verlag Gustav Weise erschienenen „Deutschen Bilderbogen“, die nahezu komplett vorliegen. Von den „Neuruppiner Bilderbogen“ ist eine Auswahl der für Kinder veröffentlichten Blätter vorhanden. Darüber hinaus enthält die Sammlung Beispiele aus verschiedenen deutschen Städten u.a. Berlin, Dresden und Nürnberg, darunter auch einige sehr seltene Stücke.

Aus dem (heutigen) europäischen Ausland liegen eine überschaubare Anzahl von Bögen aus Wissembourg (Weißenburg, Elsass) sowie aus Épinal vor, dem einstmaligen französischen Herstellungszentrum dieser Materialart.

Auch Kriegsbilderbogen, vor allem aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, zählen zur Sammlung, obgleich es sich nicht um genuin kinder- und jugendliterarisches Material handelt.

Die Bilderbogen werden im StabiKat nachgewiesen.

Diese Sammlung umfasst 5000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Neuere Geschichte (1789-1914), Kinder- u. Jugendbuchliteratur

Sprache

Deutsch

Region

Deutschland

Material

Einblattdrucke, Spiele

Zeit

1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Kinder- und Jugendliteratur

Nachgewiesen in

StaBiKat

Benutzung

Kinder- und Jugendbuchabteilung / Lesesaal

Kontakt

Kinder- und Jugendbuchabteilung / Sigrun Putjenter
sigrun.putjenter@sbb.spk-berlin.de

Mehr zum Thema

Kinder- und Jugendbuchabteilung / Einblattmaterialien

Das "Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten des 19. Jahrhunderts" wurde von Franz Brümmer bis zu seinem Tod betreut und herausgegeben. Es war das deutsche Dichterlexikon und hatte den Anspruch, alle Autoren zu erfassen. 

Franz Brümmer , 1836 in der kleinen brandenburgischen Stadt Wusterhausen an der Dosse (Kreis Ruppin) geboren, arbeitete ab  1863 als Lehrer und Organist an der Knabenschule in Nauen, wo er seit 1869 an der höheren Bürgerschule tätig war, ab 1879 als Konrektor.

Seit 1869 beschäftigte sich Brümmer sehr intensiv mit der deutschen Literatur. Angeregt wurde er dazu besonders durch einen Beitrag in der "Stuttgarter Allgemeinen Familienzeitung": Der Verfasser beklagt darin, dass die Lebensverhältnisse der jüngeren Dichter oftmals in keinem Lexikon und keiner Enzyklopädie verzeichnet seien. Brümmer fasste darauf den Plan zu einem solchen Lexikon, in dem gerade auch die jüngeren, zeitgenössischen Dichter vertreten sein sollten. 1876 publizierte er das zweibändige "Deutsche Dichter-Lexikon. Biographische und bibliographische Mitteilungen über deutsche Dichter aller Zeiten. Unter besonderer Berücksichtigung der Gegenwart. Für Freunde der Literatur." Aus diesem ging nach dem Konkurs des Verlegers Krüll (1879) Brümmers Hauptwerk, das Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten hervor. 1882 erhielt er vom Verlag Philipp Reclam jun. den Auftrag, für die "Universalbibliothek" ein neues Dichter-Lexikon zu schaffen.Es  erschien in 7 Auflagen.

Die Staatsbibliothek erwarb 1918, noch zu Lebzeiten, Brümmers Nachlass. Mit diesem Nachlass gingen ca. 6000 eigenhändige Briefe mit Autobiographien von deutschen Schriftstellern aller denkbaren literarischen Richtungen in den Besitz der Staatsbibliothek über. Hinzukamen ca. 4000 biographische Mitteilungen Dritter. Nach Brümmers Tod 1923 wurden der Staatsbibliothek weitere, als "Nachträge" bezeichnete Briefe übergeben, die Brümmer in seinen lexikographischen Arbeiten nicht mehr verwenden konnte. Diese 10000 Dokumente, die Grundlage von Brümmers lexikographischer Arbeit, werden in Kästen und in Briefbänden verwahrt. Der Nachlass enthält Briefe aus den Jahren 1872-1922, denen neben zum Teil umfangreichen Biographien in einigen Fällen auch Fotos der Schriftsteller beigefügt waren.

Seit dem Jahr 2008 wird der Nachlass  in einem Projekt mit der HU Berlin digital erschlossen und bisher nicht erfasste Dokumente werden ediert. An der Transkription der  zahlreichen  Briefe [Link zu http://bruemmer.staatsbibliothek-berlin.de/nlbruemmer/kontakt/ prüfen]
können sich alle Interessierten beteiligen.

Diese Sammlung umfasst 20000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Allgemeines, Buchhandel und Verlagswesen, Allgemeines, Biographische Lexika u. Quellen, Allgemeine Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Neueste Geschichte (1914-), Regionale Geschichte, Handschriftenkunde, Europa ohne Osteuropa, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik

Sprache

Deutsch

Region

Deutschland

Material

Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe, Bilder | Fotografien, Druckschriften

Zeit

1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Allgemeine Druckschriften, Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

  • Kalliope
  • Ausgaben des Lexikons im Stabikat 

Benutzung

Handschriften-Lesesaal

Kontakt

Dr. Monika Linder, Referatsleiterin Nachlässe und Autographen
monika.linder@sbb.spk-berlin.de

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C

Die Musikabteilung der Staatsbibliothek beherbergt die weltweit größte Quellensammlung zu Carl Maria von Weber. Den Grundstein dieser Kollektion bildet die Schenkung des Freischütz-Autographs durch die Witwe des Komponisten Caroline von Weber im Jahr 1851.
Die Urenkelin Mathilde von Weber entschied 1956, das bis dahin von der Familie bewahrte Werkarchiv (Kompositionen und Schriften im Autograph, Briefe, Tagebücher u. a.) nahezu vollständig in die Verwaltung der Bibliothek zu geben; im Weber-Gedenkjahr 1986 wurde dieses Depositum vom Ururenkel Hans-Jürgen von Weber in eine Schenkung umgewandelt.

Ergänzt wird der so genannte "Weber-Familiennachlass" durch die 1881 erworbenen "Weberiana" des Berliner Musikforschers Friedrich Wilhelm Jähns (1809-1888), der im Rahmen seiner Forschungen zu Weber eine äußerst umfangreiche Materialsammlung mit vielen weiteren Autographen sowie Abschriften heute verlorener Quellen zusammentrug.

Durch fortwährende Neuerwerbungen (vorwiegend Briefautographen und Notenantiquaria, u. a. 1992 Ankauf des Nachlasses des Weberforschers Hans Schnoor, 2007 Erwerbung des bis dahin noch in Familienbesitz befindlichen Autographs der Missa sancta G-Dur) wird der Weber-Bestand als einer der Sammelschwerpunkte der Musikabteilung weiter ausgebaut.

Diese Sammlung umfasst 100 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Musikwissenschaft

Sprache

Deutsch

Region

Deutschland

Material

Musikalien, Druckschriften, Bilder | Fotografien, Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe

Zeit

1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Musik

Nachgewiesen in

Bartlitz, Eveline:
Carl Maria von Weber. Autographenverzeichnis,
Berlin 1986 (Deutsche Staatsbibliothek, Handschrifteninventare, 9).

Benutzung

Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv

Kontakt

Frank Ziegler, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv
frank.ziegler@sbb.spk-berlin.de

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Die 1842 erworbene Sammlung Chambers bildet den Grundstock der indischen Handschriften der Staatsbibliothek, deren Anzahl heute schätzungsweise 10.000 beträgt. 

Sir Robert Chambers (1737 – 1803) war seit 1774 Richter, seit 1791 Oberrichter am Supreme Court in Calcutta, wo er in den Jahren 1774 – 1799 eine wertvolle Handschriften-Sammlung zusammentrug.

Nachdem sich Wilhelm von Humboldt bereits 1828 für deren Ankauf bei dem Minister der Geistlichen-, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten Freiherrn von Altenstein eingesetzt hatte, was zunächst an der geforderten Summe von £5000 scheiterte, wurde die im Auktionskatalog 844 Nummern umfassende Sammlung schließlich im Jahre 1842 für £1250  von der Königlichen Bibliothek ersteigert.
Der erste Ankauf einer so umfangreichen Sammlung von Sanskrit-Handschriften in Deutschland verlieh dem seinerzeit noch jungen Fach der Indologie einen beträchtlichen Aufschwung. Noch waren gedruckte Textausgaben in nur geringer Zahl erschienen, so dass man für die meisten Werke auf Handschriften angewiesen war. Die Königliche Bibliothek hatte bis dahin erst 31 Sanskrit-Handschriften erworben. Gelehrte wie August Wilhelm von Schlegel, Franz Bopp und Christian Lassen mussten zuvor nach Paris oder London reisen, um die Quellen im Original zu studieren. Bedeutende Bestände indischer Handschriften besaßen zur damaligen Zeit die Bibliothèque Impériale in Paris, die Bibliothek des East India House in London und die Bodleiana in Oxford. Mit dem Ankauf der Sammlung Chambers verfügte die Königliche Bibliothek zu Berlin dann über eine der vier umfangreichsten Sammlungen an Sanskrit-Handschriften in Europa. Sie enthält die Hauptwerke für fast jeden Literaturzweig; besonders reich aber ist die vedische Literatur vertreten. Es gab ursprünglich nur wenige Einbände. Zum  überwiegenden Teil bestand die Sammlung – ganz dem indischen Brauch entsprechend – aus lose gestapelten Blättern, die erst in Berlin einheitlich in blauem Saffian mit einfacher Vergoldung eingebunden wurden.
Beschrieben ist die Sammmlung Chambers zusammen mit 69 weiteren Sanskrit-Handschriften, die sich zur damaligen Zeit im Besitz der Königlichen Bibliothek befanden, im bereits 1853 erschienenen ersten Band des „Verzeichnisses der Sanskrit-Handschriften“ von Albrecht Weber. Während der Erarbeitung des Kataloges stellte sich heraus, dass die Sammlung auch zahlreiche unvollständige Handschriften und Konvolute aus Fragmenten verschiedener Texte enhält. Sie wurde daher zum Teil neu geordnet. Die 1339 Einträge bzw. Nummern im Katalog entsprechen der Anzahl der Texte.
Webers Werk ist zugleich der erste Band in der Reihe der „Handschriften-Verzeichnisse der Königlichen Bibliothek zu Berlin“.
 

Diese Sammlung umfasst 844 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Fachübergreifende Sammlungen, Handschriftenkunde, Philosophie, Sprach- und Literaturwissenschaften, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie

Sprache

Sanskrit, Hindi

Region

Asien, Indien

Material

Handschriften

Zeit

1450-1600, 1600-1700, 1700-1800

Abteilung

Orient

Nachgewiesen in

Albrecht Weber: Verzeichnis der Sanskrit-Handschriften (1853)

Benutzung

Orient- und Ostasienlesesaal

Kontakt

Für die Benutzung:
Orientabteilung

 

Mit 400 Titeln chinesischer Comics, sogenannter Lianhuanhua, aus den 1950’er Jahren besitzt die Staatsbibliothek zu Berlin eine Sammlung seltener Stücke, die einen Eindruck der ersten Jahre der Volksrepublik China vermitteln. Lianhuanhua waren zur damaligen Zeit in der VR China beliebte Medien nicht nur für Kinder, die sowohl der Unterhaltung als auch der Erziehung der Bevölkerung dienten. Aufgrund der Urheberrechtsgesetze können sie noch nicht digitalisiert werden, aber interessierte Nutzer:innen können die Hefte im Lesesaal der Bibliothek einsehen.

Diese Sammlung umfasst 400 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Geschichte

Sprache

Chinesisch

Region

China

Material

Druckschriften

Zeit

1900-2000

Abteilung

Ostasien

Nachgewiesen in

  • Ostasien-OPAC
  • StabiKat

Benutzung

Lesesaal Ostasien

Kontakt

Ostasien 
ostasien@sbb.spk-berlin.de

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Die Sammlung Unschuld in der Staatsbibliothek Berlin enthält 977 Handschriften zu medizinischen Themen, zusammengetragen über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten durch den renommierten Medizinhistoriker Prof. Paul U. Unschuld. Als Experte für die Geschichte chinesischer Medizin und Pharmakologie sammelte Unschuld bereits früh die häufig übersehenen Manuskripte, die nicht in Antiquariaten oder Buchläden, sondern auf Straßenflohmärkten angeboten wurden. Seine Sammlung erlaubt einen einzigartigen Einblick in die  Praxis chinesischer Heiler, Ärzte, Apotheker und Laien. Nahezu 400 Titel wurden digitalisiert und können in den Digitalen Sammlungen der Staatsbibliothek eingesehen werden.

Diese Sammlung umfasst 977 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Medizin

Sprache

Chinesisch

Region

China

Material

Druckschriften, Handschriften

Zeit

1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Ostasien

Die "Schlachtenkupfer" sind Kupferdrucke aus der Qing-Dynastie (1644-1911) in China. Sie zeigen Schlachten des Kaisers Qianlong (r. 1736-1795). Die Vorlagen wurden von europäischen Künstlern wie Giuseppe Castiglione S.J., Jean-Denis Attiret S.J., Ignatius Sichelbarth S.J. und Jean-Damascène Sallusti gemalt. Einige Drucke wurden in Paris angefertigt. Kaiser Qianlong ließ verkleinerte Kopien in Peking erstellen und im Stil von Georg Philipp Rugendas d.Ä. gravieren. Die Kupferdrucke dienten der Dokumentation der Expansion und der ideologischen Kontrolle der Historiographie. Sie sind Kunstwerke und politische Dokumente der imperialen Selbstinszenierung.

Diese Sammlung umfasst 64 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Ethnologie u. Kulturgeschichte, Frühe Neuzeit (1500-1789), Neuere Geschichte (1789-1914), Kunstgeschichte, Militärgeschichte, Ostasien, Ost- u. südostasiatische Sprachen u. Literaturen

Sprache

Chinesisch

Region

China

Material

Einblattdrucke

Zeit

1700-1800

Abteilung

Ostasien

D

Eine Besonderheit im breiten Bestand der Staatsbibliothek zu dem bedeutenden italienischen Dichter Dante Alighieri (1265-1321) stellt die Dante-Sammlung des Mediävisten und langjährigen Herausgebers der Deutschen Dante-Jahrbuchs Friedrich Schneider (1887-1962) dar, die im Jahre 1962 von der Deutschen Staatsbibliothek erworben wurde. Der Emeritus der Universität Jena hatte noch zu Lebzeiten die Übergabe seiner Bibliothek an die DSB veranlasst, um sie an zentraler Stelle der Forschung zugänglich zu machen. Die Sammlung mag als Beispiel für eine typische Gelehrtenbibliothek jener Jahre gelten, als „Muster für die praktische Organisation des Dantestudiums“ (Heintze).

1965 erschien ein von Edith und Horst Heintze zusammengestellter „Katalog der Dante-Bibliothek von Friedrich Schneider im Besitz der Deutschen Staatsbibliothek“, der die knapp 1878 Titel (etwa 7.000 Bände) mit einer recht fein gegliederten Systematik thematisch verzeichnet. Die Schwerpunkte der Sammlung werden hier rasch deutlich: Knapp ein Zehntel umfassen die Werke Dantes (165 Positionen), den Rest, also jeweils 45 % teilen sich die Dante-Studien vor allem aus dem 20. Jahrhunderts (862 Positionen), und die Literatur im Umkreis der Danteforschung (851 Positionen v.a. zur mittelalterlichen Geschichte und Scholastik sowie zur italienischen Literatur des Mittelalters). Dieser systematischen Aufstellung folgend wurden die Signaturen für die Dante-Sammlung vergeben. Die älteste Gesamtausgabe (Florenz 1921) erhielt die Signatur 4 ZZ 1, die zweitälteste (Oxford 1924) die Signatur 4 ZZ 2 usw. Im Stabikat ist die Sammlung über diese gesonderte Signatur mit dem Befehl xsgb 4zz? abrufbar.

Diese Sammlung umfasst 2000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Bibliophilie (inkl. Buchbesitzzeichen u. allg. Gelehrtenbibliotheken), Mittelalter, Europa ohne Osteuropa, Klassische Philologie, Romanistik

Sprache

Italienisch, Deutsch

Region

Deutschland, Italien

Material

Druckschriften

Zeit

500-1450, 1900-2000

Abteilung

Allgemeine Druckschriften

Nachgewiesen in

  • StaBiKat
  • Katalog der Dante-Bibliothek von Friedrich Schneider im Besitz der Deutschen Staatsbibliothek / zsgest. von Horst und Edith Heintze. - Berlin : Dt. Staatsbibliothek, 1965. - VIII, 183 S.

Benutzung

Allgemeine Lesesäle

Kontakt

Wissenschaftlicher Dienst / Fachgebiet Romanistik 
Dr. Ulrike Reuter

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Das Depositum Vilius Gaigalaitis beinhaltet wertvollsten Bestand an Baltica aus der rund 2000 Bände umfassende Bibliothek des litauischen Politikers und Theologen Prof. Dr. Vilius Gaigalaitis, der seit 1925 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Kaunas lehrte. Seine Bibliothek bietet ein breites Spektrum an Literatur.

Bestand

Das Depositum Gaigalaitis umfasst Titel aus der Zeit der nationalen Wiedergeburt, frühe Zeitungen, Lyrik, Prosa, theologische Literatur, politische Schriften, insbesondere aus der Zeit zwischen 1914 und 1939, aber auch Kleinschrifttum zu Problemen des täglichen Lebens sind enthalten. Ein vollständiges Spiegelbild des litauischen kulturellen Lebens zwischen etwa 1850 bis 1939 kann das Depositum mit knapp 2000 Titeln nicht sein, jedoch in seiner Gesamtheit sowie zusammen mit der in der Staatsbibliothek vorhandenen Literatur bietet es zur Erforschung der litauischen Kultur eine solide Quellengrundlage.

Recherche

Der Bestand des Depositums ist im StaBiKat sowie in dem gedruckten Sonderkatalog “Baltica. Depositum Vilius Gaigalaitis. Aus der Bibliothek Eduard Hermann“ (Bd. 1 in der Schriftenreihe der Osteuropa-Abteilung, ISBN 3-88053-013-0), erschlossen. Die Bibliothek Hermann bildet eine Ergänzung zum Depositum Gaigalaitis, insbesondere hinsichtlich der Sprach- und Literaturwissenschaft. Die Bearbeitung des Katalogs wurde aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Besondere Titel

Hervorzuheben ist die “Postilla“ des Jonas Bretkunas aus dem Jahre 1591 sowie frühe Ausgaben der Gebets- und Gesangbücher, hrsg. von Daniel Klein.

Standort

Der Originalbestand der Bibliothek von Vilius Gaigalaitis wurde bereits in den 1990er Jahren über das Litauische Ministerium für kulturelle Angelegenheiten der Republik Litauen, dem Wunsche Professor Gaigalaitis' entsprechend, an die Litauische Nationalbibliothek in Vilnius übergegeben. 

Die Sammlung des Depositum Gaigalaitis wurde verfilmt und kann in der Staatsbibliothek zu Berlin als Microfilm weiterhin benutzt werden.

Diese Sammlung umfasst 2000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Fachübergreifende Sammlungen, Ost- u. Südosteuropa

Sprache

Litauisch

Region

Litauen

Material

Druckschriften, Mikroformen

Zeit

1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Osteuropa

Nachgewiesen in

StaBiKat (im Depositum Gaigalaitis blättern) [Link defekt]
Baltica Depositum Vilius Gaigalaitis ; aus der Bibliothek Eduard Hermann / Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Osteuropa-Abteilung (gedruckter Katalog)

Benutzung

Osteuropa-Lesesaal
Allgemeine Lesesäle

Kontakt

Osteuropa-Abteilung | Ulrike Meyer-Plieske
ulrike.meyer-plieske@sbb.spk-berlin.de

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Dr. Franz Görner: Referat zum Depositum Gaigalaitis 
(gehalten auf der Internationalen Tagung “History of Lithuanian Library Holdings in the 2Oth Century“ in Vilnius 1993)

Die Zeitschrift " Der Sturm" - eine Wochenschrift für Kunst und Kultur- erschien von 1910 bis 1932 und war Wegbereiter des Expressionismus. Herwarth Walden eröffnete 1912 in Berlin  seine gleichnamige  "Sturm Galerie" und zog  somit die Avantgarde- Künstler nach Berlin. Eigentlich hieß er Georg Lewin, dessen Künstlername Herwart Walden und der Name "Sturm" waren Erfindungen seiner ersten  Ehefrau, die Dichterin Else Lasker- Schüler. In den Folgejahren blühte dieser Kunstort und die Maler der Moderne kamen nach Berlin. Das Sturmarchiv  belegt diesen lebhaften Betrieb. Die Ausstellungen wurden dokumentiert. Alle namhaften Künstler der Zeit sind vertreten. Die Sammlung enthält die Gästebücher der Salons, Einladungen, Fotos der ausgestellten Werke, Briefe und  Bücher mit handschriftlichen Anmerkungen.

Diese Sammlung  wird ergänzt durch die Handschriften "Hdschr. 118- 126", Gästebücher, Manuskripte, Fotoalben des "Sturm" und den Nachlass von Nell Walden. Die junge Schwedin Nell Roslund  hatte Herwart Walden  1912 geheiratet und zahlreiche der ausgestellten Werke erworben.  

Diese Sammlung umfasst 5 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Künstlerbuch, Fachübergreifende Sammlungen, Neueste Geschichte (1914-), Kunstgeschichte, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Kommunikationsdesign | Gebrauchsgraphik, Photographie, Musikwissenschaft, Allgemeines

Sprache

Deutsch, Französisch, Englisch

Region

Europa, Deutschland

Material

Zeitschriften | Zeitungen, Nachlässe | Autographen | Briefe, Handschriften, Druckschriften, Bilder | Fotografien

Zeit

1900-2000

Abteilung

Allgemeine Druckschriften, Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

Katalog im Handschriften-Lesesaal

Benutzung

Handschriften-Lesesaal 

Kontakt

Dr. Monika Linder, Referatsleiterin für Nachlässe und Autographen
monika.linder@sbb.spk-berlin.de

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Sturm-Archiv Herbert Waldens

Als Aldinen bezeichnet man die Drucke, die aus der Offizin der venezianischen Buchdruckerfamilie Manutius seit etwa 1489 hervorgegangen sind.

Die Drucke von Aldus d. Ä. stellen in mehrfacher Hinsicht einen frühen Höhepunkt in der Buchdruckergeschichte dar. Seine Ausgaben zeichnen sich durch Korrektheit und geschmackvolle Ausstattung aus. Man zählt unter ihnen 28 erste Ausgaben griechischer und römischer Klassiker. Andere enthalten aus Manuskripten kritisch berichtigte Texte. Das gilt besonders für neuere italienische Dichter, zum Beispiel Dante, Petrarca, Boccaccio. Aldus arbeitete auch ständig an der ästhetischen Verschönerung seiner Drucktypen. Von griechischen Typen, mit welchen vor ihm noch niemand so viel und so schön gedruckt hatte, ließ er nach und nach neun Varianten, von den lateinischen 14 fertigen.

Die in der Staatsbibliothek vorhandenen 800 Drucke in 1.088 Bänden des Aldus und seiner Nachfolger aus dem 16. Jahrhundert stellen eine der größten Sammlungen ihrer Art dar. In ihr sind vorwiegend Texte griechischer und römischer Autoren enthalten. Sie stammen in der Hauptsache aus der Bibliothek des Grafen Etienne Méjan (1765–1846), die König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen 1847 für 64.000 Taler gegen die harte Konkurrenz des Britischen Museums, des Königs von Bayern sowie finanzkräftiger englischer Bibliotheken und Antiquare erwarb und der Königlichen Bibliothek übergab. Nicht vorrangig der Inhalt, sondern die Erlesenheit der Ausgabe bestimmte die Sammeltätigkeit des Grafen Méjan. Er hatte zudem seine Bücher von den berühmtesten Pariser Buchbindern seiner Zeit, von Bozérian, Motet, Simier, Thouvenin und anderen, binden lassen, so dass sich anhand vieler auf dem Rücken signierter Einbände der Aldinen auch ein Stück Geschichte der französischen Buchbinderkunst im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts belegen lässt.

Diese Sammlung umfasst 800 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Buchwesen, Fachübergreifende Sammlungen, Geschichte

Sprache

Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Druckschriften, Einbände

Zeit

1450-1600, 1600-1700

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

StaBiKat
SBB16 - Drucke des 16. Jahrhunderts im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin
Gesamtkatalog der Wiegendrucke
Aldus Maunitus im Gesamtkatalog der Wiegendrucke

Benutzung

Rara-Lesesaal

Kontakt

Michaela Scheibe

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Der Nachlass beinhaltet Briefe aus der Zeit seiner Kindheit bis zu den letzten Briefen aus dem Wehrmachts­unter­suchungs­gefängnis in Tegel, Manuskripte, darunter die nicht vollendete Ethik, die Gedichte "Wer bin ich?"; und "Nächtliche Stimmen in Tegel", Aufzeichnungen, Lebensdokumente (Zeugnisse, Diplome, Ausweise) sowie Nachschriften seiner Vorlesungen; die Reste der Bibliothek Dietrich Bonhoeffers. Zum Nachlass Bonhoeffers gehören als Anhang die Nachlässe Eberhard Bethges (61 Kästen) sowie der Nachlass Carsten Nicolaisen (2 Ordner, 1 Mappe). 2006 konnte die Bibliothek um eine vierbändige Lutherausgabe Bonhoeffers aus dem Besitz seiner Schwester ergänzt werden. Der Nachlass wird ergänzt durch 2 Kästen mit Fotografien (Erg. 1) sowie die Berufungsunterlagen auf die Auslandspfarrstelle in London (Erg. 2). Dietrich Bonhoeffers gesamtes Leben ist also in seinem Nachlass dokumentiert und wird so in der Staatsbibliothek erfahrbar. 

Der Nachlass wurde 1996 von Renate und Eberhard Bethge erworben. In über 50jähriger Sammeltätigkeit hat das Ehepaar Bethge (er Student  Bonhoeffers in Finkenwalde und sein bester Freund, sie eine Tochter Rüdiger Schleichers und also Nichte Bonhoeffers) den eigentlichen, während der Zeit der Verfolgung sicher verborgenen Nachlass um ein umfangreiches Archiv mit Dokumenten (Originale, Kopien, Abschriften) zum Leben, Werk und zur Nachwirkung Bonhoeffers aus anderen Quellen erweitert. Der Nachlass sollte auf ausdrücklichen Wunsch des Ehepaars Bethge in Berlin bewahrt werden, in der Stadt, mit der die Familie Bonhoeffer und das Schicksal Dietrich Bonhoeffers entscheidend verbunden sind.

Diese Sammlung umfasst 100 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Neueste Geschichte (1914-), Philosophie, Theologie

Sprache

Deutsch

Region

Dänemark, Deutschland, Großbritannien

Material

Nachlässe | Autographen | Briefe, Bilder | Fotografien

Zeit

1900-2000

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Digitale Geodaten und aktuelle Karten

Die Sammlung digitaler Geodaten und aktueller Karten besteht zunehmend aus elektronischen Medien. Diese sind auf Datenträgern oder als Online-Publikationen verfügbar. Für Gebiete, für die keine digitalen Geodaten angeboten werden, erwirbt die Staatsbibliothek zu Berlin weiterhin analoge Karten. Ziel der Sammlung ist es, die Erdoberfläche und den Himmel möglichst vollständig abzudecken. Die Staatsbibliothek zu Berlin stellt teilweise in Zusammenarbeit mit Archiven und Datenanbietern skalierbare Geodaten bereit oder vermitteln diese. Sie baut das Angebot an Geodaten weiter aus und bietet auch Forschungsdaten an. Dazu zählen digitale (Geo-) Forschungsdaten, die aus unserer  Karten- und Geodatensammlung gewonnen, katalogisiert und zur Nachnutzung bereitgestellt werden.

Literatur zu Kartographie und Geodaten ist im Kartenlesesaal Karthago aufgestellt oder über den Stabikat zugänglich

Karten Lateinamerikas deckt die Bibliothek nur übersichtsartig ab. Für diese Region besteht eine Erwerbungsabsprache mit dem Iberoamerikanischen Institut, das lateinamerikanische Karten in seiner Arbeit schwerpunktmäßig berücksichtigt.

Diese Sammlung umfasst 200000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Kartographie

Sprache

Übergreifend

Region

Übergreifend, Weltraum

Material

Elektronische Medien, Karten | Atlanten | Globen

Zeit

2000-

Abteilung

Karten

Nachgewiesen in

Stabikat
Topoliste

Benutzung

Kartenlesesaal Karthago
Ausleihe (Literatur)

Kontakt

kartenauskunft@sbb.spk-berlin.de

Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt mit der Dokumentensammlung Ludwig Darmstaedter- als Sammlung Darmstaedter katalogisiert,  eine  einzigartige Sammlung zur Geschichte der Naturwissenschaften, der Medizin und der Technik. Sie entstand in den Jahren 1900- 1926, und wurde nach dem Tod des Stifters bis 1939 weitergeführt.

Die Sammlung umfaßt  ca. 400 000  Autographe als Briefe oder Manuskripte, Abschriften; Porträts, Faksimilia, Fotos, Zeichnungen, Zeitungsausschnitte und Sonderdrucke zu wissenschaftlichen und technischen  Errungenschaften der Zeit. Es wurden auch Akten aus dem preußischen Kultusministerium gesammelt, die eigentlich vernichtet werden sollten. Die Sammlung  enthält  auch ganze Nachlässe von  Gelehrten und Forschern. Die Materialien stammen aus den Anfängen des 16. Jahrhunderts bis 1939.   

Der Chemiker und Industrielle Ludwig Darmstaedter  schenkte der Staatsbibliothek im Jahr 1907 diese Sammlung. Bis zu seinem Tode im Jahr 1926 arbeitete er ehrenamtlich  fast täglich für seine Sammlung. Das Werk des größten Mäzens der Staatsbibliothek wurde nach seinem Tod von Julius Schuster und Erich Stenger als eigenständige Sammlung in der Handschriftenabteilung weitergeführt.

Die Sammlung wird über die Datenbank Kalliope erschlossen, ihre Systematik wurde aber vom Sammler selbst festgelegt und ist sehr eigenwillig. Von den großen Ereignissen und Personen der Weltgeschichte bis zu Forschungsreisen über den Kontinent werden  eigentlich alle Bereiche des menschlichn Lebens erfasst, nicht nur technische Errungenschaften. 

 

 

Diese Sammlung umfasst 250000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Biologie, Chemie/Pharmazie, Geowissenschaften, Land/Forstwirtschaft, Mathematik/Informatik, Medizin, Physik, Allgemeines, Geschichte des Buches und Buchwesens, Allgemeines, Biographische Lexika u. Quellen, Enzyklopädien, Kartographie, Allgemeine Geschichte, Alte Geschichte, Frühe Neuzeit (1500-1789), Historische Hilfswissenschaften, Mittelalter, Neuere Geschichte (1789-1914), Regionale Geschichte, Handschriftenkunde, Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Photographie, Musikwissenschaft, Philosophie, Allgemeines, Afrika südlich der Sahara, Australien, Ozeanien, Europa ohne Osteuropa, Lateinamerika u. Karibik, Nordamerika, Ost- u. Südosteuropa, Ostasien, Südostasien, Vorderer Orient u. Nordafrika, Zentral- u. Südasien, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Klassische Philologie, Kirchengeschichte

Sprache

Übergreifend, Deutsch, Englisch, Latein, Niederländisch, Norwegisch, Persisch, Arabisch, Dänisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch, Sanskrit, Schwedisch, Armenisch

Region

Algerien, China, Hongkong, Indien, Iran, Syrien, Thailand, Tibet, Türkei, Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Spanien, Türkei, Vatikanstadt, Meere, Nordamerika, Übergreifend, Weltraum

Material

Nachlässe | Autographen | Briefe, Druckschriften, Handschriften, Einblattdrucke, Einbände, Bilder | Fotografien, Zeitschriften | Zeitungen, Musikalien, Karten | Atlanten | Globen, Audiovisuelle Medien

Zeit

1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Allgemeine Druckschriften, Karten, Orient, Ostasien, Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

Benutzung

Handschriften-Lesesaal

Kontakt

Referat Nachlässe und Autographen / Dr. Monika Linder und Dr. Gabriele Kaiser

Mehr zum Thema

 

E

Das E.T.A.-Hoffmann-Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin umfasst Erst- und spätere Ausgaben, darunter zahlreiche rare und künstlerische Drucke, sowie Briefe, Musikautographen und Zeichnungen E.T.A. Hoffmanns. Daneben gehören zum Bestand zahlreiche wissenschaftliche Schriften über sein Leben und Schaffen sowie Sammlungen von Originalillustrationen zu seinen Werken.

Diese Sammlung umfasst 100 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Musikwissenschaft, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik

Sprache

Übergreifend

Region

Deutschland, Übergreifend

Material

Handschriften, Musikalien, Nachlässe | Autographen | Briefe, Bilder | Fotografien, Druckschriften

Zeit

1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Allgemeine Druckschriften

Nachgewiesen in

Kontakt

Wissenschaftliche Dienste / Fachgebiet Germanistik: Allgemeine und Deutsche Philologie
Ursula Jäcker

Mehr zum Thema

Der Aufbau der Einbandsammlung an der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin ist untrennbar mit dem Namen von Max Joseph Husung verbunden. Zunächst Mitarbeiter beim Gesamtkatalog der Wiegendrucke, übernahm er 1925 die Leitung der Geschäftsstelle und zwei Jahre später auch die der Inkunabelsammlung. 1933 wurde Husung aus seiner wissenschaftlichen Arbeit jäh herausgerissen. Eine von ihm im Kollegenkreis geäußerte Meinung zum Berliner Reichstagsbrand nahm man zum Anlass, ihn aus dem Staatsdienst zu entfernen. Eine Würdigung seiner Verdienste ließ noch lange nach seinem Tod im Jahre 1944 auf sich warten. Erst 1993 erschien ein Lebensbild.

Die Einbandsammlung der Preußischen Staatsbibliothek wurde zu Husungs Zeiten separat aufgestellt – mit Ausnahme der Einbände aus den Beständen von Sonderabteilungen. Sie trug Übersignaturen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem im Jahre 1925 erschienenen Hauptwerk Husungs auf diesem Gebiet, "Bucheinbände aus der Preußischen Staatsbibliothek zu Berlin, in historischer Folge erläutert", stehen.
Insgesamt 182 zum Teil farbige Abbildungen illustrieren die Entwicklung des Bucheinbandes vom Kirchlichen Prachteinband des Mittelalters bis zum ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Ein zweites großes Werk zu diesem Thema war geplant, konnte aber auf Grund seiner Entlassung nicht mehr realisiert werden. Heute umfasst die Einbandsammlung ca. 1.800 Bände mit Erscheinungsdaten der Drucke von 1501 bis in das 20. Jahrhundert. 

Diese Sammlung umfasst 1800 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Fachübergreifende Sammlungen

Sprache

Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Druckschriften, Einbände

Zeit

1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Die Sammlung umfasst Einblattdrucke seit dem frühen 16. Jahrhundert, die als Medium der Information und Propaganda und häufig illustriert gesellschaftliche, politische oder religiöse Ereignisse behandeln. Ab dem späten 19. Jahrhundert setzten staatliche Einrichtungen Einblattdrucke und Flugblätter zur Meinungsbildung in der eigenen Bevölkerung und im 20. Jahrhundert auch zur Feindbeeinflussung in Kriegen und Konflikten ein. Die Schwerpunkte der Sammlung liegen daher auch auf konfliktreichen Zeiten der europäischen Geschichte (Reformation und Gegenreformation, Revolution 1848/49, Krieg 1870/71, Studentenbewegung 1968/69).

Die Flugblätter aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg einschließlich Flugblätter aus dem Pazifikkrieg in Ost- und Südostasien sowie des Kalten Kriegs stellen eine große Teilsammlung dar und sind nach Herausgebern und Adressaten sortiert. 

Zu den Einblattdrucken zählen außerdem über 200.000 Theaterzettel, die theatrale Veranstaltungen ankündigten. Die Teilsammlung umfasst als Schwerpunkt Theaterzettel der Königlichen Schauspiele zu Berlin (1806 bis 1847), als auch Theaterzettel aus vielen deutschsprachigen Spielstätten (1899 bis 1920). Der gesamte Bestand ist aus konservatorischen Gründen nur eingeschränkt benutzbar. Die gesamte Sammlung ist zum Teil im StaBiKat erschlossen und ergänzend über weitere Nachweismittel recherchierbar. 

Einblattdrucke, die vor 1501 erschienen sind, befinden sich in der Inkunabelsammlung. Die Sammlung umfasst außerdem keine Programmzettel oder Programmhefte, die in der Musikabteilung und im allgemeinen Druckschriftenbestand betreut werden.

Als Medium der Propaganda und Meinungsbildung sind Flugschriften, insbesondere die Flugschriften der Reformation, und Liedflugschriften aus der Bibliothek des Freiherrn Karl Hartwig Gregor von Meusebach thematisch verwandt zu den Einblattdrucken der Frühen Neuzeit.

Diese Sammlung umfasst 240 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Ethnologie u. Kulturgeschichte, Geschichte, Kunstgeschichte, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politologie, Sozialwissenschaften, Militär, Theologie

Sprache

Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Druckschriften, Einblattdrucke

Zeit

1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Die Sammlung umfasst rund 700 Einblattdrucke, Flugblätter und Ereignisbilder zum 16. Jh. Es handelt sich dabei vor allem um illustrierte Einblattdrucke und nur wenige Akzidenzdrucke (Edikte, Mandate und andere Gelegenheitsdrucke). Der größte Teil ist bereits zeitnah zum Ereignis gedruckt worden, einige wenige wurden später retrospektiv verfasst. Rund ein Drittel sind Flugblätter der Reformation und Reformationspropaganda. In diesem frühen publizistischen Medium sollte der Leser und Betrachter in Bild und gedrucktem Text über die religiösen und politischen Auseinandersetzungen informiert werden und dies durchaus Interesse geleitet: Theologische Kontroversen, Papstkritik, Lutherinvektiven, Polemik gegen die Wiedertäufer, Berichte über die Bauernkriege, aber auch zur Reformation in der Schweiz und zu den Auseinandersetzungen mit den Hugenotten in Frankreich werden hier dargestellt und zum Teil ausführlich kommentiert. Hinzu kommen Blätter zu den Kriegen der Zeit, wie den Bauernkriegen und den Türkenkriegen. Flugblätter, die Nachrichten von Himmelserscheinungen, Missgeburten und Naturkatastrophen kolportieren, gehören ebenfalls zum Bestand. Häufig wurden Autor, Künstler und Drucker nicht genannt, um der Zensur und Verfolgung zu entgehen. Mit Martin Luther, Calvin, Hans Sachs  und Johann Fischart, mit Tobias Stimmer, Jobst Amman und Behaim sind aber auch heute noch bekannte Autoren und Künstler in der Sammlung vertreten.

Rund 330 Blätter gehören zu den Bildberichten und Geschichtsblättern von Frans Hogenberg und seiner Werkstatt. Es sind kleinformatige Bilder mit einer in die Platte geschriebenen Erläuterung in kurzen Versen, die häufig genau das Datum des geschilderten Ereignisses angeben, sich aber durch die Form und den sehr kurzen Text von den traditionellen Flugblättern deutlich unterscheiden. Innerhalb der Sammlung werden sie nicht den Hogenberg'schen Serien zugeordnet.

Diese Sammlung umfasst 700 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Buchwesen, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Fachübergreifende Sammlungen, Kunstgeschichte, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Theologie

Sprache

Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Einblattdrucke, Druckschriften

Zeit

1600-1700

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Immer schon wurden Flugblätter zur politischen Beeinflussung der Gegner eingesetzt. Aber erst im Ersten Weltkrieg (1914-1918) wurde das Flugblatt zum Feindflugblatt  d.h. zum Flugblatt, das die gegnerischen Soldaten in ihrem Verhalten an der Front beeinflussen sollte. Propaganda wird nun von allen Nationen als wichtiges Element in der Kriegsführung erkannt. Die Feindpropaganda dient dabei der Wehrkraftzersetzung des feindlichen Gegenübers. Um den gegnerischen Soldaten in seiner Kampfbereitschaft verunsichern zu können, muss man ihn in seiner Sprache ansprechen. Dies bedeutet nicht nur, dass die Blätter in der jeweiligen Nationalsprache der Kriegsgegner geschrieben sein müssen, sondern auch dass diese in der ihnen vertrauten Sicht- und Ausdrucksweise angesprochen werden müssen. Äußeres Zeichen dafür sind z.B. die in Fraktur gedruckten Flugblätter, die die Engländer und Franzosen für die deutschen Soldaten entworfen und gedruckt haben.

Während die Engländer und Franzosen, aber auch die Italiener und Österreicher in ihren meist den Außenministerien angegliederten Propagandaabteilungen sehr schnell und zahlreich Flugblätter für die Gegner und die Bewohner der besetzten Gebiete entwarfen, hielt sich die deutsche Heeresleitung im ersten Weltkrieg damit stark zurück, da man davon ausging, dass die mentale Beeinflussung der gegnerischen Soldaten gegen die Haager Konvention verstieße, und erst um 1918 mit eigener Flugblattpropaganda für die Westmächte, die besetzten Gebiete in Belgien und den Niederlanden, aber auch für die Verbündeten in Osteuropa begann.

Die Staatsbibliothek hat bereits 1914 im Zusammenhang mit dem Aufbau der "Sammlung Krieg 1914" angefangen, Flugblätter und Propagandaschriften zu sammeln. Die Sammlung der Feindflugblätter wurde ab den 1970er Jahren erweitert und ausgebaut, indem ein Großteil der Sammlung von Dr. Klaus Kirchner von der Staatsbibliothek übernommen wurde.

Schwerpunkte der Sammlung sind die Blätter der Engländer/Amerikaner für die deutschen Soldaten, die Blätter der Franzosen für die Franzosen in den besetzten Gebieten und für die deutschen Soldaten, die Blätter der Italiener für Österreich-Ungarn und den Balkan und die Blätter der Österreicher für die Italiener. Der Anteil der deutschen Propagandablätter für die Engländer, Franzosen und Russen ist deutlich kleiner.

Die Sammlung ist zum Teil im StabiKat erschlossen.

Bibliographie
Eine detaillierte Darstellung der englischen, französischen und deutschen Flugblattpropaganda im 1. Weltkrieg, die auch über die Sammlung der Staatsbibliothek Auskunft gibt, finden Sie in der folgenden Publikation:

- Kirchner, Klaus
Flugblatt-Propaganda im 1. Weltkrieg : Europa
Erlangen : Verl. D+C, 1985-2014

Band 1: Flugblätter aus England : 1914 - 1918 ; Bibliographie, Katalog . - Erlangen : Verl. D+C, 1985
Band 2: Flugblatt-Propaganda im ... / Bd. 2, Flugblätter aus Frankreich : 1914 - 1918 ; Bibliographie, Katalog. - Erlangen : Verl. D+C, 1992
Band 3: Flugblatt-Propaganda im ... / Bd. 3, Flugblätter aus Deutschland : 1914 - 1918 ; Bibliographie, Katalog. - Erlangen : Verl. D+C, 2014

Diese Sammlung umfasst 3000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Einzelne Buchgattungen und Buchformen, Neueste Geschichte (1914-), Militärgeschichte

Sprache

Übergreifend

Region

Europa, Übergreifend

Material

Einblattdrucke, Druckschriften

Zeit

1900-2000

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Propaganda mit Flugblättern, Flugblattzeitungen und Broschüren im Kalten Krieg fortgesetzt. Ab 1948 war die West- bzw. Ostpresse im jeweils anderen Teil Deutschlands verboten. Flugblätter und Flugblattzeitungen wurden daher bis zum Grundlagenvertrag im Jahr 1972 illegal verbreitet und in die Westsektoren/BRD bzw. in die Sowjetische Besatzungszone/DDR geschleust, um die Bevölkerung zu beeinflussen. Themenschwerpunkte waren dabei die kommunistische bzw. antikommunistische Aufklärung und die jeweiligen ökonomischen Verhältnisse. Dabei waren Flugblätter und Flugblattzeitungen auch Werbeträger für die herausgebenden Staaten und die hinter ihnen stehenden Großmächte USA und Sowjetunion.

Aus den Westsektoren/BRD waren vor allem die Ostbüros der Parteien, in erster Linie das Ostbüro der SPD, andere Organisationen wie die „Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit“ (KgU) und der „Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen“ (UfJ), sowie einige Zeitungen und Verlage beteiligt. In den 1960er Jahren lag die Propaganda zunehmend in der Hand der militärischen Propagandaeinheiten von Bundeswehr (BRD) und NVA (DDR).

Die Verbreitung erfolgte bis zum Mauerbau über Deck- und Tarnadressen und ab 1961 über die aus den beiden Weltkriegen bekannten Verbreitungsmittel wie Ballone und Raketen, aber auch mit Tarnabsendern über die Post.

Die Flugblätter aus dem Kalten Krieg sind zum Teil im Stabikat nachgewiesen. Außerdem steht für die Recherche eine Übersicht nach Herausgebern und Adressaten der Flugblätter zur Verfügung.

Diese Sammlung umfasst 1500 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Neueste Geschichte (1914-), Medien- und Kommunikationswissenschaften, Militärgeschichte

Sprache

Deutsch, Englisch, Russisch, Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Einblattdrucke

Zeit

1900-2000

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Die kleine Sammlung von Flugblättern der Alliierten aus dem Pazifikkrieg ist Teil der Feindflugblattsammlung der Staatsbibliothek. Sie umfasst 220 Flugblätter der Alliierten aus dem Pazifikkrieg in Ost- und Südostasien, einer der Kriegsschauplätze des Zweiten Weltkriegs. Die Dokumente stammen, sofern datiert, aus der Zeit nach Eintritt der Alliierten in den Pazifikkrieg bis zum Kriegsende (1941-1945) und sind in einem Konvolut zusammengebunden. Die Flugblätter richten sich überwiegend (knapp 75%) an in Ostasien und der Pazifikregion stationierte japanische Truppen oder an die japanische Bevölkerung. Enthalten ist auch eine Reihe von Flugblättern, die sich an die Bevölkerungen der von den japanischen Truppen besetzen oder umkämpften Länder Südostasiens (Indonesien, Malaysia, Thailand, Vietnam und Neuguinea) richten. Einige wenige Flugblätter richten sich an die chinesische Bevölkerung auf Taiwan (Formosa), auf dem Festland Chinas oder in Übersee (Südostasien).

Die Dokumente sind jeweils in der typischen Landessprache der Adressaten verfasst. Zwei Flugblätter richten sich auch an die eigenen Truppen, ein Weihnachtsgruß (ohne Codezeichen) und Instruktionen zur Gefangennahme japanischer Soldaten infolge von Kapitulation (1-A-8). Der überwiegende Anteil der Flugblätter wurde von den US-Truppen versandt, darunter eine umfangreiche Sammlung aus den verschiedenen Serien der Psychological Warfare Branch (PWB) der U.S. Army Forces, Pacific Area (gekennzeichnet mit der Army Post Offices-Kennung APO 500, den General Headquarters von Gen. Douglas MacArthur). Sofern identifizierbar stammen einige Flugblätter auch von der Royal Australian Air Force (RAAF) und den (Kolonial-) Regierungen Großbritanniens und der Niederlande. 21 Flugblätter sind auf Englisch (oder Französisch) verfasst, bzw. bilingual. Für 89 Flugblätter existiert eine englische Übersetzung auf einem Extrablatt, das teilweise Absender, Adressat und Datum enthält. Die Sammlung ist zum Teil über den Bibliothekskatalog StaBiKat erschlossen.

Diese Sammlung umfasst 220 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Buchwesen, Fachübergreifende Sammlungen, Politologie, Sozialwissenschaften, Militär

Sprache

Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Einblattdrucke

Zeit

1900-2000

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Die Sammlung der Feindflugblätter aus dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) bildet mit ca. 25.000 Blatt den größten Teilbestand innerhalb der Flugblattsammlung des 20. Jahrhunderts der Staatsbibliothek. Die ersten Flugblätter und Propagandaschriften wurden bereits 1939 in die Staatsbibliothek eingeliefert. Dennoch blieb die Sammlung zunächst sehr klein. Entscheidend erweitert wurde die Sammlung zunächst ab den 1970er Jahren, als die Staatsbibliothek einen Großteil der Sammlung von Dr. Klaus Kirchner übernahm. Im Jahr 2018 folgte die Erwerbung der Kriegsflugblattsammlung von Jacques Engels. 

Das Feindflugblatt wurde im Zweiten Weltkrieg von allen Nationen, ihren Kriegsministerien und Geheimdiensten, als Propagandamittel eingesetzt. Die Propaganda hatte vor allem die Beeinflussung, Verunsicherung und Demoralisierung des Kriegsgegners zum Ziel. Zu diesem Zweck wurden die Flugblätter aus Flugblattballons oder -granaten in den vom Feind besetzten Gebieten und hinter den Fronten abgeworfen. Neben Texten umfassten die Flugblätter Karikaturen, Fotomontagen, aber auch Passierscheine oder Gefangenenlisten. Sprache, Sicht- und Ausdrucksweise der Flugblätter wurden der jeweiligen Zielgruppe angepasst. Die Herausgeber der Feindflugblätter waren daher selten auf den ersten Blick ersichtlich. Das Codezeichen als organisatorischer Vermerk der Herausgeber erlangt daher für die Forschung große Bedeutung. Diese noch heute auf den Flugblättern erhaltenen Codezeichen fassen ganze Flugblattserien zusammen und erlauben Aussagen über Herausgeberländer, die Einsatzzeiten- und –orte der Feindflugblätter.

Schwerpunkte der Feindflugblattsammlung aus dem Zweiten Weltkrieg in der Staatsbibliothek sind neben deutschen Propagandablättern Flugblätter aus der damaligen Sowjetunion – darunter Blätter des „Nationalkomitees Freies Deutschland“, die für deutsche, polnische, finnische und ungarische Soldaten an der Ostfront entworfen wurden ­– sowie Flugblätter der Engländer/Amerikaner für die deutschen Soldaten.

Die Sammlung der Feindflugblätter des Zweiten Weltkriegs ist zum Teil im StaBiKat erschlossen. Für die Recherche steht außerdem eine Übersicht nach Herausgebern und Adressatenzur Verfügung. Eine detaillierte Darstellung der englischen, französischen, deutschen und sowjetischen Flugblattpropaganda im 2. Weltkrieg, die auch über die Sammlung der Staatsbibliothek Auskunft gibt, finden Sie in den Publikationen von Klaus Kirchner:
Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg. Europa, 22 Bde, Erlangen 1974-20.

Diese Sammlung umfasst 25000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Buchwesen, Geschichte, Neueste Geschichte (1914-), Politologie, Sozialwissenschaften, Militär, Militärgeschichte

Sprache

Übergreifend

Region

Übergreifend

Material

Einblattdrucke

Zeit

1900-2000

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Die Handschriften dieser Sammlung stammen aus der jüdischen Gemeinde von Erfurt, die eine der bedeutendsten des Mittelalters war. 1349 gab es ein Pogrom, in dessen Verlauf die Handschriften erst in den Rat der Stadt und dann in die Ministerialbibliothek im Augustinerkloster kamen. 1870 kaufte die heutige Staatsbibliothek das Konvolut.

Die Sammlung besteht aus insgesamt 15 hebräischen Handschriften:

Alle Handschriften dieser Sammlung haben eine herausragende Bedeutung. So gilt die "Tosefta"als die älteste Handschrift, die den Text am vollständigsten überliefert (11. Jahrhundert), und auch die Raschi-Handschriften bestechen durch ihr Alter (13. Jahrhundert). Der "Machsor" liefert wertvolle liturgische Texte und die Torarollen gehören weltweit zu den ältesten und größten.

Ganz besonders hervorzuheben sind aber die Bibelhandschriften. Die "Erfurt 1" genannte Bibel (Ms. or. fol. 1210/1211) ist die größte bekannte hebräische Pergamentbibel der Welt. Sie hat ein Kolophon und ist auf 1343 datiert. Sie zeichnet sich durch ihre Mikrographien (jüdischer Buchschmuck), durch Targum (aramäische Übersetzung) und Masora (philologischer Kommentar, teilweise in figürlicher Form) aus. Sie liegt in zwei Bänden vor, von denen der zweite Band bereits digitalisiert ist. Der erste Band wird momentan restauriert und soll im Anschluss ebenfalls digitalisiert werden. Weitere Informationen zum Restaurierungsprojekt finden Sie hier.

Diese Sammlung umfasst 15 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Handschriftenkunde, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie, Bibelwissenschaft, Judaistik

Sprache

Hebräisch

Region

Europa, Deutschland

Material

Handschriften

Zeit

500-1450

Abteilung

Orient

Nachgewiesen in:

Qalamos

Benutzung:

Orient- und Ostasienlesesaal
Vivarium

Kontakt:

Für die Benutzung:
Orientabteilung

Für fachliche Anfragen:
Petra Figeac
Fachreferentin für Ägyptologie, Alten Orient, Christlichen Orient, Hebraistik und Judaistik

Die Esperanto-Sammlung entstand durch die 1936 erfolgte Übernahme der Bibliothek des Esperanto-Instituts für das Deutsche Reich in Leipzig, deren Bestand ohne Kriegsverluste - vermehrt um einige spätere Erwerbungen - als Sondersammlung geschlossen eingearbeitet und aufgestellt wurde.  Es handelt sich um ca. 2000 Bände an Zeitschriften, Sammelbänden, Kongressberichten, Monographien - einige davon in mehreren Exemplaren - und Akten von Esperanto-Vereinigungen. 

Die Titel umfassen Literatur zu Esperantologie und Esperanto, vor allem in Esperanto, auf deutsch, französisch und englisch, sowie Werke zur Problematik der Welthilfssprachen und Interlinguistik im allgemeinen  und zu einzelnen weiteren künstlich geschaffenen Sprachen - erwähnenswert besonders die zahlreichen Titel zu dem aus dem Esperanto entwickelten Ido und Literatur zur älteren Sprache Volapük -, außerdem Werke über die Stenographie.
Des weiteren enthält die Sammlung Wörterbücher (ein-, zwei- und mehrsprachige), Grammatiken und Lehrbücher des Esperanto, neben Esperanto in den verschiedensten europäischen Sprachen, aber auch z.B. in japanisch und hebräisch verfasst.

Von zentraler Bedeutung sind die Werke des Schöpfers des Esperanto Ludwig Lazar Zamenhof, wie „Dua libro de l'lingvo internacia“ (2. Aufl. Warschau, 1893) und „Fundamento de Esperanto“ (Paris, 1905).

Schließlich gibt es eine umfangreiche Textsammlung in Esperanto geschriebener Schriften, teils Originale, teils Übersetzungen. Es handelt sich zum einen um Belletristik, z.B. Übersetzungen von Klassikern der Weltliteratur (Goethe: Faust; Shakespeare: Hamlet; Voltaire: Candide; Mickiewicz: Pan Tadeusz), Märchensammlungen (Grimms Märchen, Märchen aus 1001 Nacht), vielfach jedoch von weniger bekannten Autoren.

Zum anderen finden sich Werke zu einzelnen Wissenschaftsgebieten wie Naturwissenschaften (interessant hier: terminologische Wörterbücher, Nomenklaturen), Technik, Medizin, Wirtschaft, Geschichte, Politik, Philologie, Theologie, Philosophie, Musik, Kunst. Auch landes- und ortsbezogene Literatur ist reichlich und mit breiter geographischer Streuung vertreten, wie beispielsweise Reiseführer von Orten Deutschlands, Frankreichs, Polens oder der Schweiz.

Diese Sammlung umfasst 2810 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Sonstige Sprachen

Sprache

Esperanto, Übergreifend

Region

Europa

Material

Druckschriften, Zeitschriften | Zeitungen

Zeit

1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Allgemeine Druckschriften

Nachgewiesen in

  • StaBiKat
  • Konventioneller Sachkatalog (in Karteiformat), Haus Unter den Linden

Benutzung

Allgemeine Lesesäle

Kontakt

N.N.

Mehr zum Thema

Der Schwerpunkt der über 50.000 Exlibris der Staatsbibliothek liegt beim künstlerischen Exlibris aus dem deutschsprachigen Raum seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts (z.B. Exlibris der Künstler Emil Orlik, Heinrich Vogeler, Alfred Cossmann, Franz Stassen). Es finden sich aber auch beachtenswerte Beispiele der Exlibriskunst vom 16. bis 18. Jahrhundert.
Die ca. 10.000 Blatt umfassende Sammlung der Preußischen Staatsbibliothek war seit 1943 durch einen Zettelkatalog erschlossen, den französische Kriegsgefangene erstellten. Dieser Katalog ist leider nur bruchstückhaft erhalten, wurde aber inzwischen durch einen Zettelkatalog, der den Bestand über die Eigner erschließt, ergänzt.
Der nach 1945 durch die Deutschen Staatsbibliothek in der Hauptsache von Bruno Kaiser erworbene Exlibrisbestand ist durch einen weiteren Zettelkatalog nach Künstlern, Eignern und Motiven erschlossen.
In den letzten Jahren konnte der Bestand durch die Erwerbung des Nachlasses des Berliner Grafikers Gerhard Tag und des Vorlasses des Leipziger Grafikers Oswin Volkamer, sowie durch Ankäufe aus den Sammlungen von Bernd Stübner, Axel Leier und Lothar Sommer, erweitert werden.
Hinzu kommen weitere Bereiche der Gebrauchsgraphik, so z.B. die Neujahrsgruß-Sammlungen von Lothar und Ursula Lang (Zeitraum 1959-1999) und Hans-Joachim Schauss.
 

Diese Sammlung umfasst 50000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Bibliophilie (inkl. Buchbesitzzeichen u. allg. Gelehrtenbibliotheken), Buchgestaltung | Buchillustration, Kunstgeschichte, Kommunikationsdesign | Gebrauchsgraphik

Sprache

Übergreifend

Region

Europa, Deutschland, Frankreich, Polen

Material

Druckschriften

Zeit

1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

  • StaBiKat
  • Hinweis: Suchen Sie im Feld Signatur mit dem Begriff Exlib?

Benutzung

Handschriften-Lesesaal

Kontakt

Felicitas Rink

Mehr zum Thema

Exlibris in der Abteilung Handschriften und Historische Drucke

F

In der Sammlung Flugschriften der Reformation liegt der Schwerpunkt auf der Dokumentation der theologischen Auseinandersetzungen der Reformationszeit, ohne die Schriften Luthers. Gegenwärtig sind ca. 1.800 Drucke vorhanden. Die Sammlung ist weitgehend alphabetisch geordnet. Bedingt durch die Kriegsverlagerungen und -verluste wurde dieser Aufbau willkürlich zerrissen. So fehlen jetzt im letzten Alphabetabschnitt so wichtige Schriften wie etwa die Flugschriften Zwinglis.

Im Gegensatz zu späterer Zeit waren die Flugschriften der Reformation sehr sorgfältig ausgestattet. Titeleinfassungen, Bilderholzschnitte und Initialen schmückten die wenigen Blätter. Während es bei den Initialen und Umrahmungen eher auf eine schmückende Wirkung ankam, sollte die bildliche Darstellung durch ihre anschauliche Sprache zugleich den Betrachter zum Kaufen und Lesen anreizen. Sehr häufig ist der Drucker nicht genannt, denn in vielen deutschen Ländern, wie in Sachsen bis zum Tode Herzog Georgs im Jahre 1539, war die Herstellung, Verbreitung, sogar der Besitz reformatorischer Schriften verboten und wurde streng bestraft. Der Buchführer und Buchdrucker Hans Hergot aus Nürnberg wurde zur Abschreckung für den Vertrieb einer solchen Flugschrift am 20. Mai 1527 auf dem Marktplatz zu Leipzig hingerichtet. Oft kann die Herkunft der Drucke daher nur anhand von Typen und Buchschmuck ermittelt werden. Vor allem die Titeleinfassungen sind ein gutes Mittel für ihre Bestimmung.

Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Deutsche Flugschriften der Reformation zur Verfügung.

Diese Sammlung umfasst 1800 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Buchwesen, Geschichte, Medien- und Kommunikationswissenschaften

Sprache

Deutsch, Latein

Region

Europa, Deutschland

Material

Druckschriften

Zeit

1450-1600

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Zu den wichtigsten und am meisten benutzten Nachlässen der Staatsbibliothek gehört der Nachlass des Berliner Aufklärers, Buchhändlers und Verlegers Friedrich Nicolai. Christoph Friedrich Nicolai (* 18. März 1733 in Berlin; † 8. Januar 1811 in Berlin) gab einflussreiche literaturkritische Zeitschriften heraus, verfasste die erste historisch exakte Beschreibung Berlins und schrieb einen der meistgelesenen Romane des 18. Jahrhunderts. Als Freund Lessings und Mendelssohns und Gegner Kants war er einer der Hauptvertreter der Berliner Aufklärung. Sein Briefnachlass liegt, in gebundener Form, seit 1885 in der Staatsbibliothek. Der Gesamtnachlass, in dem auch zahlreiche Manuskripte und Sammlungen historischer Texte enthalten waren, umfasste ursprünglich 297 Bände. Nach den Auslagerungen des Zweiten Weltkriegs verblieben in der Bibliothek 88 Briefbände und ein Registerband. Später wurden 12 weitere Bände unterschiedlichen Inhalts hinzu erworben. Den Kern des Nachlasses bildeten schon immer die 88 erhaltenen Briefbände.Sie enthalten, alphabetisch nach Verfassern geordnet, 20.000 Briefe und andere Papiere von über 3.000 Personen, insgesamt etwa 30.000 Blatt, die zum größten Teil nicht ediert sind. Dennoch gehören diese Briefe zu den wichtigsten Zeugnissen der deutschen Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts. Sie datieren aus der Zeit zwischen 1755 und 1810. Als Korrespondenzpartner treten u.a. auf: Thomas Abbt, Johann Christoph Adelung, Christian Konrad von Dohm, Johann Joachim Eschenburg, Georg Forster, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Karl August Fürst von Hardenberg, Johann Gottfried von Herder, Isaak Iselin, Sophie von La Roche, Moses Mendelssohn uam.

Ein Projekt der Staatsbibliothek und der Freunde der Staatsbibliothek soll für die Restaurierung beschädigter Dokumente sorgen, sie wurde bereits aus Eigenmitteln der Bibliothek begonnen. 49 der 89 Bände wurden bereits aufgebunden, die Briefe einzeln restauratorisch bearbeitet, sodann in säurefreie Mappen gelegt. Die verbleibenden 40 Bände sollen innerhalb der nächsten Zeit ebenfalls in der beschriebenen Weise restauriert werden. Eine Restaurierung kostet pro Band mit jeweils ca. 200 Blatt ca. 1.000 Euro.

Diese Sammlung umfasst 20000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Allgemeines, Buchhandel und Verlagswesen, Geschichte des Buchdrucks (übergreifend), Geschichte des Buchhandels, Biographische Lexika u. Quellen, Historische Hilfswissenschaften, Neuere Geschichte (1789-1914), Handschriftenkunde, Philosophie, Rechtswissenschaft, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften

Sprache

Deutsch

Region

Deutschland, Frankreich

Material

Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe, Einblattdrucke, Druckschriften

Zeit

1700-1800, 1800-1900

Abteilung

Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

Kalliope

Benutzung

Handschriften-Lesesaal

Kontakt

Dr. Monika Linder, Referatsleiterin Nachlässe und Autographen
monika.linder@sbb.spk-berlin.de

Mehr zum Thema

G

Der Nachlass Gerhart Hauptmanns gehört zu den wichtigsten Literatennachlässen der Staatsbibliothek zu Berlin. Er umfasst u. a. die Manuskripte, Korrespondenz, Notiz- und Tagebücher sowie die umfangreiche Bibliothek des Dichters.

Der Briefnachlass hat eine eigene, komplizierte Geschichte. Der 1969 erworbene Teil umfasst ca. 81.500 an Hauptmann gerichtete Briefe, Antwortkonzepte, Diktathefte und Briefdurchschriften. Er ist teils alphabetisch (Gruppe A "Prominente, Freunde, Bekannte"), teils nach Sachbetreffen (Gruppen B - Q) geordnet. Diese Briefe sind durch ein maschinenschriftliches Verzeichnis erschlossen, das in seinem alphabetischen Teil allerdings lediglich die Korrespondenzpartner und die Anzahl der erhaltenen Briefe festhält; noch gröber sind die sachlich geordneten Briefe (B - Q) erschlossen.

Nach der Wende übernahm die Staatsbibliothek einen weiteren Teil des Briefnachlasses, der 1946, nach dem Tode Hauptmanns, der Ost-Berliner Akademie der Künste übergeben wurde. Dieser enthält 2.750 Briefe, die chronologisch abgelegt und durch einen Index erschlossen wurden. Nach der Wende wurden beide Nachlassteile in der Staatsbibliothek zusammengeführt, dabei wurden auch Briefe aus dem Ost-Berliner Teil in die Gruppe A des West-Berliner Teils des Nachlasses umgelegt. 

Weitere Briefe Hauptmanns liegen in verschiedenen anderen Nachlässen der Staatsbibliothek, vor allem auch in den Nachlässen seiner Familie, sowie als später gekaufte Nachlassergänzungen in der Autographensammlung der Staatsbibliothek. Die Staatsbibliothek besitzt auch die Bibliothek Gerhart Hauptmanns, die sich ebenfalls  in der Handschriftenabteilung befindet. 

Diese Sammlung umfasst 100 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Nein

Thema

Neueste Geschichte (1914-), Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik

Sprache

Deutsch

Region

Deutschland, Italien, Österreich, Polen, Schweiz

Material

Druckschriften, Einblattdrucke, Nachlässe | Autographen | Briefe, Bilder | Fotografien

Zeit

1800-1900, 1900-2000

Abteilung

Allgemeine Druckschriften, Handschriften und Historische Drucke

Nachgewiesen in

Kalliope
StaBiKat

Benutzung

Handschriften-Lesesaal

Kontakt

Dr. M. Linder, Nachlässe und Autographe
Dr. Monika Linder

 

Globen sind kartographische Modelle des Himmels, der Erde und anderer Himmelskörper.

Die Kartenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin beherbergt eine Sammlung von über 750 Globen und globenverwandten Instrumenten wie Tellurien oder Planetarien. 

Nur wenige Exemplare aus der frühen Geschichte der Bibliothek sind erhalten, der Großteil wurde erst nach dem 2. Weltkrieg in die Sammlung aufgenommen. Aus diesem Grund kann die Geschichte dieses Mediums bis 1800 nur durch elf Originale repräsentiert werden, an deren Anfang der Himmelsglobus von Gerhard Mercator aus dem Jahr 1551 und der äußerst seltene Erdglobus der Brüder Sanuto von ca. 1575 stehen. Die Phase der Globenpaare, bestehend aus zusammenpassenden Erd- und Himmelsgloben wird durch je ein Paar aus den Verlagen von Johannes Janssonius (Amsterdam), Matthäus Greuter (Rom) und Johann Gabriel Doppelmayer (Nürnberg) vertreten. Der ganz überwiegende Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der Zeit nach 1800, aus der ungefähr 700 Globen stammen.

Diese Sammlung umfasst 750 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Allgemeine Geographie, Kartographie

Sprache

Deutsch, Englisch, Übergreifend

Region

Deutschland, Übergreifend

Material

Karten | Atlanten | Globen

Zeit

1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Karten

H

Die Sammlung dokumentiert die Vielfalt kulturellen und wissenschaftlichen Schaffens der Kulturen Afrikas und Asiens über einen Zeitraum von etwa 1500 Jahren. Sie umfasst Texte in mehr als 170 Sprachen und 80 verschiedenen Schriften, geschrieben auf Schriftträgern wie Papier, Papyrus, Pergament, Palmblatt, Leder oder Baumrinde. Die umfangreichsten Gruppen bilden die islamischen (etwa 17.000 Bände) und die südasiatischen Handschriften (etwa 11.000 Bände). Hervorzuheben sind ebenfalls die vielfältigen Textzeugnisse der christlich-orientalischen Gemeinschaften, hebräische Handschriften sowie die südost- und zentralasiatischen Schrifttraditionen. Damit stellen die Berliner orientalischen Handschriften den umfangreichsten Bestand im deutschen Sprachraum und eine der bedeutendsten Sammlungen weltweit dar.

Mit dieser großen regionalen, inhaltlichen und künstlerischen Vielfalt belegt die Berliner Sammlung das starke Interesse der westlichen Wissenschaft an Sprachen und Kulturen der genannten Regionen seit der Gründung der Bibliothek im 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Wesentliche Teile des Bestandes gelangten in der zweiten Hälfte des 19. und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in die Bibliothek. Sie wurden von Reisenden, Diplomaten und Wissenschaftlern überwiegend in den Herkunftsregionen erworben und an die Berliner Bibliothek weiterverkauft.

Die Sammlung ist vollständig im Portal "Qalamos" nachgewiesen. Zusätzlich wurden von den insgesamt ca. 42.000 Objekten inzwischen etwa 8.000 Handschriften in verschiedenen Projekten sowie über Nutzendenaufträge vollständig digitalisiert.

Diese Sammlung umfasst 42000 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Ethnologie u. Kulturgeschichte, Handschriftenkunde, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen

Sprache

Arabisch, Armenisch, Hebräisch, Hindi, Jiddisch, Persisch, Sanskrit, Türkisch, Übergreifend

Region

Afrika, Asien

Material

Handschriften

Zeit

-500, 500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Orient

Nachgewiesen in

Qalamos

Benutzung

Orient- und Ostasienlesesaal

Kontakt

Für die Benutzung:
Orientabteilung

Für fachliche Anfragen:
Christoph Rauch
Leiter der Orientabteilung

Hebräische Handschriften und Drucke gehörten bereits zum Gründungsbestand der Bibliothek. Unter Hebraica versteht man alle Objekte in hebräischer Sprache oder Schrift. Die Sammlung umfasst also auch Werke zum Beispiel in Judaeo-Arabisch (Arabisch in hebräischer Schrift), Deutsch in hebräischer Schrift oder Jiddisch. Sie enthält Drucke, Handschriften und rituelle Rollen (vor allem Torarollen und Esterrollen).

Die historischen hebräischen Drucke der Staatsbibliothek bis 1945 werden als "Rabbinica-Sammlung" bezeichnet. Ein großer Teil befindet sich aufgrund von Auslagerungen im Zweiten Weltkrieg jetzt in der Biblioteka Jagiellońska in Krakau, der mit Abstand kleinere Teil in der Staatsbibliothek.

Die Hebraica-Sammlung ist nicht deckungsgleich mit den sogenannten Judaica, also allen Werken, die im weitesten Sinne das Judentum betreffen. Viele Hebraica zählen allerdings zu den Judaica, da sie religiöse Werke sind. Säkulare hebräische Texte und Übersetzungen gehören zu den Hebraica, nicht aber zu den Judaica.

Highlights der Sammlung

Die Hebraica-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin gehört vor allem aufgrund ihrer herausragenden mittelalterlichen und jemenitischen Handschriften zu den bedeutendsten der Welt.

Folgende Bestandsgruppen sind besonders zu erwähnen:

  • Erfurter Handschriftensammlung: 15 mittelalterliche Handschriften.
  • Bibliothek des Talmudisten Ephraim Moses Pinner (ca. 1800-1880): Die Handschriften der Bibliothek befinden sich in Berlin, die Drucke in Krakau.
  • Sammlung Moses Wilhelm Shapira (1830-1884): ca. 54 jemenitische Handschriften
  • Steinschneideriana: Handschriften erworben vom Bibliographen Moritz Steinschneider (1816-1907), der die hebräischen Handschriften der Bibliothek als erster beschrieben hat.

Innerhalb der Sammlung gibt es außerdem mehrere wichtige Spezialsammlungen, wie beispielsweise die "Literatur aus Lagern der jüdischen Displaced Persons" oder die "Hebräischen Drucke aus Shanghai", die Exildrucke eines polnischen Lehrhauses (Mirer-Yeshiva) enthält.

Diese Sammlung umfasst 590 Objekte.

(Teil-)Digitalisiert:

Ja

Thema

Handschriftenkunde, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Sonstige Sprachen, Theologie, Bibelwissenschaft, Judaistik

Sprache

Hebräisch, Jiddisch

Region

Israel, Jemen, Europa

Material

Druckschriften, Handschriften, Zeitschriften | Zeitungen

Zeit

500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

Abteilung

Orient

Nachgewiesen in

StabiKat
Qalamos

Benutzung

Orient- und Ostasienlesesaal

Kontakt

Für die Benutzung:
Orientabteilung

Für fachliche Anfragen:
Petra Figeac
Fachreferentin für Ägyptologie, Alten Orient, Christlichen Orient, Judaistik und Hebraistik

Die Sammlung definiert sich vor allem durch die hebräische Schrift, nicht nur durch die Sprache. Sie enthält deshalb auch zahlreiche arabische Handschriften in hebräischer Schrift (Judäoarabisch). Ihr Erwerb vor allem im 19. Jahrhundert, geht teilweise auf den berühmten und umstrittenen Antiquitätenhändler Moses Wilhelm Shapira (1830 bis 1884) zurück. Zu den hebräischen Handschriften gehören zahlreiche herausragende und kostbare Einzelstücke: Eine der ersten Kodizes im Bestand, war die großformatige Rösel-Bibel in vier Bänden. Sie kam als Geschenk einer Frau dieses Namens im Jahre 1692 an die Bibliothek. Die berühmteste Handschrift ist der Hamilton-Siddur, eine reich illuminierte Handschrift aus dem 14. Jahrhundert.

Teil des Bestandes sind auch Torarollen, Esterrollen und sogar zwei besondere Rollen aus dem Bereich der Kabbala (Ms. or. fol. 130, 2) und der hebräischen Sprachlehre (Ms. or. fol. 130, 3). Thematisch ist die Sammlung nicht begrenzt. Briefe, Handschriften und Nachlässe jüdischer Autoren, die nicht in hebräischer Schrift verfasst sind, umfasst sie jedoch normalerweise nicht. Diese werden in der Handschriften- oder Musikabteilung (Mendelssohn-Archiv) gesammelt und verwaltet.

Die heute etwa 590 Bände umfassende Sammlung wurde mit großer Fachkompetenz und Umsicht aufgebaut. Die Entwicklung des Bestandes und ihre Katalogisierung ist vor allem Moritz Steinschneider (1816-1907) zu verdanken. Er baute in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts die Sammlung hebräischer Handschriften nicht nur auf, sondern katalogisierte sie auch.

Die hebräischen Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin sind daher vor allem in den folgenden Katalogen nachgewiesen:

    Diese Sammlung umfasst 590 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Handschriftenkunde, Sprach- und Literaturwissenschaften, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie, Bibelwissenschaft, Judaistik

    Sprache

    Hebräisch, Jiddisch

    Region

    Irak, Iran, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Syrien, Vereinigte Arabische Emirate, Europa

    Material

    Handschriften

    Zeit

    500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

    Abteilung

    Orient

    Nachgewiesen in

    Qalamos
    StabiKat

    Benutzung

    Orient- und lesesaal

    Kontakt

    Für die Benutzung:
    Orientabteilung

    Für fachliche Anfragen:
    Petra Figeac
    Fachreferentin für Ägyptologie, Alten Orient, Christlichen Orient, Judaistik und Hebraistik

    Der Altbestand der Staatsbibliothek wurde seit dem Gründungsjahr 1661 aufgebaut und spiegelt viereinhalb Jahrhunderte Wissenschaft- und Buchgeschichte wider.  Er wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und wird bis heute durch Neuerwerbungen ergänzt. Einen wichtigen Schwerpunkt bilden die ab dem 19. Jahrhundert in deutscher Sprache oder im deutschen Sprachraum erschienenen Druckwerke. Für den Zeitraum 1871–1912 verfügt die Stabi schon heute über die mit Abstand dichteste Überlieferung dieser Werke und strebt nach Vollständigkeit im Sinne einer Nationalbibliothek (Sammlung Deutscher Drucke).

    Besonders dicht vorhanden sind die Fachgebiete Geschichte, insbesondere Preußens, sowie deutsche und französische Literatur und Kunst. Einen Überblick über den Altbestand finden Sie komfortabel mit der Systematik des  Alten Real-Katalogs.

    Die Bücher befinden sich teilweise in bestimmten Sondersammlungen wie der Rara-Sammlung, der Einbandsammlung, der Sammlung 16. Jahrhundert oder der Sammlung Künstlerische Drucke. Hierzu gehören auch bedeutende Gelehrtenbibliotheken, wie die des Freiherrn Heinrich Friedrich von Diez, des Juristen Friedrich Karl von Savigny sowie des Diplomaten und Publizisten Karl August Varnhagen von Ense und seiner Frau Rahel, geborene Levin.

    Für Musikliteratur, Notendrucke, Karten, Atlanten und Literatur in außereuropäischen Sprachen schauen Sie bitte in die entsprechenden Sammlungsbeschreibungen.

    Sie suchen etwas Bestimmtes? Weiterführende Informationen finden Sie hier:

     

    Diese Sammlung umfasst 0 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Fachübergreifende Sammlungen

    Sprache

    Übergreifend

    Region

    Übergreifend

    Material

    Druckschriften, Elektronische Medien, Mikroformen, Zeitschriften | Zeitungen

    Zeit

    1450-1600, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-, 1600-1700

    Abteilung

    Allgemeine Druckschriften, Handschriften und Historische Drucke, Historische Drucke

    Unter Flugschriften werden Druckschriften geringeren Umfangs verstanden, die zu unterschiedlichsten Tagesfragen Stellung nehmen und in der Regel als Partei- und Streitschriften wissenschaftlicher, religiöser oder politischer Art zur Aufklärung oder öffentlichen Meinungsbildung rasch und weit verbreitet werden sollen. 

    Mit Berichten von Unglücksfällen, Naturkatastrophen, Mordtaten, Festen und Ähnlichem sind sie wichtige soziale und zeitgeschichtliche Dokumente. Die Sammlung Historische Flugschriften entstand auf Anregung des Historikers Johann Gustav Droysen als spezielle Quellensammlung. Der Bestand umfasste vor den Auslagerungen während des 2. Weltkrieges, die einen Bestandsschutz gewährleisten sollten, den Zeitraum von 1501 bis etwa 1942. Gegenwärtig sind in der Staatsbibliothek noch ca. 3.000 Drucke vorhanden. Bedingt durch die Auswirkungen des 2. Weltkrieges endet die Sammlung jetzt durch eine willkürlich erscheinende Zäsur nach dem Jahr 1628, also mitten im Dreißigjährigen Krieg. Die über 4.000 Flugschriften aus dem Zeitraum von 1629 bis 1790 befinden sich heute vollständig in der Biblioteka Jagiellonska in Krakau.
    Drucke ab 1791 zu den Napoleonischen Freiheitskriegen, zur Revolution von 1848 und zur deutschen Geschichte im folgenden Jahrhundert müssen dagegen vorläufig als Kriegsverlust betrachtet werden.

    Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Historische Flugschriften zur Verfügung.  

    Diese Sammlung umfasst 3000 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Buchwesen, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Fachübergreifende Sammlungen, Geschichte

    Sprache

    Übergreifend, Deutsch

    Region

    Europa

    Material

    Druckschriften

    Zeit

    1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

    Abteilung

    Handschriften und Historische Drucke

    I

    Das E.T.A.-Hoffmann-Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin umfasst Erst- und spätere Ausgaben seiner literarischen Werke, Briefe, Musikautographen und Zeichnungen sowie zahlreiche wissenschaftliche Schriften über sein Leben und Schaffen.Darüber hinaus gehören auch Illustrationen zu Büchern von E. T. A. Hoffmann zum Sammlungsgut der Staatsbibliothek zu Berlin, die in der Kinder- und Jugendbuchabteilung erworben, erschlossen und dauerhaft aufbewahrt werden.Hoffmanns Texte übten und üben auf viele bildende Künstlerinnen und Künstler eine besondere Faszination aus. Angezogen von der Bildhaftigkeit seiner Sprache und der für Hoffmann charakteristischen Mischung aus skurrilem Humor und Schauerromantik entstanden Mappenwerke, graphische Zyklen und Illustrationsfolgen.

    Eine Auswahl aus diesen Arbeiten ergänzt und bereichert den Bestand der Bibliothek. Zu den herausragenden Stücken gehören mehrere Hoffmann-Porträts von Horst Janssen, darunter "Hoffmann am Klavier" und "Das Elixier" sowie sechs Kreidezeichnungen zu "Rat Krespel" von Paul Kuhfuss. Auch Rolf Xago Schröder, Harald Metzkes, Jutta Mirtschin und Karl-Georg Hirsch sind mit künstlerischen Arbeiten vertreten.
    Besondere Kostbarkeiten sind die Originalvorzeichnungen von Peter Carl Geissler zu Hoffmanns Kindermärchen "Nußknacker und Mausekönig". Die Sammlung von Illustrationen zu E.T.A. Hoffmann umfasst gegenwärtig ca. 350 Blatt und wird fortlaufend durch Ankäufe erweitert.

    Diese Sammlung umfasst 350 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Nein

    Thema

    Buchgestaltung | Buchillustration, Kunstgeschichte, Kinder- u. Jugendbuchliteratur

    Sprache

    Deutsch

    Region

    Deutschland

    Material

    Bilder | Fotografien

    Zeit

    1800-1900, 1900-2000, 2000-

    Abteilung

    Kinder- und Jugendliteratur

    Nachgewiesen in

    Datenbank der Einblattmaterialien (DEM)
     

    Benutzung

    Kinder- und Jugendbuchabteilung / Lesesaal

    Kontakt

    Kinder- und Jugendbuchabteilung /
    Carola Pohlmann

    Mehr zum Thema

    Inkunabeln – die Wiege des Buchdrucks

    Mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg um 1450 begann eine Medienrevolution. Sie ermöglichte erstmals die massenhafte, vergleichsweise schnelle und kostengünstige Verbreitung von Wissen und veränderte damit Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft grundlegend. Die frühesten gedruckten Werke dieser Zeit nennt man Inkunabeln oder Wiegendrucke. Der Begriff leitet sich vom lateinischen incunabula („Wiege“) ab und verweist auf die Anfänge des Buchdrucks. Gemeint sind alle Drucke, die vor dem 1. Januar 1501 entstanden sind. Diese Bücher markieren den Übergang von handgeschriebenen Manuskripten zu gedrucktem Wissen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie sich Texte erstmals schnell verbreiten konnten. Heute gelten Inkunabeln als einzigartige Zeugnisse der Kultur- und Mediengeschichte.

    Inkunabeln in der Staatsbibliothek zu Berlin entdecken

    Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt eine äußerst bedeutende Inkunabelsammlungen. Rund 4.500 Bände und 150 Einblattdrucke sind hier erhalten geblieben – trotz großer Verluste im Zweiten Weltkrieg. Sie können die Werke im Lesesaal Vivarium im Haus Unter den Linden einsehen. Dort steht Ihnen auch eine umfangreiche Spezialbibliothek zur Verfügung. Viele Inkunabeln sind bereits digitalisiert und online frei zugänglich. Mehr als 1.200 Titel können Sie bequem von überall aus entdecken. Ein besonderes Highlight ist die digitalisierte Gutenberg-Bibel, die Sie virtuell durchblättern können.

    Forschung: Der Gesamtkatalog der Wiegendrucke

    Die Staatsbibliothek ist nicht nur ein Ort der Aufbewahrung, sondern auch ein Zentrum der Forschung zum frühen Buchdruck. Die Abteilung Handschriften und Historische Drucke stellt mit dem „Gesamtkatalog der Wiegendrucke“ (GW) und dem „Typenrepertorium der Wiegendrucke“ (TW) zwei unersetzliche Hilfsmittel zur Erforschung der Buchgeschichte des 15. Jahrhunderts zur Verfügung.

    Diese Sammlung umfasst 4500 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Geschichte des Buchdrucks (übergreifend), Geschichte des Buches und Buchwesens, Inkunabelkunde, Frühdrucke

    Sprache

    Übergreifend

    Region

    Europa

    Material

    Druckschriften, Einblattdrucke

    Zeit

    1450-1600

    Abteilung

    Handschriften und Historische Drucke

    J

    Im Jahr 2003 konnte die Staatsbibliothek den im zweiten Weltkrieg um fast die Hälfte dezimierten Bestand an jagd- und forstkundlicher Literatur um ca. 200 wertvolle Bände ergänzen. Die günstige Gelegenheit bot sich auf einer Münchener Auktion, auf der Teile der weltweit Jagdbibliothek des Sammlers Kurt Lindners zur Versteigerung kamen.
    Bildet das Jagdwesen den Schwerpunkt der ersteigerten Titel, so sind darüber hinaus zahlreiche Nachbardisziplinen vertreten. Neben Abhandlungen über die Hohe und Niedere Jagd zieht sich das Spektrum über Falknerei, Vogelfang, und Fischerei bis hin zur Teichwirtschaft und Bienenzucht. Neben Schrifttum über den Gebrauch von Jagdwaffen bis hin zur Fechtkunst stößt man auf jagdrechtliche Bestimmungen sowie auf das breite Spektrum der so genannten Hausväterliteratur, worunter allgemeine Schriften zum Hauswesen, zur Haushaltung und Hauswirtschaft zu verstehen sind. Selbst Titel mit kulturgeschichtlichen Aspekten oder sogar musikalische Werke mit Jagdthemen sind vertreten. Zahlreich sind auch Verzeichnisse und Wörterbücher jagdsprachlicher Ausdrücke und Wendungen in einer oder mehreren Sprachen.

    Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Jagd zur Verfügung.

    Diese Sammlung umfasst 6600 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Nein

    Thema

    Land/Forstwirtschaft

    Sprache

    Übergreifend

    Region

    Europa

    Material

    Druckschriften

    Zeit

    1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

    Abteilung

    Allgemeine Druckschriften

    Nachgewiesen in

    Benutzung

    Allgemeine Lesesäle

    Kontakt

    N.N.

    Mehr zum Thema

    Jagdkundliche Literatur

    Die Anfänge der Japan-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin – PK (SBB-PK) fallen mit dem Beginn diplomatischer Beziehungen zwischen Preußen und Japan zusammen. Im Januar 1861 schloss eine preußische Gesandtschaft unter Leitung von Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg einen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag mit Japan. Während ihres Aufenthaltes erwarben die Expeditionsteilnehmer Handschriften, Druckwerke und Karten für die damalige Königliche Bibliothek. Gut hundert Titel der heute erhaltenen historischen Japan-Sammlung gehen auf die preußische Gesandtschaft zurück, wobei eine Reihe von Stücken einzelnen Personen – dem Gesandtschaftsleiter Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg, dem Attaché Max von Brandt, dem Geologen Ferdinand Freiherr von Richthofen sowie dem Arzt Robert Lucius Freiherr von Ballhausen – zugeordnet werden können.

    Diese Sammlung umfasst 105 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Biologie, Medizin, Geographie, Geschichte, Kunstgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaften, Theologie

    Sprache

    Japanisch

    Region

    Asien

    Material

    Einbände, Handschriften

    Zeit

    1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

    Abteilung

    Ostasien

    Nachgewiesen in

    • Ostasien-OPAC
    • Digitalisierte Sammlungen

    Benutzung

    Lesesaal Ostasien

    Kontakt

    Ostasien | Dr. Ursula Flache
    ursula.flache@sbb.spk-berlin.de

    Ostasien | Christian Dunkel
    christian.dunkel@sbb.spk-berlin.de

    Mehr zum Thema

    Die so genannte „Bibliothek Otsuka“ umfasst mehr als 4.600 japanische Buchtitel, circa 140 Titel in westlichen Sprachen und fast 150 Zeitschriftentitel. Wirtschaft und Sozialwissenschaften bilden die Schwerpunkte der Sammlung. Der marxistische Wirtschaftswissenschaftler und Dichter Ōtsuka Kinnosuke (1892-1977) überließ einen Teil seiner Arbeitsbibliothek der damaligen Deutschen Staatsbibliothek (heute wiedervereinigt mit der Staatsbibliothek zu Berlin-PK) in Ost-Berlin in Form von sechs Schenkungen zwischen den Jahren 1962 und 1986. Die letzte Schenkung erfolgte posthum durch seine Witwe. Die gesamte Sammlung kann sowohl über den OPAC der Ostasienabteilung als auch über den StabiKat der Staatsbibliothek zu Berlin-PK durchsucht werden.

    Diese Sammlung umfasst 4898 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Nein

    Thema

    Politologie, Sozialwissenschaften, Militär, Wirtschaftswissenschaften

    Sprache

    Japanisch, Deutsch, Englisch

    Region

    Asien

    Material

    Druckschriften, Zeitschriften | Zeitungen

    Zeit

    1800-1900, 1900-2000

    Abteilung

    Ostasien

    Nachgewiesen in

    Benutzung

    Kontakt

    Ostasien | Dr. Ursula Flache
    ursula.flache@sbb.spk-berlin.de

    Mehr zum Thema

    私文庫目録

    邦書の部(1): 1956年6月現在 (Otsuka 267)

    邦書の部(2): 1956年-1959年 (Otsuka 2603-2)

    邦書の部(3): 1959年-1962年 (Otsuka 2603-3)

    Der deutsche Dichter Johann Paul Friedrich Richter wurde vor 200 Jahren im oberfränkischen Wunsiedel geboren und starb 1825 in Bayreuth. Aus großer Bewunderung für Jean Jacques Rousseau nannte er sich Jean Paul.

    Die Preußische Staatsbibliothek erwarb 1888 seinen über 40.000 Seiten umfassenden Nachlass.  Der Schriftsteller Jean Paul war von einer unwiderstehlichen Lust am Notieren, Aufschreiben, Kritzeln besessen. 
    "Bemerkungen über uns närrische Menschen", "Bausteine", "Satiren und Ironien", "Merkblätter", "Erfindungsbücher", so sind diese Aufzeichnungen überschrieben.

    Der Nachlass wird durch einen dreibändigen Katalog erschlossen. Die historisch kritische Gesamtausgabe seiner Werke veröffentlicht  auch den Briefwechsel Jean Pauls aus seinem Nachlass. 

    "In meinem Buche steht schlechtes und Gutes, süsses und saures unter einander oder vielmehr blos Gutes: denn was disen nicht gefället, gefället doch ienen, und was sonst niemand gefält, gefält doch mir."

     Alles mögliche, nur nicht ordentlich gekämmte Maximen oder Aphorismen zur Lebensweisheit sind sie, vielmehr ein blühendes Durcheinander von Ideen, Beobachtungen, Skizzen und Parabeln.

    Die Jean Paul Forschungsstelle der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und die Staatsbibliothek zu Berlin präsentierten im Max Liebermann Haus am Brandenburger Tor in Berlin vom 11. Oktober bis zum 30.Dezember 2013 die erste große Einzelausstellung zum Werk des deutschen Schriftstellers unter dem Titel "Dintenuniversum". Gezeigt wurden Manuskripte, Arbeitsnotizen,  Briefe und Porträts.Zur Ausstellung erschien ein umfangreicher  Katalog zu Jean Pauls "Dintenuniversum"

    Diese Sammlung umfasst 40000 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Allgemeine Geschichte, Neuere Geschichte (1789-1914), Handschriftenkunde, Philosophie, Europa ohne Osteuropa, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik

    Sprache

    Deutsch

    Region

    Deutschland

    Material

    Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe

    Zeit

    1700-1800, 1800-1900

    Abteilung

    Handschriften und Historische Drucke

    Nachgewiesen in 

    Benutzung

    Handschriften-Lesesaal 

    Kontakt

    Dr. Monika Linder, Referatsleiterin für Nachlässe und Autographen , 
    monika.linder@sbb.spk-berlin.de

    Mehr zum Thema

    Im Jahre 1887 erwarb die Preußische Staatsbibliothek eine Sammlung von 241 Handschriften, die der österreichische Forschungsreisende und Südarabienforscher Eduard Glaser (1855-1908) von seiner zweiten Jemen-Expedition im Jahre 1884 mitbrachte. Bereits aus den Erträgen dessen erster Jemen-Reise kaufte die Bibliothek einige Jahre früher 23 Handschriften an. Der Jemen war ein für Europäer sehr schwer zugängliches Gebiet. Nur sehr wenige Informationen über die religiöse Tradition der dort vorherrschenden schiitischen Richtung der Zaiditen waren bisher im Westen bekannt geworden. Mit der Sammlung Glaser gelang die erste umfangreiche Sammlung jemenitischer Handschriften nach Europa, die die Orientalistik mit vielen unbekannten Schriftquellen konfrontierte. Bis heute enthält die Sammlung Glaser zahlreiche von der Forschung unbearbeitete Texte. Die Handschriften stammen aus dem 12. bis 19. Jahrhundert.

    Die Handschriften sind vollständig in Wilhelm Ahlwardts Katalog der Arabischen Handschriften beschrieben. Einige Handschriften der Sammlung Glaser befinden sich bereits in der Digitalen Bibliothek der SBB.

    Über die Sammlung Glaser hinaus bewahrt die Orientabteilung auch jemenitische Handschriften aus anderen Ankäufen. Dazu gehören arabische Handschriften aus den Sammlungen des Arabisten Carlo Landbergs (1848-1924) oder des Fotografen und Reisenden Hermann Burchardt (1857-1909). Zahlreiche hebräische Handschriften aus den jüdischen Gemeinden des Jemen ergänzen die Sammlung.

    Abbildung:
    Titelblatt einer arabischen Sammelhandschrift zum islamischen Recht, 16. Jh. (Signatur: Glaser 2)

    Diese Sammlung umfasst 241 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Handschriftenkunde, Vorderer Orient u. Nordafrika, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie

    Sprache

    Arabisch

    Region

    Jemen

    Material

    Handschriften

    Zeit

    500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800

    Abteilung

    Orient

    Nachgewiesen in

    Benutzung

    Orientabteilung / Orientlesesaal

    Kontakt

    Orientabteilung / Christoph Rauch und Dr. Thoralf Hanstein
    christoph.rauch@sbb.spk-berlin.de
    thoralf.hanstein@sbb.spk-berlin.de

    K

    Zentrale Anlaufstelle für kartographische Materialien ist die Kartenabteilung mit ihrem Lesesaal im Haus Unter den Linden, in dem über eine Million Karten und die dazu gehörige Fachliteratur benutzt werden können.
    Die Bestände aus der Zeit zwischen 1500 und 1939 mit etwa 450 000 Einheiten gehören aufgrund des hohen Anteils handgezeichneter Karten des 18. und 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten weltweit.
    Der Bestand an aktuellen Materialien ab 1940 wurde besonders über das von der DFG bis 2015 geförderte Sondersammelgebiet Topographische Karten jährlich um mehrere Tausend Blätter erweitert.

    Kleinere, oftmals aber besonders wertvolle Sammlungen und Einzelobjekte, zumeist originale Handzeichnungen, werden durch die Handschriften-, die Orient- und die Ostasienabteilung betreut.
    Die Gesamtanzahl sämtlicher kartographischer Materialien der Staatsbibliothek beträgt somit über 1,5 Millionen Einheiten.

    Davon wurden mittlerweile mehrere Tausend digitalisiert.

    Diese Sammlung umfasst 5000 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Kartographie

    Sprache

    Deutsch, Englisch, Übergreifend

    Region

    Übergreifend

    Material

    Karten | Atlanten | Globen

    Zeit

    1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

    Abteilung

    Karten, Handschriften und Historische Drucke, Orient, Ostasien

    Die Kinder- und Jugendbuchabteilung verfügt über einen Gesamtbestand von mehr als 200.000 Bänden folgender Kategorien:

    • theoretische Werke zur Kinder- und Jugendliteratur, über Kinderbibliotheken und zur Jugendbuchpädagogik: ca. 8.000 Bände, dazu werden 45 theoretische Zeitschriften zur Kinderliteratur laufend bezogen
    • neuere deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher (nach 1945 erschienen): rund 165.000 Bände, darunter die Titel der DDR-Verlage vollständig
    • Beispielsammlung inhaltlich oder in der Gestaltung besonders bemerkenswerter Bücher des Auslandes: 68.000 Bände
    • alte deutsche Kinderbücher (vor 1945 erschienen): ca. 55.000 Bände (davon sind ca. 12.000 bis 1860 erschienen)
    • laufend bezogene Kinder- und Jugendzeitschriften: 40 deutschsprachige und 40 fremdsprachige Titel

    Ein besonderer Schwerpunkt, der das Profil der Abteilung kennzeichnet, liegt auf deutschen Kinderbüchern des 19. Jahrhunderts. Weiterhin ist die Kinder- und Jugendbuchproduktion der DDR nahezu vollständig vorhanden, weil die Bibliothek auch zu dieser Literaturgattung Pflichtexemplare sammelte.

    Kinder- und Jugendbücher gehörten bis in unser Jahrhundert hinein nicht zu den Sammlungsgegenständen wissenschaftlicher Bibliotheken. Der resultierende Quellenmangel für die Forschung führte 1951 zur Gründung der Kinder- und Jugendbuchabteilung an der Deutschen Staatsbibliothek in Ost-Berlin.

    Die Bestände der Abteilung stehen allen Leserinnen und Lesern zur Verfügung, die sich zu wissenschaftlichen und beruflichen Zwecken mit dem Kinder- und Jugendbuch befassen. Primärliteratur kann in den Lesesaal Vivarium bestellt werden. Forschungsliteratur ist freihand zugänglich und verteilt sich auf die Lesesäle Vivarium und Utopia. In welchem von beiden Lesesälen Ihr Buch steht, können Sie dem Hinweis im StabiKat entnehmen.

    Diese Sammlung umfasst 200000 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Fachübergreifende Sammlungen

    Sprache

    Übergreifend

    Region

    Übergreifend

    Material

    Druckschriften, Einbände, Spiele, Zeitschriften | Zeitungen, Karten | Atlanten | Globen, Musikalien, Audiovisuelle Medien

    Zeit

    1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

    Abteilung

    Kinder- und Jugendliteratur

    Nachgewiesen in

    StaBiKat

    Benutzung

    Kinder- und Jugendbuchabteilung / Lesesaal

    Kontakt

    Kinder- und Jugendbuchabteilung / Dr. Sebastian Schmideler
    sebastian.schmideler@sbb.spk-berlin.de

    Mehr zum Thema

    Kinder- und Jugendbuchabteilung / Bestände

    Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt eine durch ihre Einzelstücke bedeutende Sammlung von ca. 170 koptischen und 2 altnubischen Handschriften. Die koptische Sprache ist die Sprache der Christen Ägyptens. Sie schließt in gewisser Weise an die alte ägyptische Sprache in Hieroglyphenschrift an, benutzt jedoch ein Alphabet, das aus dem Griechischen entwickelt wurde. Die nubische Schrift ist der koptischen sehr ähnlich, weshalb die Handschriften zur koptischen Sammlung gehören.

    Bereits in den Jahren 1677 bis 1679 veräußerte die Witwe des Orientalisten Theodor Petraeus (gest. 1672) koptische Texte an die heutige Staatsbibliothek. Es handelte sich hierbei vor allem um Abschriften biblischer Bücher und lexikalische und exegetische Traktate. In der Folgezeit wurde die Sammlung kontinuierlich aufgebaut. Erwähnenswert sind ein 1886 erworbener sehr gut erhaltener Papyruscodex mit dem Korintherbrief von Clemens von Rom aus dem 4. Jahrhundert (Epistula Clementis) und ein 1905 erworbener mit dem sehr seltenen Originaleinband vollständig erhaltener Proverbienkodex. Dieser Kodex gehört zu den ältesten vollständig erhaltenen Büchern der Menschheit. Herauszuheben sind auch die zwei Papyrushandschriften aus Nubien. Sie sind eine wichtige Grundlage für das Studium des Altnubischen (Ms. or. quart. 1019, Ms. or. quart. 1020).

    Die Handschriften wurden in vier Bänden der Reihe "Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland (VOHD)" katalogisiert:

    Diese Sammlung umfasst 172 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Handschriftenkunde, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie, Bibelwissenschaft, Kirchengeschichte, Religionswissenschaften u. -geschichte (allgemein u. vergleichend)

    Sprache

    Übergreifend, Arabisch

    Region

    Afrika, Ägypten, Europa

    Material

    Handschriften

    Zeit

    -500, 500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

    Abteilung

    Orient

    Nachgewiesen in

    Qalamos
    StabiKat

    Benutzung

    Orient- und Ostasienlesesaal

    Kontakt

    Für die Benutzung:
    Orientabteilung

    Für fachliche Anfragen:
    Petra Figeac
    Fachreferentin für Ägyptologie, Alten Orient, Christlichen Orient, Judaistik und Hebraistik

    Die ungewöhnlich reichhaltige Sammlung von Kriegskarten in der Kartenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin verteilt sich neben einem kleineren Bestand von ca. 2.500 Manöverkarten vorwiegend auf zwei große Sammlungen unterschiedlicher Provenienz.
    Die Königliche Bibliothek selbst sammelte kontinuierlich kartographische Darstellungen von militärischen Operationen - im Kern Feldzugs- und Schlachtenkarten (Signaturengruppe Kart. V). Sie enthält ca. 12.000 vorwiegend gedruckte Kartenblätter zur Militärgeschichte vom 16. Jahrhundert bis nach dem 1. Weltkrieg.
    Mit der Übernahme der Kartensammlung des aufgelösten Großen Preußischen Generalstabs im Jahr 1920 kamen dessen Bestände hinzu, wobei die Kriegskarten bis heute als separater Sammlungsteil erhalten blieben. In ihr befinden sich zahlreiche handgezeichnete Originale und Kopien, die wahrscheinlich für die Ausbildung im Kartenzeichnen, aber auch für die Schulung in Taktik, Strategie und Kriegsgeschichte angefertigt wurden. Diese Sammlung mit ca. 9.000 Blatt betrifft vorwiegend die Zeitspanne von 1700 bis 1900.
    Die ebenfalls in großer Zahl vorhandenen Karten von Kriegsschauplätzen, die nur die räumlichen Gegebenheiten, nicht aber die Ereignisse selbst darstellen, befinden sich überwiegend in den regional geordneten Sammlungsteilen.

    Derzeit sind nur die Karten der Bibliothekssammlung online recherchierbar. Für die Bestände des Generalstabs kann im Kartenlesesaal recherchiert werden. Beide Sammlungen sind nach dem Datum der Ereignisse geordnet.

    Diese Sammlung umfasst 23500 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Kartographie, Neuere Geschichte (1789-1914), Militärgeschichte

    Sprache

    Deutsch, Französisch

    Region

    Deutschland, Frankreich, Polen, Russland, Übergreifend

    Material

    Karten | Atlanten | Globen, Handschriften

    Zeit

    1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

    Abteilung

    Karten

    Nachgewiesen in

    StabiKat
    IKAR-Altkartendatenbank
    Mikrofiche-Katalog

    Benutzung

    Kartenlesesaal Karthago

    Kontakt

    Kartenabteilung / Dr. Markus Heinz
    markus.heinz@sbb.spk-berlin.de

    Die Sammlung Künstlerische Drucke ist in der Mitte der zwanziger Jahre entstanden und begann zunächst mit einer Sammlung von Druckwerken der Privatpressen, die in der Staatsbibliothek zuvor als "Bilderbücher" abgetan und dementsprechend nicht erworben wurden. Diese Ansicht beruhte noch auf der pragmatischen Erwerbungspolitik des 19. Jahrhunderts, die von der Notwendigkeit, eine moderne Gebrauchsbibliothek zu schaffen, geprägt war. Nun aber hatte sich die Wertschätzung geändert, beeinflusst nicht zuletzt durch die Arbeit am "Gesamtkatalog der Wiegendrucke", die den Blick für die differenzierte Schönheit von Drucktypen in ihrer historischen Entwicklung geschärft hatte. 

    Seit sich spätestens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Erfindung der Schnellpresse, der Einführung von holzschliffhaltigem Papier und dem Gebrauch neuerer lllustrationsverfahren, wie dem Stahlstich und der Lithographie, auch dem überwiegenden Gebrauch des vorgefertigten Verlegereinbandes, völlig neue Möglichkeiten zur Herstellung billiger Massenauflagen ergaben, ließ die Qualität des Buches in vielen Fällen sehr zu wünschen übrig. Zunehmend erhoben Hersteller und Käufer jedoch wieder höhere Ansprüche, sowohl an die Buchgestaltung als auch an das verwendete Material.
    Durch Kriegsverlagerungen verlor die Sammlung Künstlerische Drucke etwa 180 Werke. Sie wird durch ausgewählte Objekte ständig erweitert und bis in die Gegenwart fortgesetzt. Heute umfasst sie ca. 10.000 Drucke. Die Sammlung wird darüber hinaus durch Veröffentlichungen mit Originalgraphiken bereichert. Buchkundliche Besonderheiten wie Illustratoren, Buchgestalter und Typographen werden bei der Erschließung gesondert erfasst.

    Diese Sammlung umfasst 10000 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Nein

    Thema

    Buchwesen, Kunstgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaften

    Sprache

    Übergreifend

    Region

    Übergreifend

    Material

    Druckschriften, Zeitschriften | Zeitungen

    Zeit

    1800-1900, 1900-2000, 2000-

    Abteilung

    Handschriften und Historische Drucke

    Die Kunstsammlung der Staatsbibliothek besteht aus Gemälden, Büsten, Stichen und kunsthistorisch interessanten Gegenständen. Die meisten Gegenstände kamen mit den Nachlässen bekannter Persönlichkeiten, durch den Erwerb angekaufter Bibliotheken und durch Vermächtnisse und Schenkungen ins Haus. Sie wurde nicht planmäßig angelegt, sondern dokumentiert auch  die Provenienzgeschichte  der Bestände der Staatsbibliothek über 350 Jahre hinweg. J.C.C.Oelrichs spricht  in seinem "Entwurf einer Geschichte der Königlichen Bibliothek in Berlin"  schon 1752 von den "Merkwürdigkeiten in der Manuskriptenkammer", und zählt dazu auch die erste  Luftpumpe von Otto von Guericke, dem Bürgermeister aus Magdeburg. Es sind besonders vier große Erwerbungen, die auch  den Kunstbesitz erweiterten. 1803 kam die Rheinsberger Bibliothek des Prinzen Heinrich von Preußen(1726-1802), eines Bruders Friedrich II. ins Haus. Mit ihr 16 gerahmte Bildnisse berühmter Persönlichkeiten und drei Büsten des französischen Bildhauers Jean-Antoine Houdon. Diese Werke werden  gegenwärtig als Leihgabe im Bibliothekszimmer im  Schloß Rheinsberg gezeigt. 

    Auch zur Bibliothek des Berliner Verlagsbuchhändlers Friedrich Nicolai(1733-1811) gehörten zahlreiche Kunstwerke. Die 1841 erworbene  musikgeschichtliche Bibliothek des Sammlers Georg Poelchau enthielt eine Reihe von Musikerbildnissen und Büsten. Im Nachlass von Karl August Varnhagen von Ense befanden sich neben Porträts seiner Person und seiner Ehefrau Rahel auch Pastellbildnisse aus der Berliner Gesellschaft von der Hand seiner Nichte Ludmilla Assing.

    Einzelne Objekte,  wie einst als Schenkungen des preussischen  Königs - zum Beispiel das  lebensgrosse  Alexander von Humboldt Bildnis von Julius Schrader, welches heute im Rara Lesesaal Unter den Linden hängt,  oder aus Privatbesitz, ergänzen die Sammlung auch heute noch durch freundliche Geschenke.

    Erich Biehahn veröffentlichte 1961 die erste gedruckte Übersicht unter dem Titel " Kunstwerke der Deutschen Staatsbibliothek ".

    Einzelne Werke aus der Kunstsammlung können im "Kulturwerk"  im Haus Unter den Linden besichtigt werden. Das bekannteste ist ein Lucas Cranach- Gemälde, das Porträt des Historiographen und Mathematikers Johann Carion( 1499-1537).

    Diese Sammlung umfasst 400 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Nein

    Thema

    Allgemeine u. fachübergreifende Zeitschriften, Zeitungen, Geschichte, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft

    Sprache

    Deutsch

    Region

    Deutschland

    Material

    Bilder | Fotografien, Einblattdrucke, Karten | Atlanten | Globen, Musikalien, Nachlässe | Autographen | Briefe

    Zeit

    1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

    Abteilung

    Musik, Handschriften und Historische Drucke

    Nachgewiesen in

    Benutzung

    Handschriften-Lesesaal

    Kontakt

    Kunstsammlung der Staatsbibliothek / Dr. Gabriele Kaiser 
    gabriele.kaiser@sbb.spk-berlin.de

     

    L

    Carl Robert Lessing (1827-1911), der Großneffe des Dichters Gotthold Ephraim Lessing und Herausgeber der" Vossischen Zeitung"  erwarb 1876 die  von der Familie Friedlaender angelegte reiche Autographensammlung, die vor allem bedeutende Originalhandschriften Lessings enthielt.

    Die Sammlung erweiterte er planmässig durch Ankäufe, wobei sein Interesse besonders dem Gebiet der deutschen Literatur von Lessing bis zu Goethes Tod galt. Auch wertvolle Bücher, Erstausgaben der Werke Lessings und Kunstgegenstände wurden gesammelt. Sein Haus in der Dorotheenstrasse 13, von Martin Gropius errichtet, wurde zum Familienmuseum.
    Aus der Hinterlassenschft seiner Erben kam die Sammlung als Vermächtnis in die Obhut der Preußischen Staatsbibliothek.

    Während des Krieges wurde die Sammlung nach Schlesien verlagert und gilt in großen Teilen als verbrannt und verschollen.
    Von den ursprünglich 10 Kästen blieb nur ein Kasten erhalten. Dieser enthält wertvollste Manuskripte: die Reinschrift von Lessings Theaterstück Minna von Barnhelm, Lessings Werk Laokoon, zahlreiche Briefe von und an Lessing, Goethe Briefe an Friedlaender und auch das schöne Gedicht von Goethe mit einer Zeichnung für den Maler Roesel.

    Gotthold Lessing, sein Sohn, veröffentlichte ein umfangreiches Werkverzeichnis der kostbaren Sammlung, das natürlich jetzt auch noch die verlorenen Objekte nachweist.

    Die erhaltenen Autographen werden durch die Verbunddatenbank Kalliope verzeichnet.

    Diese Sammlung umfasst 1000 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Nein

    Thema

    Handschriftenkunde, Philosophie, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik

    Sprache

    Deutsch

    Region

    Deutschland

    Material

    Druckschriften, Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe

    Zeit

    1700-1800, 1800-1900

    Abteilung

    Allgemeine Druckschriften, Handschriften und Historische Drucke

    Bibliotheken in fürstlichem Besitz waren bis in die frühe Neuzeit hinein auch Raritätenkammern. Sie enthielten ebenso Globen, Münzen, Gesteine und Mineralien sowie eine willkürliche Anhäufung von allerhand Merkwürdigkeiten. Die folgende Schilderung bezieht sich auf das Kurfürstliche Schloss in Berlin und den dazugehörigen Lustgarten. Die erwähnte »Liberey« ist die 1661 gegründete Kurfürstliche Bibliothek: »... allwo im fürbeygehenden Kammern zu sehen, in welchen künstliche Uhren, rare Antiquiteten, Statuae, Numismata, Naturalia, Modellen von allerhand Inventionen bewahret werden. Unter denselben ist eine große mit mehr als 80 000 gedrückten und geschriebenen raren Büchern angefüllete Bibliothec oder Liberey: Welche über der Hof-Apotheck und Buchdruckerey ruhet. Von dannen kan man in den Garten kommen, welcher mit allerhand raren Bäumen, Pflantzen, auch einer schönen Grotte und Wasserwercken gezieret ist.« (Hendreich. Derer, die Marck zu Brandenburg betreffende Sachen, Erster Entwurff. 1682, Sig. D6).
    Die Kurfürstliche Bibliothek war keine systematisch aufgebaute, sondern eine eher zufällig zu Stande gekommene Sammlung, die im Laufe der Zeit durch Neuerwerbungen, vor allem durch Geschenke an das Haus Hohenzollern vermehrt wurde. Auf diesen frühen Bestand von gedruckten Zimelien geht die alte Sammlung der kostbaren Libri impressi rari zurück, die heute 336 Bände umfasst. Der größere Teil mit 670 Bänden ist nach den Verlagerungen im Zweiten Weltkrieg nicht wieder in die Staatsbibliothek zurückgekehrt.

    Zu den Kostbarkeiten der Sammlung gehören z.B. die durch Servais Kruffter in Köln 1532 gedruckte niederdeutsche Ausgabe des Volksbuches von Till Eulenspiegel, die Übersetzung von Luthers Katechismus und die First-Folio-Ausgabe von Shakespeare aus dem Jahre 1623.

    Diese Sammlung umfasst 336 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Fachübergreifende Sammlungen

    Sprache

    Übergreifend

    Region

    Übergreifend

    Material

    Druckschriften

    Zeit

    1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

    Abteilung

    Handschriften und Historische Drucke

    Nachgewiesen in

    StaBiKat

    Benutzung

    Rara-Lesesaal

    Kontakt

    Michaela Scheibe

    Mehr zum Thema

     

    Die Sammlung der Libri in membrana impressi, der Drucke auf Pergament, gehört zu den ältesten Sondersammlungen der Staatsbibliothek. Heute enthält die Sammlung noch 83 Titel, aus den Verlagerungsorten kehrte nach dem Krieg nur etwa die Hälfte der ursprünglich vorhandenen Drucke zurück.

    Pergamente sind ungegerbte, von den Haaren befreite und gereinigte, mit Kalk gebeizte, mit Bimsstein geglättete und unter Spannung getrocknete Tierhäute von Schafen, Ziegen und Kälbern. Wegen ihrer glatten, harten und hornartigen Beschaffenheit eignen sie sich für die Illuminierung besonders. Nicht zuletzt diese Eigenschaft sicherte Pergament bis in die Gegenwart seine Verwendung. Beispiele für Pergament als Druckträger in ausgesuchten Fällen reichen in der Sammlung der Staatsbibliothek vom "Theuerdank" des Kaisers Maximilian I. bis in die neueste Zeit, wie zum Beispiel die Drucke der 1913 in Weimar gegründeten Cranach-Presse. Diese Presse stellte unter der Leitung von Harry Graf Kessler nur wenige erlesene, dafür außerordentlich schön gestaltete Bücher her.

    Diese Sammlung umfasst 83 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Buchwesen, Fachübergreifende Sammlungen, Geschichte

    Sprache

    Übergreifend

    Region

    Europa

    Material

    Einbände, Druckschriften

    Zeit

    1450-1600, 1600-1700

    Abteilung

    Handschriften und Historische Drucke

    Nachgeweisen in

    StaBiKat

    Benutzung

    Rara-Lesesaal

    Kontakt

    Michaela Scheibe

    Mehr zum Thema

    Um 1900 gab es im deutschsprachigen Raum ein vermehrtes Interesse an der Pantomime. Interessanterweise wurde aber die sogenannte wortlose Kunst nicht nur aufgeführt, sondern es wurden etliche Texte verfasst, die mit der Bezeichnung „Pantomime“ versehen und sowohl als Hefte und Bücher als auch in Zeitschriften als Lesetexte publiziert wurden. Die Pantomime, so ließe sich formulieren, war plötzlich gar nicht mehr so stumm. Inspiriert wurde die Gattung von den damals neueren visuellen Medien, was in zum Teil sehr aufwendig gestalteten und schriftbildlich interessanten Publikationen zum Tragen kommt. Um diese wenig erforschten Texte und damit die Bedeutung der Pantomime zugänglicher zu machen, sind einige, soweit es die Urheberrechte zulassen, digitalisiert worden.   

    Diese Sammlung umfasst 60 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Sprach- und Literaturwissenschaften

    Sprache

    Deutsch

    Region

    Deutschland, Österreich

    Material

    Druckschriften, Zeitschriften | Zeitungen

    Zeit

    1800-1900, 1900-2000

    Abteilung

    Allgemeine Druckschriften

    Nachgewiesen in

    Benutzung

    Allgemeiner Lesesaal

    Kontakt

    Ursula Jäcker
    Indra Heinrich
    Benutzung - Wissenschaftliche Dienste

    Mehr zum Thema

    Bestandsliste Literarische Pantomime

    Bei jüdischen Displaced Persons (DPs) handelt es sich um Menschen, die die Shoah überlebten und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vorerst heimatlos in Lagern in ganz Deutschland Zuflucht fanden. Dort erhielten sie wieder die Möglichkeit, ihrem religiösen und täglichen Leben auch mithilfe von Büchern, Zeitschriften und anderen Druckerzeugnissen Ausdruck zu verleihen. Die Bände aus der DP-Sammlung sind daher in mehrfacher Hinsicht bedeutend. Sie sind nicht nur erste Augenzeugenberichte der Shoah, sondern auch Dokumente des wieder aufblühenden jüdischen Lebens der deutschen Nachkriegszeit. Darüber hinaus bilden sie einen wichtigen Mosaikstein in der Entstehungsgeschichte des Staates Israel. Die Bücher und Zeitschriften mit all ihren Inschriften, Widmungen und Gedenktafeln an die Opfer der Shoah sind wertvolle materielle Zeitzeugen. Leider sind viele dieser Werke heute nur noch schwer zu finden oder in schlechtem Zustand.

    Die Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin konzentriert sich auf Werke jüdischer DPs. Drucke nicht-jüdischer Herkunft werden dagegen nicht gesammelt. Erworben werden alle Druckerzeugnisse aus den Jahren 1945 bis 1957, dem Jahr der Schließung des letzten DP-Camps in Föhrenwald. Die Sammlung ist überregional aufgebaut. Sie umfasst Bücher sowohl aus der Amerikanischen als auch der Britischen Besatzungszone.

    Besonders zahlreich vertreten sind religiöse Werke wie Bibeln, Gebetbücher und der berühmten "Survivors' Talmud". Doch sie enthält auch Werke weltlichen Inhalts, die den Alltag der Überlebenden widerspiegeln:

    • Wochenzeitungen und Propagandaschriften der verschiedenen meist zionistischen Gruppierungen
    • Romane und Gedichte der modernen jiddischen und hebräischen "Klassik" z. B. Scholem Alechem (שאלעם עלייכם), Chaim N. Bialik (ביאליק, חיים נחמן), Rachel (רחל)
    • Lese- und Lehrbücher für die in den Lagern eingerichteten Schulen
    • Erste Dokumentationen des Genozids in Wort und Bild
    • Berichte von Partisanen und Überlebenden des Warschauer Ghettos, Anthologien ihrer Lieder, Aufrufe und Parolen

    Diese Sammlung umfasst 470 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Nein

    Thema

    Fachübergreifende Sammlungen, Allgemeine u. fachübergreifende Zeitschriften, Zeitungen, Pädagogik, Sprach- und Literaturwissenschaften, Sonstige Sprachen, Theologie, Judaistik

    Sprache

    Jiddisch, Hebräisch, Deutsch

    Region

    Israel, Europa, Deutschland

    Material

    Druckschriften, Zeitschriften | Zeitungen

    Zeit

    1900-2000

    Abteilung

    Orient

    Nachgewiesen in

    StabiKat

    Benutzung

    Orientlesesaal
    Vivarium

    Kontakt

    Petra Figeac
    Fachreferentin für Ägyptologie, Alter Orient, Christlicher Orient, Judaistik und Hebraistik

    Bei der Sammlung von Literatur zu ca. 5000 Künstler:innen handelt es sich vorwiegend um Sekundärliteratur. Neben Erstausgaben der Viten berühmter Künstler:innen, umfangreichen biographischen Werken, grundlegenden wissenschaftlichen Werkverzeichnissen - den sogenannten Catalogues raisonnés - findet man Bildbände, Studien zu einzelnen Aspekten des künstlerischen Schaffens und nicht zuletzt eine große Zahl von Ausstellungskatalogen und Kunstpublikationen der großen Museen, wie auch vieler kleiner Galerien und Kunstverlage, sofern sie sich auf einen einzelnen Künstler oder eine einzelne Künstlerin beziehen.
    Es gibt seltene Ausgaben unbekannter, in den großen Nachschlagewerken nicht nachgewiesener Künstler:innen, z.B. des heute fast vergessenen Abraham/Avram Palukst oder der beiden Graphiker Willy Adebahr und Eugen Papendick.
    Der Universalität der "Sammlung" entspricht die Sprachenvielfalt. Unter den vorwiegend westeuropäischen Sprachen rangieren nach dem Deutschen gleich Italienisch und Französisch, unter den osteuropäischen Sprachen überwiegt das Russische.
    Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Einzelne Künstler zur Verfügung.

    Diese Sammlung umfasst 14300 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Nein

    Thema

    Kunstgeschichte

    Sprache

    Übergreifend

    Region

    Europa

    Material

    Druckschriften

    Zeit

    1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

    Abteilung

    Allgemeine Druckschriften

    Nachgewiesen in

    Benutzung

    Allgemeine Lesesäle

    Kontakt

    Wissenschaftliche Dienste / Fachgebiet Kunst

    Mehr zum Thema

    Kunstbibliothek

    Die einzigartige Luther-Sammlung der Preußischen Staatsbibliothek, die vor allem zeitgenössische Einzeldrucke in allen Varianten enthielt, setzte sich aus unterschiedlichen Provenienzen zusammen. Eine kleine Büchersammlung aus dem Nachlass Luthers, die seine Enkel verkauft hatten, gehörte schon zum Gründungsbestand der Bibliothek. Hinzu kamen die gezielten Erwerbungen theologischer Spezialsammlungen, z.B. von Johann Karl Friedrich Knaake, William Jackson und der Kirchenministerialbibliothek aus Celle.

    In Hinblick auf Qualität und Quantität galt die Luther-Sammlung der Preußischen Staatsbibliothek mit 5.641 Drucken als die größte der Welt. Im Zweiten Weltkrieg vollständig evakuiert, ist ihr Schicksal bis heute ungeklärt. Eine Rekonstruktion dieses zeitgenössischen Teils der Sammlung wird in dieser Form nicht mehr möglich sein. Die Staatsbibliothek hat es sich jedoch zur Aufgabe gemacht, im Rahmen ihres Bestandsschwerpunktes zur Reformationsgeschichte Luther-Drucke von besonderer Relevanz erneut zu erwerben und der Forschung zugänglich zu machen. Inzwischen ist die Sammlung wieder auf 900 Drucke angewachsen.

    Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Luther-Sammlung zur Verfügung.

    Diese Sammlung umfasst 900 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Buchwesen, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Geschichte, Kunstgeschichte, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Theologie

    Sprache

    Latein, Deutsch, Übergreifend

    Region

    Europa

    Material

    Druckschriften, Einbände

    Zeit

    1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

    Abteilung

    Handschriften und Historische Drucke

    Die Luther- und Reformatorensammlung wurde im 19. Jahrhundert von dem Antiquar Jacoby zusammengestellt und wurde bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts mit modernen Grafiken und Fotografien ergänzt.

    Sie enthält in erster Linie Porträts Martin Luthers und der Reformatoren in den verschiedensten Ausführungen. Es findet sich Luther als Mönch, Junker Jörg, als Prediger, wie ihn Lucas Cranach und seine Schüler gestalteten. Luther mit Pelz und Kappe oder im Ornat des protestantischen Predigers; in seiner Bücherei stehend oder mit dem Sinnbild des Schwans im Hintergrund. Inzukommen Abbildungn auf Medaillen, Denkmäler, Phantasiestücke in verschiedenen Lebensaltern, Allegorien, Spottbilder, Silhouetten.

    Die Abbildungen des Reformatores werden ergänzt von Bildern mit seiner Ehefrau Katharina von Bora, seinen Kindern und seinen Eltern sowie seinen Weggefährten, wie Friedrich III. von Sachsen, Philipp Melanchthon, Huldrich Zwingli, Georg Spalatin und Johannes Bugenhagen.

    Als Künstler sind neben den beiden Lucas Cranachs und ihrer Schule auch Martin Bernigeroth, Tobias Stimmer und Johann Sadeler beteiligt.

     

    Diese Sammlung umfasst 1000 Objekte.

    (Teil-)Digitalisiert:

    Ja

    Thema

    Buchdruck 16. Jahrhundert bis Gegenwart, Frühe Neuzeit (1500-1789), Kunstgeschichte, Philosophie, Europa ohne Osteuropa, Theologie

    Sprache

    Deutsch, Latein

    Region

    Deutschland

    Material

    Einblattdrucke, Bilder | Fotografien

    Zeit

    1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

    Abteilung

    Handschriften und Historische Drucke

    Nachgewiesen in

    StaBiKat

    Benutzung

      Handschriften-Lesesaal

        Kontakt

        Referat Graphische Sammlungen, Dr. Monika Linder und Felicitas Rink
        monika.linder@sbb.spk-berlin.de
        felicitas.rink@sbb.spk-berlin.de
         

        Mehr zum Thema

        Graphische Sammlungen in der Abteilung Handschriften und Historische Drucke

        M

        1882 erwarb der preußische Staat den größten Teil der Handschriftensammlung von Alexander Douglas-Hamilton (1767–1852), des 10. Herzogs von Hamilton. Hamilton hatte seit seiner Jugend beständig bibliophile Kostbarkeiten erworben und dazu nicht zuletzt Reisen nach Oberitalien und Venetien genutzt, wo wegen der Aufhebung vieler Bibliotheken geistlicher Institutionen Handschriftenbestände als scheinbar nutzlose Altlasten zum Verkauf kamen. Auch auf seinen späteren Reisen, die ihn nach Frankreich, Italien und, 1806 bis 1808, als Botschafter nach Russland führten, nahm Hamilton Erwerbungen vor, ebenso auf englischen Auktionen der 20er und 40er Jahre.

        Die Erwerbung der gesamten Handschriftensammlung mit 692 Signaturen von Alexanders Enkel erfolgte für die enorme Summe von etwa 1,5 Mio. Goldmark. Ein Teil dieser Ausgaben musste durch den Wiederverkauf von Handschriften finanziert werden, so dass schließlich 506 Bände in die Königliche Bibliothek gelangten, darunter auch 42 persische und arabische Manuskripte, die in der Orientabteilung aufbewahrt werden. Weitere 78 Codices kamen an das Kupferstich-Kabinett und das Museum für Völkerkunde.

        Zu den berühmtesten Handschriften der Staatsbibliothek zählt Ms.Ham. 90, das Autograph von Giovanni Boccaccios Decamerone. Mit der 1368 entstandenen ersten Niederschrift von De sui ipsius et multorum ignorantia (Ms.Ham. 493) befindet sich außerdem ein Autograph des italienischen Dichters Francesco Petrarcas unter den Hamilton-Handschriften.

        Diese Sammlung umfasst 600 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Bibliophilie (inkl. Buchbesitzzeichen u. allg. Gelehrtenbibliotheken), Allgemeines, Biographische Lexika u. Quellen, Allgemeine Geschichte, Alte Geschichte, Frühe Neuzeit (1500-1789), Historische Hilfswissenschaften, Mittelalter, Regionale Geschichte, Handschriftenkunde, Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Philosophie, Rechtsgeschichte, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Anglistik | Amerikanistik, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik, Klassische Philologie, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Romanistik, Allgemeines, Religionswissenschaften u. -geschichte (allgemein u. vergleichend)

        Sprache

        Englisch, Italienisch, Latein, Griechisch, Französisch, Persisch, Übergreifend

        Region

        Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien

        Material

        Einbände, Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe

        Zeit

        500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800

        Abteilung

        Orient, Handschriften und Historische Drucke

        Im  Jahre 1889 gelang der Ankauf eines kleinen, wenngleich äußerst bedeutenden Ausschnitts aus der großen Sammlung des Engländers Sir Thomas Phillipps (1792-1872). Dabei handelt es sich um die frühere Bibliothek des Pariser Jesuitenkollegs, die 1824 von Phillipps erworben worden war.

        Der wissenschaftliche Wert dieses Sammlungsteils, der der Forschung schon seit ihrer Pariser Zeit gut bekannt war, gründet sich hauptsächlich auf die beiden stärksten Gruppen darin, die griechischen und lateinischen Handschriften.
        Mit dem Hinzugewinn der griechischen Handschriften konnte die Staatsbibliothek in diesem Segment auf einen Schlag mit den bedeutendsten Bibliotheken Europas gleichziehen. Unter den lateinischen Handschriften befinden sich namhafte Quellen für die Geschichte des deutschen Mittelalters, die insbesondere die Vertreter der Monumenta Germaniae Historica für ihren Ankauf einnahmen. Diese kam schließlich nicht zuletzt durch das persönliche Engagement Theodor Mommsens zustande.

        Mit über 500 Handschriften stellt diese Sammlung die größte geschlossene Erwerbung in der Geschichte der Handschriftenabteilung dar.

        Diese Sammlung umfasst 6 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Bibliophilie (inkl. Buchbesitzzeichen u. allg. Gelehrtenbibliotheken), Buchgestaltung | Buchillustration, Allgemeines, Alte Geschichte, Frühe Neuzeit (1500-1789), Mittelalter, Handschriftenkunde, Kunstgeschichte, Philosophie, Rechtsgeschichte, Europa ohne Osteuropa, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik, Klassische Philologie, Theologie

        Sprache

        Griechisch, Latein, Niederländisch, Französisch

        Region

        Deutschland, Frankreich, Großbritannien

        Material

        Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe

        Zeit

        500-1450, 1450-1600, 1600-1700

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        Verzeichnis der von der Königlichen Bibliothek zu Berlin erworbenen Meerman-Handschriften des Sir Thomas Phillipps, Berlin : Schade, 1890-1892, darin:

        Benutzung

        Handschriften-Lesesaal

        Kontakt

        Referat Abendländische Handschriften / Dr. Robert Giel
        robert.giel@sbb.spk-berlin.de

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        Die Sammlung umfasst Bilder des berühmten englischen Feldherrn John Churchill, Duke of Marlborough (1650-1722), seiner Frau Sarah (1660-1744), die eine gute Freundin von Queen Anne (1665-1714) war und seiner Familie, darunter auch zahlreiche Schabkunstblätter nach Gemälden von Godefrey Kneller, Joshua Reynolds und George Rommey. Hinzu kommen Wappendarstellungen,  Bilder seiner Schlösser Woodstock Park und Blenheim Palace, das zu den größten und bekanntesten Schlössern Englands gehört, sowie allegorische Verherrlichungen seiner militärischen Aktionen während des Spanischen Erbfolgekriegs.

        Zu den bekanntesten Nachfahren des Duke of Marlborough zählen der zweimalige Premierminister und Literaturnobelpreisträger Winston Churchill (1874-1965), eigentl. Sir Winston Leonard Spencer-Churchill, der in Woodstook geboren wurde, und Diana, Princess of Wales (1961-1997), geb. Lady Diana Frances Spencer, deren Familie auf die Tochter des ersten Duke of Marlborough, Anne Churchill zurückgeht.

        Diese Sammlung umfasst 177 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Frühe Neuzeit (1500-1789), Neuere Geschichte (1789-1914), Kunstgeschichte, Militärgeschichte, Europa ohne Osteuropa

        Sprache

        Englisch

        Region

        Großbritannien

        Material

        Bilder | Fotografien, Einblattdrucke

        Zeit

        1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        Stabikat

        Benutzung

        Lesesaal Vivarium

        Kontakt

        Referat Graphische Sammlung / Dr. Monika Linder und Felicitas Rink
        monika.linder@sbb.spk-berlin.de
        felicitas.rink@sbb.spk-berlin.de

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        Graphische Sammlung in der Abteilung Handschriften und Historische Drucke

        Die Mendelssohn-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin geht ganz wesentlich auf zwei großzügigen Schenkungen aus der Familie Mendelssohn zurück. Im Jahr 1878 stifteten die Erben des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdys dessen kompositorischen Nachlass der Königlichen Bibliothek zu Berlin. Im Gegenzug vergab der preußische Staat jährlich ein Stipendium für junge Musiker. In veränderter Form lebt dieses bis heute im Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb weiter.

        Mit dieser Schenkung kamen über 50 Autographen-Bände in die Bibliothek, die mehrere hundert Werke Felix Mendelssohn Bartholdys enthielten. Im Laufe der Zeit konnte die Sammlung um zahlreiche Neuerwerbungen ergänzt werden. Infolge von Auslagerungen im Zweiten Weltkrieg befinden sich heute jedoch 17 Bände Mendelssohn-Autographen in der Krakauer Jagiellonen-Bibliothek. Daneben besitzt die Staatsbibliothek zu Berlin rund 1000 eigenhändige Briefe und etliche Zeichnungen und Aquarelle des Komponisten. Hinzu kommt eine umfassende Sammlung von Erstausgaben und modernen Editionen seiner Werke.

        1964 stellte sich der Felix-Urenkel Hugo von Mendelssohn Bartholdy in die mäzenatische Tradition seiner Vorfahren. Er hatte seit Anfang der 1950er Jahren eine Sammlung von Nachlassmaterialien und Originaldokumenten aus der gesamten Familie Mendelssohn aufgebaut. Dieses Mendelssohn-Archiv übereignete er nun der Staatsbibliothek, die es bis heute im Sinne seines Stifters weiterführt. Zu den Beständen des Mendelssohn-Archivs gehören unter anderem:

        • zahlreiche Briefe aus der Familie Mendelssohn
        • eine Bibliothek der Werke des Stammvaters der Familie Moses Mendelssohn
        • Notenautographe von Fanny Hensel und anderen
        • eine umfangreiche Bildersammlung
        • die erhaltenen Teile des Archivs des Bankhauses Mendelssohn & Co.
        • Teilnachlässe verschiedener Nachfahren Moses Mendelssohns, die sich als Bankiers, Juristen und Wissenschaftler einen Namen gemacht haben

        Einen Überblick über Geschichte und Bestände des Mendelssohn-Archivs geben folgende Publikationen:

        • Klein, Hans-Günter: Das Mendelssohn-Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin. Bestandsübersicht, Berlin 2003 (Beiträge aus der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, 15).
        • Schmidt-Hensel, Roland: „50 Jahre Mendelssohn-Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin. Geschichte und Bestände 1965–2015“, in: Mendelssohn-Studien 19 (2015), S. 295–329 (als PDF zum Download „Mendelssohn_Studien_Band_19.pdf“).

        Diese Sammlung umfasst 20000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Geschichte, Musikwissenschaft, Philosophie, Rechtsgeschichte, Wirtschaftsgeschichte

        Sprache

        Deutsch, Englisch, Französisch, Jiddisch

        Region

        Europa

        Material

        Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe, Druckschriften, Musikalien, Bilder | Fotografien

        Zeit

        1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Musik

        Nachgewiesen in

        [Moses Mendelssohn:]

        [Felix Mendelssohn Bartholdy:]

        [Fanny Hensel:]

        Benutzung

        Lesesaal "Venedig"

        Kontakt

        musik@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema

        Mendelssohn-Gesellschaft

        1916 wurde die rund 2900 Menükarten umfassende Sammlung von dem Berliner Privatgelehrten Dr. Georg August Freund der Staatsbibliothek übergeben. Die Sammlung ist über die Jahre geringfügig erweitert  worden, hauptsächlich aber stammen die Karten aus dem Zeitraum 1880-1913.

        Im Gegensatz zur Speisenkarte, die in Gasthäusern und Restaurants dem Gast die angebotene Speisenauswahl nennt , informiert die Menükarte über die spezifische Speisenfolge einer Mahlzeit an einem bestimmten Tag. Neben der Speisenfolge werden auch die servierten Weine, Begleitmusiken und weiteren Darbietungen genannt.  Damit bieten die Karten einen spannenden Einstieg in verschiedene kulturhistorische Fragestellungen an.

        Sie sind zum Teil grafisch sehr aufwendig im Stil der Belle Epoche gestaltet. Es sind Menükarten  von Vereinstreffen, Hochzeiten, Bällen und Schiffsreisen. Ein Schwerpunkt der Sammlung in der Staatsbibliothek liegt auf den Menuekarten der kaiserlichen Tafel Wilhelms II. von Preußen, wo auch immer sie stattfand: im Berliner Stadtschloss, im Neuen Palais in Potsdam, bei der Kur in Wiesbaden, auf einer Kreuzfahrt, im Manöver  oder auf der Jagd. Es wird der Anlass und die Gäste benannt. Immer häufiger wird der Koch d.h. der Küchenmeister genannt, der auch auf die Kreuzfahrten mitgenommen wird.

        Auf den Sammlermarken, die im Allgemeinen den Menuekarten beiliegen, ist die Anzahl  der Gedecke und damit der Personen, die an der Tafel teilnehmen verzeichnet.

        Der Bestand der Menükartensammlung  ist in einer Exceltabelle vorläufig erschlossen.  Karten aus der Sammlung können jederzeit in den Lesesaal der Handschriftenabteilung bestellt werden.

         

        Diese Sammlung umfasst 2900 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Buchgestaltung | Buchillustration, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Kunstgeschichte

        Sprache

        Deutsch, Französisch

        Region

        Deutschland, Übergreifend

        Material

        Einblattdrucke, Handschriften

        Zeit

        1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        Menükarten

        Benutzung

        Handschriften-Lesesaal

        Kontakt

        Referat Graphische Sammlungen / Felicitas Rink
        felicitas.rink@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema

        Messkataloge hießen seit dem 16. Jahrhundert die halbjährlich zur Oster- und Michaelismesse ausgegebenen Verzeichnisse über die auf der Messe angebotenen oder demnächst erscheinenden Bücher. Die Bedeutung der Messkataloge als Hauptinformationsmittel über den deutschen Büchermarkt und die deutsche Publikationsgeschichte ist außerordentlich groß. Denn für die ältere Zeit bleiben die Messkataloge die bibliographische Hauptquelle der deutschen Buchproduktion. Das Fehlen einer frühen deutschen Nationalbibliographie führte dazu, dass diesem buchhändlerischen Vertriebsmittel, obwohl es beispielsweise keine Dissertationen oder Nachdrucke verzeichnete, die Funktion einer periodischen Allgemeinbibliographie übertragen wurde.

        Erst seit 1798 verloren sie diese Bedeutung durch die Herausgabe des Hinrichsschen Halbjahresverzeichnisses. Als schmucklose und unscheinbare Verbrauchsliteratur fielen die Verzeichnisse schnell der Vernichtung anheim. Die Sammlung der Staatsbibliothek umfasst heute noch insgesamt rund 560 Messkataloge. Die Frankfurter Messkataloge sind von 1568 bis 1695 vertreten. Die Jahre von 1696 bis 1750 waren nie im Bestand der Bibliothek. Die Leipziger Messkataloge sind mit größeren Lücken zwischen 1603 und 1613 für die Jahre von 1595 bis 1728 erhalten geblieben. Die Jahrgänge von 1731 bis 1794 werden als Folge der Kriegsverlagerungen gegenwärtig in der Biblioteka Jagiellonska in Krakau aufbewahrt. Die verstreut in den Bibliotheken vorhandenen Messkataloge fasste Bernhard Fabian von 1977 bis 1984 in einer Mikrofiche-Edition zusammen, die seit 2007 via Olms- Verlag auch in digitaler Form verfügbar ist. Damit stehen alle Frankfurter und Leipziger Messkataloge des 16., 17. und 18. Jahrhunderts vollständig für die Forschung bereit.

        Diese Sammlung umfasst 560 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Buchwesen, Frühe Neuzeit (1500-1789)

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Deutschland

        Material

        Druckschriften

        Zeit

        1450-1600, 1600-1700

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        StaBiKat

        Benutzung

        Rara-Lesesaal

        Kontakt

        Michaela Scheibe

        Mehr zum Thema

        175 Jahre deutscher Verlags- und Wissenschaftsgeschichte - von 1801 bis 1975 - waren in den 1.181 Kartons enthalten, die der Staatsbibliothek zu Berlin 2010  geschenkt wurden. Die aus Tübingen übernommenen Kartons des Verlages Mohr Siebeck enthalten  unterschiedliche Materialien. 
        Darunter finden sich die  Korrespondenzen  mit Autoren, Verlagsverträge, Rezensionen, Briefe und Dokumente zu Herstellung und Vertrieb sowie zur Unternehmensentwicklung.

        Viele deutsche Wissenschaftler mit internationaler Wirkung publizierten bei Mohr Siebeck, unter ihnen Adolf von Harnack, Hans Kelsen und Max Weber. Sie waren oft nicht  allein Autoren sondern zugleich auch Ratgeber des Verlags, so dass sich aus der Korrespondenz mit ihnen auch die Entwicklung der jeweiligen Fachdisziplin sowie der Verbindung der Disziplinen untereinander ablesen lässt. Das Archiv des Verlages Mohr Siebeck hat seinen Schwerpunkt in der Zeit nach 1880. Die Autorenkorrespondenz wurde seither systematisch abgelegt und ist lückenlos erhalten. Von der Idee des Autors über seine Korrespondenz mit dem Verleger, die Vertragsverhandlungen, Druckaufträge und Honorarabrechungen bis zur Korrespondenz über mögliche weitere Auflagen werden Werke hier dokumentiert, darüber hinaus kann man die Wirkung des Werks in den ebenfalls in großer Vollständigkeit gesammelten Rezensionen erfahren.

        Die lückenlose Überlieferung gestattet Einblicke in die wirtschaftliche Situation ebenso wie in politische Rahmenbedingungen, sie eröffnet Forschungsmöglichkeiten über einzelne Wissenschaftler, Fachdisziplinen und verschiedene wissenschaftliche Themen.

        Im November 2012 startete ein von der DFG gefördertes Projekt zur Erfassung der Korrespondenz und der Verlagsverträge, dessen Ziel die Verzeichnung der über 160.000 Objekte in der Datenbank Kalliope ist.

        Diese Sammlung umfasst 160 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Allgemeines, Buchhandel und Verlagswesen, Geschichte des Buchhandels, Allgemeines, Biographische Lexika u. Quellen, Allgemeine Geschichte, Alte Geschichte, Frühe Neuzeit (1500-1789), Historische Hilfswissenschaften, Mittelalter, Neuere Geschichte (1789-1914), Regionale Geschichte, Klassische Archäologie, Allgemeines, Allgemeines, Rechtsgeschichte, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik, Allgemeines, Religionswissenschaften u. -geschichte (allgemein u. vergleichend)

        Sprache

        Englisch, Deutsch, Französisch

        Region

        Deutschland, Schweiz

        Material

        Bilder | Fotografien, Druckschriften, Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe

        Zeit

        1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Allgemeine Druckschriften, Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        Kalliope 

        Benutzung

        Handschriften-Lesesaal 

        Kontakt

        Referat Nachlässe und Autographen / Dr. Monika Linder
        monika.linder@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema

        Übernahme des Archivs durch die Staatsbibliothek 

        Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) war nur einmal in seinem Leben für wenige Wochen in Berlin. Dass sich heute die weltweit größte Sammlung von Musikautographen des Komponisten in Berlin befindet, hängt mit der Überlieferung seines Nachlasses im 19. Jahrhundert zusammen. Im Winter 1799/1800 hatte der Offenbacher Musikverleger Johann André den Großteil der Autographe Mozarts, die sich noch im Besitz seiner Witwe befanden, erworben. Andrés Erben verkauften dann 1873 rund 135 Werke an die damalige Königliche Bibliothek zu Berlin. Weitere Autographe des Komponisten gelangten schon zuvor und auch in späteren Jahren als Geschenk oder als Teil größerer Sammlungen in die Bibliothek.

        Im Jahr 1939 besaß die Staatsbibliothek über 250 Werkautographe Mozarts sowie über 600 Abschriften seiner Werke. Im Zweiten Weltkrieg mussten diese wertvolle Mozart-Sammlung ausgelagert werden, um sie vor Verlust zu schützen. Infolge dieser Auslagerung gelangten nach 1945 rund 100 Werke in die Krakauer Jagiellonen-Bibliothek. Im Jahr 1977 übergab die polnische Regierung einige herausragende Stücke an die Staatsführung der DDR. Die übrigen verlagerten Originalmanuskripte Mozarts befinden sich heute in Krakau, gelten aber weiterhin als Eigentum der Staatsbibliothek zu Berlin. Die in den Jahren 2005-2008 erschienene Mikrofiche-Edition des Verlags K. G. Saur schließt diese Teile der Sammlung ein und führt somit die Mozart-Sammlung der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek virtuell zusammen.

        Neben dieser weltweit einzigartigen Sammlung von Mozart-Handschriften besitzt die Bibliothek eine große Anzahl von Notendrucken seiner Werke. Hingegen sind nur knapp ein Dutzend Briefe Mozarts im Original in der Staatsbibliothek zu Berlin überliefert. Der Großteil der erhaltenen Briefe befindet sich heute in der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg.

        Diese Sammlung umfasst 750 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Musikwissenschaft

        Sprache

        Deutsch, Italienisch, Französisch, Latein, Übergreifend

        Region

        Deutschland, Österreich

        Material

        Handschriften, Druckschriften, Musikalien, Nachlässe | Autographen | Briefe

        Zeit

        1700-1800, 1800-1900

        Abteilung

        Musik

        Nachgewiesen in

        Benutzung

        Lesesaal "Venedig"

        Kontakt

        musik@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema

        N

        Die in der Kinder- und Jugendbuchabteilung aufgenommenen Nachlässe und Teilnachlässe umfassen Korrespondenzen, Lebensdokumente, Manuskripte und Sammlungen aus dem Leben und Schaffen von Autor:innen, Illustrator:innen, Sammleri:innen, Wissenschaftler:innen und Verleger:innen.
        Die Sammlung bewahrt Nachlässe, um die Lebens- und Arbeitszusammenhänge von Künstlerinnen und Künstlern umfassend zu dokumentieren. Sie beschränkt sich nicht auf einzelne Werkbereiche wie die Kinder- und Jugendliteratur, sondern bezieht das gesamte Leben und Schaffen der Nachlassgebenden ein und bildet damit eine zentrale Grundlage für das Verständnis ihres Werks.

        Alle Vor-, Krypto- und Nachlassgebenden haben sich – wenn auch nicht ausschließlich – in unterschiedlicher Weise mit Kinderliteratur, ihrer Illustration, ihrer Rezeption oder ihrer Erschaffung beschäftigt.

        Die Materialien – darunter Korrespondenzen, Lebensdokumente, Manuskripte und Sammlungen – eröffnen Einblicke in künstlerische Prozesse sowie in gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Kontexte, die für die Interpretation wesentlich sein können.

        Aufgrund dieser gewachsenen Überlieferungszusammenhänge ist es unerlässlich, Nachlässe in ihrer Gesamtheit zu bewahren. Nur so bleiben die vielfältigen Bezüge zwischen Leben, Werk und Zeitumständen erhalten.

        Die Sammlung umfasst Nachlässe u. a. von: James Fraser, Walter Scherf, Wilfried Bökenkamp, Hans-Joachim Gelberg, Sigrid Heuck, Jutta Schlott, Anja Tuckermann, Horst Künnemann, Eva Johanna Rubin, Josua Leander Gampp, Hermann Wernhard sowie das Archiv des Kinderbuchverlages.

        Die Bestände werden sukzessive erschlossen und sind, sofern verzeichnet, über Kalliope recherchierbar. Bestellungen und Anfragen erfolgen per E-Mail; die Benutzung ist genehmigungspflichtig und erfolgt unter Aufsicht im Lesesaal Vivarium.

        Diese Sammlung umfasst 0 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Sprach- und Literaturwissenschaften

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Europa

        Material

        Nachlässe | Autographen | Briefe

        Zeit

        1900-2000, 2000-

        Abteilung

        Kinder- und Jugendliteratur

        Nachgewiesen in

        Kalliope

        Benutzung

        Kinder- und Jugendbuchabteilung / Lesesaal

        Kontakt

        Kinder- und Jugendbuchabteilung / Dr. Sebastian Schmideler
        sebastian.schmideler@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema

        Kinder- und Jugendbuchabteilung / Nachlässe

        Bereits kurz nach Ausbruch der Revolution begann man in der Preußischen Staatsbibliothek mit dem Sammeln der großen Menge an revolutionärem Schrifttum. Der Sammelauftrag galt Büchern und Flugschriften ebenso wie Plakaten, Maueranschlägen, Flugblättern sowie einzelnen Zeitschriften- und Zeitungsnummern. Inhaltlich umfasste die Sammlung alle unmittelbar mit der Revolution zusammenhängenden politischen, sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen und kulturellen Aspekte sowie die nachfolgenden Zeitereignisse wie Kapp-Putsch, Ruhraufstand, Mitteldeutscher Aufstand und Hitler-Putsch. Berücksichtigung fanden dabei auch belletristische Darstellungen. Es gestaltete sich jedoch schwierig, die angestrebte Vollständigkeit auch zu erreichen und trotz nachfolgender Ergänzungen bleiben einige Regionen unterrepräsentiert.
        Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Revolution 1918 zur Verfügung.

        Diese Sammlung umfasst 2000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Ethnologie u. Kulturgeschichte, Neueste Geschichte (1914-)

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Deutschland

        Material

        Druckschriften

        Zeit

        1900-2000

        Abteilung

        Allgemeine Druckschriften

        Nachgewiesen in

        Benutzung

        Kontakt

        Wissenschaftliche Dienste / Fachgebiet Geschichte

        Mehr zum Thema

        Literatur zur Novemberrevolution
        Druckerschwärze | Roter Stern zur virtuellen Ausstellung

        O

        Als "Orientalische Frühdrucke" werden Werke der frühen orientalischen Druckgeschichte bezeichnet. Die erste außereuropäische Sprache, in der Typendrucke angefertigt wurden, war das Hebräische. 1475 bereits erschien der erste hebräische Druck in Italien. Es folgten die Armenier, die ab 1512 in Venedig druckten. Ab 1578 produzierten vatikanische Missionsdruckereien wie die Typographia des Domenico Basa, die Typographia Medicea und die Druckerei der Sacra Congretatio de Propaganda Fide zum Teil aufwändige und schöne Drucke in vielen Sprachen der orientalischen Christen. İbrahim Mütefferika 1727 wurde zum Pionier des osmanischen Buchdruckes und ab 1822 entstanden in Bulaq, damals ein Vorort von Kairo, die ersten genuinen arabischen Drucke. Im Iran ging man einen anderen Weg und bevorzugte reich illustrierte Lithographiedrucke.

        Die Völker und Kulturen des Nahen Ostens gingen den Schritt von der Handschrift zum Buchdruck später und behielten eine lebendige Handschriftentradition bis weit in das 19. Jahrhundert bei. Umso wertvoller und interessanter sind die seltenen Exemplare des frühen Buchdrucks in orientalischen Sprachen. Die Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin besitzt eine bedeutende Sammlung dieser kulturhistorischen Zeugnisse, die im Laufe der Bibliotheksgeschichte kontinuierlich gesammelt wurden.

        Highlights der Sammlung

        Die Sammlung umfasst besonders seltene und wertvolle Exemplare wie eine 1494 in Brescia gedruckte hebräische Bibel, die Martin Luthers persönliches Exemplar war (Signatur: Inc. 2840), ein prachtvolles armenisches Synaxarion im Folio-Format, gedruckt 1730 in Konstantinopel, das als das schönste gedruckte armenische Buch überhaupt gilt (Signatur: 2° Du 12048) sowie einen repräsentativen osmanischen Weltatlas von 1803 – das erste große außerhalb Europas gedruckte kartographische Werk (Signatur: 2° Kart. B 771/7).

        Diese Sammlung umfasst 500 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Buchwesen, Buchdruck 16. Jahrhundert bis Gegenwart, Fachübergreifende Sammlungen, Sprach- und Literaturwissenschaften, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie

        Sprache

        Arabisch, Armenisch, Hebräisch, Persisch, Türkisch

        Region

        Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko, Armenien, Irak, Iran, Israel, Saudi-Arabien, Syrien, Türkei, Europa

        Material

        Druckschriften, Karten | Atlanten | Globen

        Zeit

        1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

        Abteilung

        Orient, Handschriften und Historische Drucke, Karten

        Nachgewiesen in

        StabiKat

        Benutzung

        Allgemeine Lesesäle
        Karthago
        Orient- und Ostasienlesesaal
        Venedig

        Kontakt

        Meliné Pehlivanian
        Stellvertretende Leiterin der Orientabteilung und Fachreferentin für Afrikanistik, Armenisch, Äthiopisch und Moderne Türkei

        Die 1978 begonnene Sammlung der Originalillustrationen innerhalb der Kinder- und Jugendbuchabteilung umfasst gegenwärtig rund 40.000 Blatt einschließlich Skizzen und Entwürfe von 256 Illustratorinnen und Illustratoren. Der überwiegende Anteil der Originale ist nach 1945 entstanden; besonders breit wird das Schaffen ostdeutscher Künstlerinnen und Künstler nachgewiesen.
        Erst nach 1989 konnten auch Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus den westlichen Bundesländern in die Sammlung gelangen.

        Die Sammlung zielt darauf ab, die Illustration deutschsprachiger Kinder- und Jugendliteratur zu zeigen. Nicht in allen Fällen sind sämtliche Phasen ihrer Entstehung von der Skizze zur Druckvorlage vorhanden. Illustrationen für Erwachsenenliteratur sind in aller Regel nicht enthalten. Illustrationen außerhalb des deutschsprachigen Raumes sind ebenso wenig repräsentiert wie ältere Epochen der Illustration.

        Das Anliegen der Sammlung ist es, mit der Bewahrung von Kinderbuchillustrationen nach Möglichkeit den Weg vom Entwurf zum fertigen Buch zu dokumentieren. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben dieses Vorhaben großzügig unterstützt, indem sie der Bibliothek ihre Arbeiten zu Kinder- und Jugendbüchern als Dauerleihgaben oder dauerhaft überließen. Unter ihnen befinden sich so namhafte Illustrator:innen wie Hans Baltzer, Albrecht von Bodecker, Manfred Bofinger, Klaus Ensikat, Gerhard Goßmann, Werner Klemke, Gerhard Lahr, Bernhard Nast, Nuria Quevedo, Thomas Schleusing oder Elisabeth Shaw. Der westdeutsche Bereich kam aufgrund der Geschichte der Abteilung erst nach 1989 hinzu – hier sind u.a. Maike Biederstädt, Erich Hölle, Ursula Kirchberg oder Jürgen Spohn zu nennen. Im Jahre 2002 übernahm die Abteilung den umfangreichen Nachlass der Berliner Graphikerin und Illustratorin Eva Johanna Rubin, zu dem neben ihren Arbeiten zum Kinderbuch auch eine Vielzahl von freien Zeichnungen und Graphiken gehören. Der Bestand wird sukzessive in den StabiKat überführt. Auskunft über die vorhandenen Künstlerinnen und Künstler gibt die hier verlinkte Liste. Bestellungen und Anfragen erfolgen per E-Mail. Die Benutzung muss einzeln genehmigt werden und erfolgt unter Aufsicht im Lesesaal Vivarium.

        Diese Sammlung umfasst 40000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Kunstgeschichte

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Europa

        Material

        Bilder | Fotografien

        Zeit

        1900-2000, 2000-

        Abteilung

        Kinder- und Jugendliteratur

        Nachgewiesen in

        StaBiKat

        Benutzung

        Kinder- und Jugendbuchabteilung / Lesesaal

        Kontakt

        Kinder- und Jugendbuchabteilung / Dr. Sebastian Schmideler
        sebastian.schmideler@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema

        Kinder- und Jugendbuchabteilung / Bestände

        Was heute die größte Sammlung osmanisch-türkischer Handschriften Deutschlands ist, begann bereits mit dem Gründungsbestand der Churfürstlichen Bibliothek von 1661. Viele der Handschriften wurden ursprünglich nicht gezielt erworben, sondern gelangten zusammen mit größeren arabischen Konvoluten in die Sammlung. Mittlerweile sind alle der über 3.500 Handschriften im Qalamos-Portal wissenschaftlich erschlossen und machen den Bestand zu einem herausragenden Zentrum für die Erforschung osmanisch-türkischer Schriftkultur.

        Den Grundstock der heutigen Sammlung bilden bedeutende Nachlässe des Freiherrn von Diez (1751–1817), des Generalleutnants von Knobelsdorff (1752–1820) und des Freiherrn von Minutoli (1804–1860). Den zahlenmäßig größten Zuwachs nach der Diez-Bibliothek brachten die bekannten Sammlungen von Petermann, Wetzstein, Landberg und Sachau sowie Erwerbungen, die über den bekannten Orientalisten Oskar Rescher (1883–1972) vermittelt wurden. Im Jahre 2010 gelangten mit Aufkauf der Sammlung Spuhler nochmals mehr als 100 osmanisch-türkische Gebrauchshandschriften in die Staatsbibliothek zu Berlin.

        Zu den bedeutendsten Stücken zählen die Seekarten des Piri Reis (Kitāb-i Baḥriyye, Signatur: Diez A fol. 57) und ein Berāt von Sultan Murād II aus dem Jahr 1441 (Signatur: Hs. or. 8178).

        Der überwiegende Teil der osmanisch-türkischen Handschriften ist in gedruckten Katalogen erschlossen, darunter viele im Rahmen des Verzeichnisses der Orientalischen Handschriften in Deutschland (VOHD):

        Diese Sammlung umfasst 3515 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Handschriftenkunde, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen

        Sprache

        Türkisch

        Region

        Afrika, Ägypten, Algerien, Libyen, Tunesien, Asien, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Saudi-Arabien, Syrien, Türkei, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Montenegro, Rumänien, Serbien

        Material

        Handschriften, Einbände

        Zeit

        500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Orient

        Nachgewiesen in

        Qalamos
        StabiKat

        Benutzung

        Orient- und Ostasienlesesaal

        Kontakt

        Für die Benutzung:
        Orientabteilung

        Für fachliche Anfragen:
        Dr. Thoralf Hanstein
        Fachreferent für Arabistik, Islamwissenschaft, Osmanistik

        P

        Die Parlamentariasammlung der Staatsbibliothek zu Berlin bietet Quellen aus drei Jahrhunderten Parlamentsgeschichte und aus mehr als 40 Parlamenten weltweit. Sie umfasst über 110.000 Bände, 420.000 Mikroformen sowie zahlreiche digitale Quellen.

        Enthalten sind Protokolle parlamentarischer Reden und Debatten, Sitzungsberichte, Drucksachen und Handbücher. Sie ermöglichen verlässliche Einblicke in parlamentarische Arbeit, Entscheidungsprozesse und Abläufe verschiedener Wahlperioden. 

        Die Bestände gehen auf die Preußische Staatsbibliothek zurück. Trotz kriegsbedingter Verluste blieb ein großer Teil erhalten. Digitale Angebote haben in diesem Bereich zunehmend gedruckte Materialien ersetzt. Digitalisierungsprojekte erleichtern Ihnen die Recherche nach den Inhalte der historischen Quellen, so dass auch schwer zugängliche Inhalte werden besser nutzbar sind.

        Die enge Verbindung zur Sammlung amtlicher Publikationen ermöglicht den Zugriff auf nationale und internationale Quellen aus einer Hand.

        Parlamentsschriften in der Zeitschriftendatenbank
        Datenbank-Infosystem: Parlamentaria

        Diese Sammlung umfasst 500000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Politologie, Sozialwissenschaften, Militär, Rechtswissenschaft

        Sprache

        Übergreifend

        Region

        Übergreifend

        Material

        Druckschriften, Elektronische Medien, Mikroformen

        Zeit

        1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

        Abteilung

        Allgemeine Druckschriften, Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        StaBiKat

        Benutzung

        Allgemeine Lesesäle

        Kontakt

        Susanne Maier / Bestandsentwicklung und Metadaten
        susanne.maier@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema

        Die Sammlung spiegelt die reiche Schrifttradition des iranischen sowie des schiitisch geprägten Kulturraums in ihrer thematischen und literarischen Vielfalt wider. Vertreten sind insbesondere bedeutende literarische, historische, schiitisch-religiöse und hagiographische Werke. Handschriften zu naturwissenschaftlichen Themen sind hingegen selten.

        Der überwiegende Teil der Manuskripte stammt aus dem Iran beziehungsweise dessen historischen Einflussgebieten. Nahezu die Hälfte der Handschriftensammlung lässt sich Herkunftsregionen in Indien, Zentralasien und dem Osmanischen Reich zuordnen.

        Der Aufbau der Sammlung erfolgte seit der Gründung der Kurfürstlichen Bibliothek im 17. Jahrhundert und ist zahlreichen Orientalisten, Gesandten, Diplomaten und Buchhändlern zu verdanken. Zu den frühesten Zugängen zählen Handschriften in persischer Sprache aus dem Besitz des Dolmetschers und Orientalisten Adam Olearius, die im Jahr 1672 in die Sammlung kamen. Weitere Manuskripte stammen aus den Nachlässen von Theodor Petraeus (1677-1679) und Christian Raue (Ravius) (1691). Nachdem im 18. Jahrhundert keine größeren Bestandszuwächse zu verzeichnen waren, gelangten 1804 durch eine Schenkung des Generals von Knobelsdorf weitere persische Handschriften in die Königliche Bibliothek.

        Besonders wertvoll sind die Objekte aus dem Vermächtnis des Diplomaten Heinrich Friedrich von Diez (1817), darunter eine herausragende Zimelie des Šāhnāma sowie mehrere einzigartige Miniaturalben. Einen bedeutenden Zuwachs erfuhr die Sammlung außerdem durch den Erwerb der Handschriftensammlung des Orientalisten Julius Heinrich Petermann. Später kamen durch die Bibliothek von Aloys Sprenger weitere persische Handschriften aus Indien hinzu. Zahlreiche persische Handschriften stammen zudem aus der Sammlung von Julius Freiherr von Minutoli, die er während seiner Persienreise zusammengetragen hat. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Ǧahāngīr-Album: Wegen seines hohen künstlerischen Wertes gilt es als einzigartiges Zeugnis indo-persischer Buchkunst.

        Besonders erwähnenswert sind außerdem die zahlreichen kostbaren Miniaturhandschriften und Alben, von denen viele mit aufwendig gestalteten Lackeinbänden versehen sind. Neben der bereits genannten Prachthandschrift des Šāhnāma enthält die Sammlung dreizehn weiter illuminierte Ausgaben dieses Werkes. Hinzu kommen einige seltene Handschriften in paschtunischer und kurdischer Sprache, die innerhalb der iranischsprachigen Handschriftensammlung eine besondere Stellung einnehmen.

        Der überwiegende Teil der persischen Handschriften im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin ist in gedruckten Katalogen erschlossen, darunter viele im Rahmen des Verzeichnisses der Orientalischen Handschriften in Deutschland (VOHD):

        Diese Sammlung umfasst 3067 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Ethnologie u. Kulturgeschichte, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie

        Sprache

        Persisch

        Region

        Asien, Afghanistan, Indien, Irak, Iran, Libanon, Syrien, Türkei

        Material

        Handschriften

        Zeit

        1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Orient

        Nachgewiesen in

        Qalamos
        StabiKat

        Benutzung

        Orient- und Ostasienlesesaal

        Kontakt

        Für die Benutzung:
        Orientabteilung

        Für fachliche Anfragen:
        Dr. Rosa Tulyasheva
        Fachreferentin für Iranistik, Turkologie und Mittelasien

        Neben freudigen Ereignissen wie Taufen, Geburtstagen, Hochzeiten und Promotionen steht der Tod als prominentester Anlass und Gegenstand des personalen Gelegenheitsschrifttums. Besondere Bedeutung für den deutschen Sprachraum gewann im Zeitraum von ca. 1550-1750 die gedruckte Leichenpredigt. Diese originäre Schöpfung des lutherischen Protestantismus verbreitete sich bald über den mitteldeutschen Raum hinaus in die übrigen evangelischen Gebiete und wurde auch von Zwinglianern und Calvinisten aufgegriffen. Die Existenz einer durchaus beachtlichen Anzahl katholischer Leichenpredigten ist erst in den letzten Jahren stärker ins Bewusstsein gerückt.

        Zur eigentlichen Predigt treten seit dem 17. Jahrhundert weitere selbständige Elemente hinzu: so z.B. die der Biographie der Verstorbenen gewidmeten Personalia, die Abdankungs- und Standrede sowie die Epicedien, die Trauergedichte der Verwandten und Freunde. Der anfangs geringe Umfang von 10-20 Seiten erweitert sich auf 100-200 Seiten, neben das zunächst übliche Oktav-Format treten seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Drucke in Quart, Folio und sogar Großfolio. Gleichzeitig findet sich kostspieliger Buchschmuck wie Portraits der Verstorbenen, Wappendarstellungen, Ahnentafeln, Notenbeigaben etc.

        Für die moderne Forschung bieten diese laudativ, admonitiv und konsolatorisch intendierten Gebrauchsschriften ein unter vielfältigen Aspekten nutzbares Quellenreservoir. Neben ihrer Bedeutung für Literaturgeschichte und Predigtforschung bieten die Leichenpredigten dem Sozial-, Kultur- und Universitätshistoriker eine Fülle statistisch auswertbarer Daten, dem Kunsthistoriker und Heraldiker reiches Material zur Ikonographie und Emblematik, dem Musikwissenschaftler eine ganze Reihe von nur hier überlieferten Trauerkompositionen; die teilweise sogar mit Abbildungen versehenen Krankheitsberichte schließlich liefern dem Medizinhistoriker wertvolle Informationen. Darüber hinaus aber stellen die Personalschriften ein einzigartiges prosopographisches Nachweisinstrument für Genealogie und Biographik dar - eine Qualität, die bereits im frühen 20. Jahrhundert ihre besondere Wertschätzung begründete.

        Personalschriftenbestand der Staatsbibliothek:
        Im historischen Druckschriftenbestand der Staatsbibliothek zu Berlin befinden sich heute ca. 20.000 Personalschriften - hauptsächlich Funeralschriften, aber auch Hochzeitspredigten, Glückwunschgedichte und anderes Gelegenheitsschrifttum. Glücklicherweise sind in diesem Bereich nur geringe Bestandslücken durch Kriegseinwirkungen entstanden. Lediglich die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel verfügt mit dem Depositum der Stolberger Leichenpredigten-Sammlung (knapp 25.000 Drucke), ergänzt durch über 13.000 Leichenschriften aus dem eigenen Bestand, über eine umfangreichere Sammlung.
        Die chronologische Struktur des Personalschriftenbestandes spiegelt deutlich die Blütezeit der Leichenpredigten wider: ca. 700 Drucke des 16. Jahrhunderts stehen ca. 13.000 Drucken des 17. Jahrhunderts gegenüber; aus dem 18. Jahrhundert stammen noch ca. 3.000 Schriften, aus der Zeit von 1800-1927 nur noch etwa 220 meist säkulare Grabreden. Auch die regionale Verteilung entspricht den Schwerpunkten der protestantischen Leichenpredigt: der mitteldeutsche Raum, Niedersachsen und Brandenburg-Preußen sind besonders stark vertreten.

        Erwerbungen 1930-1945:

        Da man die große Bedeutung der Personalschriften für die Familienkunde erkannt hatte, bemühte sich die Staatsbibliothek in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts intensiv um die Erweiterung dieses Bestandes. Neben dem durch das Antiquariat J. A. Stargardt (Berlin) vermittelten Ankauf einer 2.600 Drucke umfassenden Leichenpredigtensammlung (Signatur Ee 705) und der Erwerbung von über 300 Leichenpredigten aus der Bibliothek des Börries Freiherrn von Münchhausen auf Windischleuba (bei Altenburg/Thüringen) im Jahre 1936 (Signatur Ee 708) verdienen v.a. die Wernigeroder und die Bückeburger Sammlung Erwähnung.

        Sammlung Stolberg-Wernigerode (Signatur Ee 700)
        Nachdem sich die Verhandlungen des Preußischen Staates über den Ankauf der gesamten Fürstlich Stolbergischen Bibliothek zu Wernigerode zerschlagen hatten, konnte die Staatsbibliothek mit Unterstützung der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft im Jahre 1933 die in Wernigerode unter der Signatur Hm zusammengefasste Leichenpredigtensammlung für 10.000 Reichsmark ankaufen. Den Grundstock dieser Sammlung, die in 4.864 Bänden 6.817 Einzeldrucke enthielt, bildeten Dubletten aus der Fürstlich Stolberg-Stolbergischen Bibliothek.

        Sammlung Bückeburg (Signatur Ee 710)
        Nach Schließung der Fürstlich Schaumburg-Lippischen Hofbibliothek zu Bückeburg gelangten in den dreißiger Jahren Teile des Bestandes zum Verkauf, wovon die Staatsbibliothek im Jahre 1939 die ca. 5.000 Einzeldrucke umfassende Leichenpredigtensammlung erwerben konnte.

        Ein bedeutender Teil dieser Sammlung (mindestens 500 Predigten) stammt ursprünglich aus der Bibliothek des Mindener Pfarrers Anton Gottfried Schlichthaber (1699-1758), der jeweils gewissenhaft datierte Besitzvermerke hinterließ.

        Erschließung
        Der ganz überwiegende Teil der Personalschriften wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Personalia zur Verfügung. Bei den Leichenpredigten ist ein chronologischer Zugriff nach Sterbejahren der Bepredigten möglich. Die Personalschriften zu Mitgliedern regierender Familien wurden jedoch vor den großen Erwerbungen der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts der Geschichte der Länder zugeordnet Geschichte … Länderkataloge Glückwunsch- und Trauergedichte schließlich stehen häufig an den der Lyrik gewidmeten Systemstellen der jeweiligen Literaturkataloge (Neulateinische Gedichte; Deutsche Gedichte).

        16. Jahrhundert
        Den vollständigsten Nachweis der Personalschriften des 16. Jahrhunderts bietet der Short Title Catalogue der Drucke des 16. Jahrhunderts im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz (ST16) (Signaturenbereich Ee vollständig, R-T und X-Y im Aufbau)

        17. Jahrhundert
        Den vollständigsten Nachweis der Personalschriften des 17. Jahrhunderts bietet das Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD17) (bis auf wenige Ausnahmen vollständig)

        18.-20. Jahrhundert
        Hier muss derzeit noch auf die konventionellen Kataloge zurückgegriffen werden:
        Der Alphabetische Katalog (Mikrofiche AK I) weist die Sammlungen Stolberg-Wernigerode und Bückeburg nicht nach. Den vollständigsten Nachweis bietet deshalb der chronologische Index des Alten Realkatalogs (nach Sterbejahren der Bepredigten).

        Da die Titel der Sammlung Bückeburg hier eventuell unvollständig eingetragen sind, empfiehlt sich zusätzlich die Benutzung des in zwei Abteilungen nach Predigern und nach Verstorbenen geordneten Bandkatalogs der Sammlung Bückeburg (Benutzung über den Allgemeinen Lesesaal im Haus Unter den Linden).

        Sehr wertvoll ist hier (v.a. wenn Sterbejahre nicht bekannt sind) der 1928 begonnene, aufgrund der Kriegsereignisse leider unvollständig gebliebene Personalschriftenkatalog der Staatsbibliothek, der in 59 Kapseln ca. 20.000 Einzelschriften nach dem Alphabet der Verstorbenen/Gefeierten verzeichnet und zusätzlich ein Register der Prediger/Verfasser bietet (Benutzung über das Informationszentrum der Abteilung Historische Drucke im Haus Unter den Linden).
        Literatur

        Bibliographie der Forschungsstelle für Personalschriften zur Leichenpredigten-Literatur

        Gesamtkatalog deutschsprachiger Leichenpredigten (GESA) der Forschungsstelle für Personalschriften an der Philipps-Universität Marburg

        Katalog der Leichenpredigten der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel

        Katalog der Historischen Personalschriften in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern

        Personal- und Gelegenheitsschriften zur Kulturgeschichte Thüringens

        Arnswaldt, Werner Konstantin von:
        Katalog der fürstlich Stolberg-Stolberg'schen Leichenpredigten-Sammlung / Werner Konstantin von Arnswaldt. - Bd.1-4. - Leipzig : Degener, 1927-1935
        (Bibliothek familiengeschichtlicher Quellen ; 2)

        Diese Sammlung umfasst 20000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Ethnologie u. Kulturgeschichte, Musikwissenschaft, Regionalforschung, Sprach- und Literaturwissenschaften, Theologie

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Europa, Deutschland

        Material

        Druckschriften

        Zeit

        1450-1600, 1600-1700, 1700-1800

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        Benutzung

        Rara-Lesesaal

        Kontakt

        Michaela Scheibe

        Mehr zum Thema

         

        Die ca. 100.000 druckgrafischen und fotografischen Porträts des 16.-20. Jahrhunderts schließen sich in ihren Schwerpunkten eng an die Nachlass- und Autografensammlung der Handschriften-Abteilung an. Daher stehen die Schriftsteller- und Literatenporträts sowie Porträts von Naturwissenschaftlern, Juristen, Fürsten und Politikern im Vordergrund der Sammlung. Musikerporträts allerdings werden in der Musikabteilung gesammelt und verwaltet.
        Neben der großen, nach Berufsgruppen geordneten allgemeinen Sammlung stehen kleinere Spezialsammlungen: u.a. die Luthersammlung mit Bildnissen Luthers und seiner Mitstreiter, die Goethe- und Schillersammlung, die neben Porträts auch Bühnenbilder enthält, die Sammlung Korn mit über 450 Juristenporträts.
        Zwei Sammlungen, die nach ihren Vorbesitzern benannten Sammlungen Hansen und Bielefeld, wurden von der Deutschen Staatsbibliothek nach 1945 erworben, um die nicht unerheblichen Kriegsverluste – wie den fast vollständigen Verlust der Sammlung Wadzeck [Link fehlt noch] – auszugleichen.
        Mit den Sammlungen der Fotografen Klaus und Barbara Morgenstern steht eine repräsentative Auswahl von Porträts der gesamten deutschen Kulturszene der 50-90er Jahre zur Verfügung.
        Zur Porträtsammlung gehören auch 110 gerahmte Bilder, meist Ölgemälde und Aquarelle aus Nachlässen (Bildnissammlung). Den Grundstock bilden hier die Gemälde der Sammlung Varnhagen.

        Diese Sammlung umfasst 100000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Ethnologie u. Kulturgeschichte, Kunstgeschichte, Kommunikationsdesign | Gebrauchsgraphik, Photographie

        Sprache

        Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Latein, Übergreifend

        Region

        Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Russland, Schweiz, Tschechische Republik, Ungarn, USA

        Material

        Bilder | Fotografien, Einblattdrucke

        Zeit

        -500, 500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        Benutzung

        Handschriften-Lesesaal

        Kontakt

        Referat Graphische Sammlungen / Felicitas Rink und Dr. Monika Linder

        Mehr zum Thema

        R

        Bereits die Kurfürstliche Bibliothek verwahrte Bücher, die als außerordentlich kostbar, selten und wertvoll galten. Die heutige Rara-Sammlung entstand nach Vorarbeiten in den zwanziger Jahren ab 1935. In dreijähriger Arbeit erfolgte die Umstellung von rund 12.000 Drucken aus dem Hauptmagazin. Die Preußische Staatsbibliothek erarbeitete damals Kriterien für die Rarifizierung, die als beispielgebend auf diesem Gebiet gelten konnten. Weitere Aspekte für die Auswahl sind die buchgeschichtliche Bedeutung der Drucke, wie etwa frühe Druckerzeugnisse einer Offizin, oder die buchkünstlerisch bedeutsame Ausstattung der Drucke mit hervorragenden Original-Illustrationen. Auch neue drucktechnische Entwicklungen wie die Lithographie wurden berücksichtigt.

        Im Zweiten Weltkrieg erlitten auch die Rara große Kriegsverluste. Auf den trotzdem noch beträchtlichen Beständen aufbauend, wurden in beiden Nachfolgebibliotheken erhebliche Anstrengungen unternommen, die durch den Krieg unterbrochene Arbeit zur Separierung aus dem Hauptbestand fortzusetzen und die Kriterien zur Rarifizierung den veränderten Bedingungen anzupassen. Die 1997 wieder zusammengeführte Sammlung enthält heute ca. 60.000 Bände, die weiterhin ergänzt werden. Die Sammlung wird unter buchkundlichen Kriterien erschlossen: Drucker, Verleger, Buchgestalter, Einbände, Provenienzen und Illustratoren werden erfasst. Über den Vorkriegsbestand können sowohl für die Rara als auch für die anderen Sondersammlungen anhand der Verlagerungslisten Informationen zu ihrem gegenwärtigen Standort bzw. zu einem wahrscheinlichen Kriegsverlust gegeben werden.

        Diese Sammlung umfasst 60000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Buchwesen, Fachübergreifende Sammlungen, Geschichte

        Sprache

        Übergreifend

        Region

        Übergreifend

        Material

        Druckschriften, Mikroformen, Zeitschriften | Zeitungen

        Zeit

        1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        S

        Die Staatsbibliothek zu Berlin bewahrt im Bestand der Sammlung Künstlerische Drucke zahlreiche Beispiele unabhängiger DDR-Literatur der 80er Jahre. Es handelt sich dabei sowohl um Zeitschriften als auch um Monographien. Die weitaus meisten Exemplare konnten nach 1990 von dem Lyriker Egmont Hesse erworben werden. In den letzten Jahren ist es darüber hinaus gelungen, ausgewählte Beispiele antiquarisch anzuschaffen. Sämtliche Exemplare sind in einer sehr geringen Auflagenhöhe erschienen. Vielen ist aufgrund der Gestaltung mit originalgraphischen Elementen ein unikaler Charakter eigen.

        Der Begriff Samisdat (cамиздат -  russ.: сам – selbst, издавать – verlegen) bezeichnete in der Sowjetunion und in anderen Staaten Osteuropas die Herstellung und Verbreitung unabhängiger Literatur auf nicht offiziellen Wegen. Die Beiträge wurden mittels Schreibmaschine und Ormig- und Wachsmatrizenverfahren vervielfältigt oder  handschriftlich kopiert. Häufig wurden einfache Illustrationstechniken, wie Holzschnitt und Siebdruck angewendet, die auch im privaten Raum hergestellt werden konnten. In der DDR entstand diese Literaturart vor allem in den 80er Jahren in den Zentren alternativen Lebens in Berlin, Leipzig, Dresden und anderen Orten. Künstler aller Genres arbeiteten zusammen. Die meist Akteure bewegten sich auf einem schmalen Grat zwischen Legalität und Illegalität.

        Das Spektrum der Sammlung reicht in seiner Vielfalt vom klassischen Maler- oder Künstlerbuch, bei dem ganz die Harmonie der Gestaltung und die Auswahl der Farben und Schriften im Vordergrund steht bis zu den teilweise mit einfachsten Mitteln hergestellten, experimentellen Zeitschriften, die sich vor allem gesellschaftskritischen Themen und neuen Literaturformen widmen.  

        Diese Sammlung umfasst 65 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Kunstgeschichte, Politologie, Sozialwissenschaften, Militär, Sprach- und Literaturwissenschaften

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Deutschland

        Material

        Druckschriften, Zeitschriften | Zeitungen

        Zeit

        1900-2000

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Diese Sondersammlung zum Ersten Weltkrieg umfasst heute rund 40.000 Bände. Sie bietet vielfältige Perspektiven aller beteiligten Staaten.

        Die Königliche Bibliothek Berlin richtete die Sammlung direkt nach Kriegsbeginn ein und rief die breite Öffentlichkeit zur Einsendung passender Veröffentlichungen auf. Die Materialien verfügen über eine einheitliche Signatur „Krieg 1914-lfd. Nummer“, die letzte vergebene Signatur lautet „Krieg 1914-35.205“. Auch nach erheblichen Verlusten im Zweiten Weltkrieg bleibt der Bestand beeindruckend groß.

        Die Sammlung zeichnet sich durch ihre breite internationale und thematische Ausrichtung aus. Sie umfasst nicht nur deutsche Veröffentlichungen und Werke verbündeter Staaten. Gezielt beauftragte Agenten beschafften auch Literatur aus neutralen und gegnerischen Ländern, wodurch ein vielfältiger Bestand mit unterschiedlichen Perspektiven entstand. Berücksichtigt werden sowohl militärische Schriften als auch sozial- und kulturwissenschaftlich relevante Titel bis hin zu belletristischen Werken. Die parallelen Darstellungen verschiedener Kriegsparteien ermöglichen einen direkten Vergleich historischer Ereignisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

        Die Aufnahmen der Preußischen Phonographischen Kommission in deutschen Kriegsgefangenenlagern von 1915-1918 befinden sich heute im Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin.

        Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Krieg 1914 zur Verfügung.

        “Krieg 1914” : eine Sondersammlung der Staatsbibliothek zu Berlin ; Katalog zur Ausstellung, 17. Februar bis 27. März 1999 / [Ausstellung und Katalog: Olaf Hamann. Mit einem Beitr. von Wolfram Wojtecki]. - Berlin : Staatsbibliothek, 1999. - 86 S. : Ill.
        Enth. u.a.:

        1. Die Sammlung “Krieg 1914” / Olaf Hamann. Den Beitrag finden Sie zum Download als PDF unter (https://staatsbibliothek-berlin.de/fileadmin/user_upload/zentrale_Seiten/katalogsystem_wd/pdf/Krieg1914.pdf)
        2. Kriegsalltag an der Front und in der Heimat / Wolfram Wojtecki. Den Beitrag finden Sie zum Download als PDF unter (https://staatsbibliothek-berlin.de/fileadmin/user_upload/zentrale_Seiten/katalogsystem_wd/pdf/Kriegsalltag.pdf)
          Themenportal Erster Weltkrieg Clio-Online http://www.erster-weltkrieg.clio-online.de/

        Diese Sammlung umfasst 40000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Neueste Geschichte (1914-)

        Sprache

        Deutsch, Englisch, Französisch, Übergreifend

        Region

        Europa

        Material

        Druckschriften

        Zeit

        1900-2000

        Abteilung

        Allgemeine Druckschriften

        Die Sammlung "Minclov" umfasst die Bibliothek und Teile des Nachlasses von Sergěj Rudol‘fovič Minclov (1870-1933). Minclov war ein russischer Schriftsteller, Bibliograph und bibliophiler Sammler. Er schrieb Gedichte, historische Romane sowie Erzählungen und sammelte seltenste Drucke, darunter auch zensierte Werke. Nach 1917 erschienen seine Beiträge in Publikationsorganen des russischen Exils, unter anderem auch in Berlin und Paris. Ab 1924 lebte Minclov im Exil in Riga und veröffentlichte seine Werke dort im eigenen Verlag. 

        1925 musste Minclov seine Sammlung an einen Leipziger Antiquar verkaufen, der sie wiederum der Preußischen Staatsbibliothek anbot, die sowohl Bibliothek als auch Nachlass mit Unterstützung der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft (der Vorgängerinstitution der Deutschen Forschungsgemeinschaft) erwerben konnte. Die thematischen Schwerpunkte der Werke liegen auf der russischen Sprache und Literatur, auf russischer Geschichts- und Kulturwissenschaft, auf Bibliophilie sowie auf seltenen Drucken.

        Die Büchersammlung wurde in der Staatsbibliothek nicht geschlossen aufgestellt, sondern den Regelungen der damaligen Zeit entsprechend auf die jeweiligen Sachstellen des Alten Realkataloges aufgeteilt worden ist. Ein Teil der seltenen Werke wird in der Abteilung Handschriften und Historische Drucke aufbewahrt. Die Titel sind über den StabiKat nachgewiesen, allerdings sind nur bei wenigen Katalogeinträgen Informationen zur Herkunft der Bände verzeichnet. Das Akzessionsjournal der Sammlung ist digitalisiert (Link zum Akzessionsjournal).

        Der Nachlass, der u.a. aus Manuskripten, Korrespondenz, Urkunden und Drucken besteht, wird als Nachl. 389 (Sergej Rudolfovič Minclov) in der Abteilung Handschriften und Historische Drucke aufbewahrt. Die insgesamt 15 Pakete konnten bisher noch nicht vollständig ausgewertet und erschlossen werden. Er ist unter diesem Link in Kalliope auffindbar.

        Diese Sammlung umfasst 6000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Bibliophilie (inkl. Buchbesitzzeichen u. allg. Gelehrtenbibliotheken), Ethnologie u. Kulturgeschichte, Geschichte, Slawistik

        Sprache

        Russisch

        Region

        Russland, Übergreifend

        Material

        Druckschriften

        Zeit

        1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Osteuropa

        Nachgewiesen in

        Benutzung

        Kontakt

        Olaf Hamann (Abteilungsleiter der Osteuropa-Abteilung, Fachreferent für russische Geschichte und Landeskunde)

        Vuk Stefanović Karadžić (1787-1864) war ein bedeutender serbischer Sprachwissenschaftler, Ethnologe, Dichter und Übersetzer, der als Begründer der modernen serbischen Schriftsprache gilt. Karadžić zeichnete auf seinen Reisen durch Serbien, Bosnien, Kroatien und Montenegro Volkslieder, Geschichten, Sprichwörter und Märchen auf, die er als Sammlungen publizierte. Er verfasste die erste serbische Grammatik (1814), das erste serbisch-deutsch-lateinische Wörterbuch (1818 und 1852 – diese zweite Auflage des Werks ist in den digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin verfügbar, Link zu den Digitalisierten Sammlungen) und übersetzte das Neue Testament ins Serbische (1847). Er bereiste auch Deutschland und stand mit zahlreichen Dichtern und Wissenschaftlern seiner Zeit in Austausch. Johann Wolfgang von Goethe und die Gebrüder Grimm schätzten seine Arbeit und unterstützten die Übersetzung seiner Texte ins Deutsche.

        Auf seinen Reisen in Südosteuropa sammelte er aber nicht nur Volksdichtung, sondern begann in ländlichen Gemeinden Handschriften zusammenzutragen. Die Sammlung "Wuk" besteht aus 49 Handschriften aus dem 13. bis 17. Jahrhundert, die überwiegend in Kirchenslawisch verfasst sind. Es handelt sich dabei um kirchlich-theologische Texte, wie beispielsweise Tetra- und Aprakosevangelien oder Euchologien. Viele Schriften sind aufwändig illustriert und bezeugen das kunsthandwerkliche Können der damaligen Zeit. Von den insgesamt 11.800 Blättern sind etwa 9.300 auf Papier und 2.500 auf Pergament geschrieben. Damit zählt die Sammlung zu den größten ihrer Art außerhalb Südosteuropas.

        Zwischen 1856 und 1858 erwarb die damalige Königliche Bibliothek - heutige Staatsbibliothek zu Berlin – die Handschriften von Karadžićs Kindern. Die Bände werden in der Abteilung Handschriften und Historische Drucke aufbewahrt und schrittweise digitalisiert, um die Texte und Illustrationen weltweit zugänglich zu machen. Falls Sie gezielt nach Handschriften in dieser Sammlung recherchieren möchten, empfehlen wir die Kontaktaufnahme zur Abteilung Handschriften und Historische Drucke.

        Einige Handschriften liegen in den Digitalisierten Sammlungen vor. Die detaillierte Beschreibung und Strukturierung der Daten erfolgt in Zusammenarbeit mit der Serbischen Nationalbibliothek in Belgrad. Das so gewonnene Datenmaterial kann für die Korpuslinguistik verwendet, als Textgrundlage für Vergleichsstudien oder als Material für die Provenienzforschung herangezogen werden. Darüber hinaus ist sie für kulturgeschichtliche Untersuchungen der Slavia Orthodoxa von Interesse. 

        Diese Sammlung umfasst 11800 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Theologie

        Sprache

        Übergreifend

        Region

        Europa

        Material

        Handschriften

        Zeit

        1450-1600, 1600-1700

        Abteilung

        Osteuropa, Handschriften und Historische Drucke

        Die Sammlung der Drucke des 16. Jahrhunderts wurde aus dem Allgemeinen Druckschriftenbestand separiert, da sie aus Gründen der Bestandserhaltung und des Bestandsschutzes eine geschlossene Aufstellung in Sondermagazinen erfordert. Eine bedeutende Anzahl stammt aus der Postinkunabelzeit. Fast alle Drucke der Sammlung weisen exemplarspezifische Besonderheiten auf, zum Beispiel originale Einbände mit ihren charakteristischen Rollen- und Plattenverzierungen sowie handschriftliche Bemerkungen und Provenienzeinträge der Vorbesitzergenerationen.

        Trotz immenser Kriegsverluste besitzt die Staatsbibliothek heute einen Bestand von ca. 55.000 Drucken des 16. Jahrhunderts. Etwa 33.000 Werke stammen aus deutschen Druckorten, aus Frankreich kommen mehr als 7.000, aus Italien und den Niederlanden jeweils ca. 6.000 Drucke. Einen besonderen Schwerpunkt bei der Ergänzung der Sammlung 16. Jahrhundert bildet die Literatur der Reformation aus den Druckorten im Osten Deutschlands sowie dem ehemaligen Schlesien und Ostpreußen.

        Eine neu entwickelte, speziell auf die umfangreichen exemplarspezifischen Daten zu den Drucken des 16. Jahrhunderts abgestimmte Suchoberfläche ermöglicht die differenzierte und forschungsadäquate Recherche in diesem herausragenden Bestand: SBB16 – Drucke des 16. Jahrhunderts im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin bietet die frei kombinierbare Suche nach beteiligten Personen, Gattungsbegriffen, Druckorten, Druckern und Verlegern, Provenienzen, Buchbindern, Fingerprint, bibliographischen Nachweisen und Signaturen. Die Suche kann auf bestimmte Sammlungen oder auf exemplarspezifische Merkmale wie zeitgenössische Einbände bzw. Kurfürsteneinbände und annotierte Exemplare eingegrenzt werden. Zusätzlich ist das Ausschließen der Kriegsverluste oder das Eingrenzen auf digitalisierte Exemplare bei der Recherche möglich.

        Die Erfassung exemplarspezifischer Merkmale wird weiterhin – etwa im Rahmen der Digitalisierungsprojekte – intensiv fortgesetzt, ein vollständiger diesem Standard genügender Nachweis für die Drucke des 16. Jahrhunderts kann aber derzeit noch nicht angeboten werden.

        Diese Sammlung umfasst 55000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Fachübergreifende Sammlungen

        Sprache

        Übergreifend

        Region

        Übergreifend

        Material

        Druckschriften

        Zeit

        1450-1600

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Die Sammlung Autographa enthält die  Einzelautographen der im 17. Jahrhundert gegründeten Churfürstlichen Bibliothek, der späteren Preußischen Staatsbibliothek. Bis 1939 hatte sie einen Umfang von mehr als 220.000 Einzelstücken erreicht. Sie setzt sich zusammen aus kleineren Briefsammlungen, einzelnen Erwerbungen, Korrespondenzen aus und zu den Nächlässen in der Bibliothek und den Schriftstücken besonders wichtiger und namhafter Personen, die ab 1834 gezielt unter dieser Signatur gesammelt wurden. In alphabetischer Reihenfolge der Autorennamen sind diese eigenhändigen Zeugnisse aus nahezu allen Gebieten des literarischen, kulturellen, wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und privaten Lebens vom 15. bis ins 20. Jahrhundert zusammen getragen worden.  Durch kriegsbedingte Verlagerungen befindet sich diese Sammlung mit ihren Beständen bis 1939 in der Universitätsbibliothek Krakow und kann dort benutzt werden.

        Nach dem 2. Weltkrieg führte die Deutsche Staatsbibliothek im Haus Unter den Linden diese Signaturengruppe fort und erwarb nach ähnlichen Richlinien Einzelautographe bedeutender Persönlichkeiten  bis zum Jahr der Wiedervereinigung der beiden Staatsbibliotheken 1992. Diese Briefe werden  durch Kalliope erschlossen und können in der Handschriftenabteilung benutzt werden. 

        Diese Sammlung umfasst 250000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Biologie, Geowissenschaften, Medizin, Allgemeines, Bibliophilie (inkl. Buchbesitzzeichen u. allg. Gelehrtenbibliotheken), Buchdruck 16. Jahrhundert bis Gegenwart, Buchgestaltung | Buchillustration, Einbandkunde, Einzelne Buchgattungen und Buchformen, Geschichte des Buchdrucks (übergreifend), Geschichte des Buches und Buchwesens, Inkunabelkunde, Frühdrucke, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Biographische Lexika u. Quellen, Wissenschaftskunde u. -organisation, Kartographie, Allgemeine Geschichte, Alte Geschichte, Frühe Neuzeit (1500-1789), Historische Hilfswissenschaften, Neuere Geschichte (1789-1914), Neueste Geschichte (1914-), Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Allgemeines, Militärgeschichte, Rechtsgeschichte, Australien, Ozeanien, Lateinamerika u. Karibik, Ost- u. Südosteuropa, Vorderer Orient u. Nordafrika, Allgemeine u. vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Anglistik | Amerikanistik, Germanistik | Niederlandistik | Skandinavistik, Klassische Philologie, Romanistik, Slawistik, Sonstige Sprachen, Technik, Sport, Allgemeines, Kirchengeschichte, Religionswissenschaften u. -geschichte (allgemein u. vergleichend), Allgemeines, Wirtschaftsgeschichte

        Sprache

        Übergreifend, Dänisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Latein, Niederländisch, Polnisch, Russisch, Spanisch

        Region

        Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Österreich, Russland, Schweden, Spanien, Übergreifend

        Material

        Nachlässe | Autographen | Briefe, Zeitschriften | Zeitungen, Handschriften, Bilder | Fotografien

        Zeit

        1700-1800, 1450-1600, 1600-1700, 1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Im Jahre 2005 konnte die Staatsbibliothek aus der Gräflich zu Lynarschen Sammlung in Lübbenau 379 Drucke aus der Reformationszeit als Depositum in ihren Bestand aufnehmen. Die Familienbibliothek der Lynars kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits bis ins 16. Jahrhundert reichen die Ursprünge der Sammlung. Im 18. Jahrhundert erfuhr sie durch den Ankauf der Bücher Anton von Geusaus, einer universal ausgerichteten Gelehrtenbibliothek, eine bedeutende Erweiterung.
        Die gedruckten Schriften aus dem 16. Jahrhundert stammen überwiegend aus der Feder Martin Luthers und zeigen die Bandbreite seiner literarischen Tätigkeit - von der Behandlung theologischer Fragen bis hin zu den praktischen Auswirkungen der Reformation in den Gemeinden. Die Auslegung der Bibel, die Auseinandersetzung mit seinen Gegnern spiegeln sich in den Drucken wider. In der Sammlung sind die drei reformatorischen Hauptwerke Luthers aus dem Jahr 1520 enthalten, "An den christlichen Adel deutscher Nation", "De captivitate Babylonica ecclesiae praeludium" und "Von der Freiheit eines Christenmenschen". Auch Schriften von Freunden und von Gegnern Luthers sind vorhanden. Zu nennen wären hier Werke von Philipp Melanchthon, Lazarus Spengler, Johann Eck und Andreas Karstadt.
        Ein Höhepunkt in der Lynarschen Sammlung bilden die zehn Spottbilder, die unter dem schlichten Titel "Abbildungen des Papsttum" erschienen sind und auch heute noch der Forschung manches Rätsel aufgeben. Die Bilder, die vermutlich aus der Werkstatt von Lucas Cranach d.Ä. stammen, stellen eine scharfe Polemik gegen die Papstkirche dar.
        Die Lynarsche Sammlung ist sowohl vom Umfang als auch von der Qualität für die Staatsbibliothek zu Berlin von außerordentlicher Bedeutung, enthält sie doch wesentliche Quellen zur Erforschung der Reformationszeit. Sie ermöglicht die teilweise Kompensation der Verluste der kriegbedingt verlagerten Luther-Sammlung.

        Literatur

        Familienarchiv der Grafen zu Lynar auf Lübbenau : (Rep. 37 Lübbenau) / bearb. von Jürgen König und Werner Heegewaldt - Frankfurt am Main [u.a.] : Lang, 2006. - XLIX, 517 S. : Ill., graph. Darst. ; 210 mm x 148 mm
        (Quellen, Findbücher und Inventare des Brandenburgischen Landeshauptarchivs ; 19)

        Catalogus Bibliothecæ Selectæ ante Kalendas Dec. MDCCL. conjunctim, elapso vero hoc termino auctionis lege vendendæ. - Graizae : Ludewig, 1750. - [4] Bl., 280 S. ; 8° - Sammler: Anton von Geusau, Gräfl. Reuß-Plauischer Rat, 1695-1749 - Vorlageform des Erscheinungsvermerks: Graizæ, ex officina Ludewigiana.

        Diese Sammlung umfasst 379 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Buchwesen, Geschichte, Theologie

        Sprache

        Deutsch, Latein

        Region

        Deutschland

        Material

        Druckschriften, Mikroformen

        Zeit

        1450-1600

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Rund 7500 frühneuzeitliche Kupferstiche und Holzschnitte umfasste die Porträtsammlung, die der Berliner Bibliothekar, Pädagoge und Philanthrop Friedrich Wilhelm Wadzeck (1762-1823) bis 1810 zusammengestellt hatte. Sie wurde 1928 von der Preußischen Staatsbibliothek erworben und kurz darauf Hans Wolfgang Singer für die Erstellung seines „Allgemeinen Bildniskatalogs“ zur Verfügung gestellt, der ab 1930 in Leipzig erschien. Singer verzeichnete darin neben den Blättern des Berliner und des Dresdner Kupferstichkabinetts, des Landesmuseums Münster, der Feste Coburg und weiterer renommierter Kupferstichsammlungen auch einen großen Teil der Porträts aus der Wadzeckschen Sammlung.

        Nachdem die Sammlung während des Krieges verlagert worden war, kehrten nur 10 % der Bilder an die Staatsbibliothek zurück. Dieser Restbestand ist inzwischen im Digitialen Portraitindex erschlossen worden und wird dort digital präsentiert.

        Diese Sammlung umfasst 750 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Kunstgeschichte, Kommunikationsdesign | Gebrauchsgraphik

        Sprache

        Deutsch, Latein, Übergreifend

        Region

        Deutschland

        Material

        Einblattdrucke, Bilder | Fotografien

        Zeit

        500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, -500

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        Digitaler Portraitindex

        Benutzung

        Handschriften-Lesesaal

        Kontakt

        Felicitas Rink, Referat Graphische Sammlungen 
        felicitas.rink@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema

        Handschriften und Histrische Drucke | Graphische Sammlungen

        Sammlungen der Gesellschaft für Erdkunde

        Die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin wurde 1828 gegründet. Ihre Kartensammlung und ihre Bibliothek mit Erscheinungsjahren bis 1945 sind eine Dauerleihgabe an die Staatsbibliothek zu Berlin. Die Sammlung umfasst 15.000 Karten und Atlanten. Ergänzt wird sie durch eine auf die Geographie ausgerichtete Bibliothek von 40.000 Bänden, die außerdem zahlreiche Werke zu Ethnologie und den Naturwissenschaften enthält. Die beiden Sammlungsteile bilden einen wichtigen Quellbestand für die Forschungen zu Kolonialismus und Imperialismus. Herausragende Werke sind die prunkvollen Publikationen Alexander von Humboldts zu seinen Reisen sowie zahlreiche Widmungsexemplare bekannter Autoren. 

        Die Bestände enthalten wenige von Forschungsreisenden handgezeichnete Originalmaterialien. Die nach dem Zweiten Weltkrieg von der Gesellschaft für Erdkunde erworbenen Werke werden heute durch die Fachbibliothek Geowissenschaften der Freien Universität Berlin betreut.

        Die Gesellschaft für Erdkunde gibt seit 1853 die wissenschaftliche Zeitschrift "Die Erde" heraus. Diese erscheint viermal im Jahr auf Englisch und gilt weltweit als die am längsten existierende wissenschaftliche Zeitschrift der Geographie.
        Neben den Sammlungen archiviert die Stabi auch den Nachlass der Gesellschaft für Erdkunde. Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an die Abteilung Handschriften und historische Drucke.

        Diese Sammlung umfasst 55000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Allgemeine Geographie, Kartographie

        Sprache

        Übergreifend, Deutsch

        Region

        Deutschland, Übergreifend

        Material

        Druckschriften, Zeitschriften | Zeitungen, Karten | Atlanten | Globen

        Zeit

        1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Karten

        Ein Teilgebiet der Zeitungssammlung sind die satirischen Zeitungen, die verstärkt im zeitlichen Umfeld von Revolutionen entstehen. So gibt es fast zeitgleich ab 1832 den "Charivari" in Paris und ab 1837 den von Saphir herausgegebenen "Humorist" in Wien. In London entsteht 1842 der "Punch", 1846 in Leipzig der "Leuchtturm". In Berlin gibt es 1848 zahlreiche satirische Blätter, von denen der "Kladderadatsch" bis 1944 existiert, während der aggressivere "Berliner Krakehler" nach einem knappen Jahr einem "Berliner gemüthlichen Krakehler" weichen muss. Die ab 1849 erschienene "Buddelmeyer-Zeitung" nimmt die Tagespresse kritisch ins Visier. Satirische Beilagen zu Tageszeitungen, z.B. der "Ulk" zum "Berliner Tageblatt", Karnevals- und Faschingszeitungen, aber auch Beilagen zu Kriegszeitungen komplettieren die Auswahl, zu der aber keine reinen Witzblätter gehören.

        Das Teilgebiet umfasst ca. 100 Titel mit 1000 Bänden überwiegend im Signaturenbereich Ztg 40 - Ztg 1950;Beil.

        Diese Sammlung umfasst 10 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Allgemeines, Neuere Geschichte (1789-1914), Neueste Geschichte (1914-), Medien- und Kommunikationswissenschaften

        Sprache

        Deutsch, Englisch, Französisch

        Region

        Deutschland, Frankreich, Großbritannien

        Material

        Mikroformen, Zeitschriften | Zeitungen

        Zeit

        1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Allgemeine Druckschriften

        Nachgewiesen in

        StaBiKat

        Benutzung

        Lesesaal für Zeitungen

        Kontakt

        Wissenschaftlicher Dienst / Fachgebiet Zeitungen
        Christoph Albers

        Handschriften aus Südostasien gelangten – von wenigen Ausnahmen abgesehen – erst seit der Mitte des 19. Jh. In die „Königliche Bibliothek zu Berlin“. Die wichtigste und umfangreichste Erwerbung diesbezüglich war die Sammlung Schoemann.

        Karl Schoemann (1806-1877) betätigte sich in den Jahren 1845 bis 1851 als Hauslehrer in der Familie des Generalgouverneurs von Niederländisch Indien auf Java. In dieser Zeit trug er eine Sammlung von Handschriften zusammen, die nach seinem Tod von der Königlichen Bibliothek angekauft werden konnte. Von der aus 272 Nummern bestehenden Sammlung wurde 1879 ein Verzeichnis angelegt. Dieses Verzeichnis ordnete die Handschriften in zwölf Gruppen: „Kawi, Javanisch, Balinesisch, Sunda’isch, Malayisch, Buginesisch, Makassarisch, Battak’sch, Lampong’sch, Tamuli, Arabisch, Chinesisch.“

        Das Bild zeigt eine Seite aus einem Pantji-Roman (Javanische Handschrift auf holländischem Papier, erste Hälfte des 19. Jh.; [Schoemann II, 4, Bl. 1b / 2a.]

        Diese Sammlung umfasst 272 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Ethnologie u. Kulturgeschichte, Handschriftenkunde, Südostasien, Ost- u. südostasiatische Sprachen u. Literaturen

        Sprache

        Balinesisch, Battakisch, Buginesisch, Chinesisch, Javanisch, Kawi, Malaysisch, Makassarisch, Sundanesisch, Tamuli

        Region

        Indonesien

        Material

        Handschriften

        Zeit

        1700-1800, 1800-1900

        Abteilung

        Orient

        Nachgewiesen in

        Benutzung

        Orientabteilung / Orientlesesaal

        Kontakt

        Orientabteilung / Dr. Thoralf Hanstein
        thoralf.hanstein@sbb.spk-berlin.de

        Die Sammlung umfasst ca. 34000 Programmschriften und Schulnachrichten überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum. Sie gilt  als eine der größten geschlossenen Sammlungen und hat den Zweiten Weltkrieg relativ vollständig überstanden.
        Die früher oft kritisch betrachteten und als wenig nützliches Kleinschrifttum eingestuften Schulschriften sind heute für die unterschiedlichsten Forschungen eine wertvolle Quelle. Nicht nur die Schulnachrichten, die über Lehrer, Fächer, verwendete Schulbücher und die Schulabsolventen informieren, sind von großer Wichtigkeit u. a. für biographische Forschungen. Auch die Programme stellen oft Material zur Verfügung, das auf anderem Wege nicht zugänglich wäre. In vielen Fällen zeigen sie den Forschungsstand auf einem bestimmten Gebiet: So etwa bei Themen aus der Geographie oder bei Untersuchungen zur Sprachwissenschaft und Pädagogik.

        Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit den Teilbereichen … · Schulprogramme · ... und Schulprogramme Mathematik zur Verfügung.

        Diese Sammlung umfasst 34000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Pädagogik

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Deutschland

        Material

        Druckschriften

        Zeit

        1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Allgemeine Druckschriften

        Die Zeitungsabteilung bemüht sich intensiv um den Aufbau einer Zeitungssammlung aus den hierzulande weniger bekannten und dennoch in vieler Hinsicht hoch interessanten Regionen Asiens, Afrikas sowie Australiens und Ozeaniens. Hierzu zählen Erwerbungen wie der "Papua New Guinea Post Courier", die "Kashmir Times", die "Myanmar Times", "The Himmalayan" aus Kathmandu und der "Bhutan Observer".

        Viele seltene, kaum bekannte Zeitungen aus fernen Ländern finden sich von Beginn an in der Sammlung ausländischer Zeitungen, die im 18. Jahrhundert vornehmlich mit europäischen Zeitungen, besonders aus Frankreich, England, Skandinavien, Italien und Spanien begann.

        Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erweiterte sich die Sammlung um viele Zeitungen aus den deutschen Kolonien: Samoa, Teile Chinas, Südwest- und Ostafrikas, aber auch aus Blumenau in Brasilien u .a. m.

        Schon nach dem 2. Weltkrieg gab es ein breites Spektrum von Zeitungen aller Kontinente, die meisten von ihnen stammen jedoch aus den politisch und wirtschaftlich führenden Ländern.

        Diese Sammlung umfasst 10 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Allgemeines, Frühe Neuzeit (1500-1789), Neuere Geschichte (1789-1914), Neueste Geschichte (1914-), Medien- und Kommunikationswissenschaften, Afrika südlich der Sahara, Australien, Ozeanien, Europa ohne Osteuropa, Lateinamerika u. Karibik, Ostasien, Südostasien, Vorderer Orient u. Nordafrika, Zentral- u. Südasien

        Sprache

        Übergreifend, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch

        Region

        Übergreifend

        Material

        Zeitschriften | Zeitungen

        Zeit

        1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

        Abteilung

        Allgemeine Druckschriften

        Nachgewiesen in

        StaBiKat 

        Benutzung

        Lesesaal für Zeitungen

        Kontakt

        Wissenschaftlicher Dienst / Fachgebiet Zeitungen
        Christoph Albers

        Mehr zum Thema

        ZEFYS

        Die Südostasien-Sammlung der Berliner Staatsbibliothek ist mit weit über 100 000 Bänden die umfangreichste Sammlung ihrer Art in Deutschland und gehört zu den bedeutenden Südostasien-Sammlungen weltweit. Die Sammlung umfasst Publikationen aus allen 11 südostasiatischen Ländern. Neben einem breitgefächerten Angebot an westlichsprachiger Literatur über die einzelnen Länder sind besonders der umfangreiche Bestand an originalsprachiger Primärliteratur sowie die über 2000 Handschriften aus Südostasien hervorzuheben.

         

        Mehr zum Thema

        Themenportal zur Südostasiensammlung

        Diese Sammlung umfasst 100000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Ethnologie u. Kulturgeschichte, Geographie, Geschichte, Kunstgeschichte, Pädagogik, Allgemeines, Sozialgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaften, Ost- u. südostasiatische Sprachen u. Literaturen, Religionswissenschaften u. -geschichte (allgemein u. vergleichend)

        Sprache

        Bahasa Indonesia, Bahasa Melayu (Malaiisch), Burmesisch (Myanmar), Javanisch, Kambodschanisch (Khmer), Laotisch, Tagalog, Thailändisch, Vietnamesisch

        Region

        Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Osttimor, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam

        Material

        Handschriften, Druckschriften, Karten | Atlanten | Globen, Elektronische Medien, Bilder | Fotografien, Zeitschriften | Zeitungen

        Zeit

        1450-1600, 1700-1800, 1600-1700, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

        Abteilung

        Ostasien, Orient, Handschriften und Historische Drucke

        Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt ca. 450 syrische Handschriften, wovon viele Sammelhandschriften sind, die mehrere eigenständige Werke enthalten. Die Sammlung definiert sich durch die Syrische Schrift. Unter Syrisch verstehen wir hier die Schrift, die sich aus der aramäischen Schrift in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung entwickelt hat. Sie wurde von den Christen des Nahen Ostens verwendet. Zur Sammlung gehören demnach auch die Karshuni-Handschriften (Arabisch in Syrischer Schrift). Syrisch ist eine wichtige Kultursprache. Zahlreiche wissenschaftliche und religiöse Werke wurden in ihr verfasst.

        Eine besondere Stärke der Sammlung sind die alten Bibelhandschriften auf Pergament (z.B. Kodex Phillipps 1388, der die Canones des Eusebius enthält und vor 677 geschrieben worden sein muss), die großen Sammlungen kirchlicher Poesie aus dem Tur Abdin (z.B. Kodex Sachau 349, 355), patristische Kodizes (z.B. Sachau 220), ein Prachtevangeliar aus dem 13. Jahrhundert (Sachau 304), aber auch wertvolle Materialien für das Studium der syrischen Dialekte (Sachau-Katalognummern 117-137 und 278-292). Eduard Sachau hat auf seinen Reisen in den Orient selbst Abschriften in Auftrag gegeben, diese Abschriften sind heute wertvolle Quellen beispielsweise für Fellihi und Torani (Turoyo), beides Dialektformen des Neuaramäischen.

        Der Großteil der Sammlung wurde von Eduard Sachau (1845-1930) erworben und auch katalogisiert. Die jüngeren Erwerbungen nach dem Erscheinen des Sachau-Kataloges im Jahre 1899 wurden 1963 von Julius Assfalg beschrieben. Beide Kataloge wurden vollständig in die Qalamos-Datenbank überführt:

        Diese Sammlung umfasst 450 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Handschriftenkunde, Philosophie, Sprach- und Literaturwissenschaften, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Theologie, Bibelwissenschaft, Kirchengeschichte

        Sprache

        Übergreifend, Arabisch

        Region

        Asien, Syrien

        Material

        Handschriften

        Zeit

        500-1450, 1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Orient

        Nachgewiesen in

        Qalamos
        StabiKat

        Benutzung

        Orient- und Ostasienlesesaal

        Kontakt

        Für die Benutzung:
        Orientabteilung

        Für fachliche Anfragen:
        Petra Figeac
        Fachreferentin für Ägyptologie, Alten Orient, Christlichen Orient, Judaistik und Hebraistik

        T

        Im Jahr 1857 übernahm in Berlin der jüdische Buchhändler Eduard Bloch (1831-1895) die Lassar'sche Buchhandlung und gründete kurz darauf den Spezialverlag für Theaterliteratur "Leopold Lassar's Buchhandlung". Auf dem Verlagsprogramm standen vor allem dramatische und musikalische Kleinkunst sowie Choreographien und Schriften zur Tanzkunst. Neben der verlegerischen Tätigkeit begründete Eduard Bloch eine umfangreiche Privatsammlung von Bühnenmanuskripten und -drucken, die sein Sohn weiterführte.

        Die Sammlung, die ca. 10 000 Bände umfasst, spiegelt im wesentlichen die Schwerpunkte der Verleger- und Schriftstellerinteressen der Blochs wider, beinhaltet neben Werken aus der Blochschen Verlagsproduktion aber ebenso Bühnenmanuskripte aus anderen deutschen wie ausländischen Verlagen. Nur wenige Klassikerwerke oder theoretische Schriften sind enthalten - die leichte Theaterkost, hauptsächlich Vaudeville-Stücke, bilden den Kern der Sammlung. Die meisten der Possen, der Schwänke, Operetten, Genrebilder etc. stammen aus dem deutschsprachigen Raum - Hefte geringen Umfangs zumeist, die für die Forschung andernorts kaum noch verfügbar sind.

        Diese Sammlung umfasst 10000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Sprach- und Literaturwissenschaften

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Deutschland

        Material

        Druckschriften

        Zeit

        1800-1900

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        StaBiKat

        Benutzung

        Venedig

        Kontakt

        Abteilung Handschriften und Historische Drucke / Thomas-Klaus Jacob

        Mehr zum Thema

        Theatersammlung Bloch bei Wikipedia 

        Die Sammlung Theaterzettel hat im 2. Weltkrieg erhebliche Verluste erlitten. Immerhin umfasst sie auch jetzt noch deutlich über 200.000 Blatt. Sie ist nach Bühnenorten und Theatern aufgestellt. Beachtenswert ist ein Bestand älterer Theaterzettel:
        - Berlin, Königl. Schauspiel 1806-1847 (mit Lücken)
        - Dresden, Hoftheater 1823-1869 (mit Lücken)
        - Darmstadt, Hoftheater 1827-1879 (mit Lücken).

        Literaturgeschichtlich interessant sind die 13 Bände Theaterzettel des Berliner Lessing-Theaters. Viele Stücke von Gerhard Hauptmann wurden hier uraufgeführt (Signatur: Yp 4825/500).
        Theatergeschichtlich bedeutsam ist der Bestand von Zetteln aus fast sämtlichen deutschsprachigen Theatern für die Zeit von 1899-1920.
        Der gesamte Bestand ist aus konservatorischen Gründen nur eingeschränkt benutzbar.

        Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die ARK-Online-Systematik mit dem Teilbereich Theaterzettel zur Verfügung.

        Diese Sammlung umfasst 200000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Kunstgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaften

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Deutschland

        Material

        Druckschriften, Einblattdrucke

        Zeit

        1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        2007 konnte durch die Staatsbibliothek und ihrem Verein der Freunde die umfangreiche Sammlung mit Briefen von und an Thomas Mann sowie zahlreiche teils signierte Erstausgaben seiner Werke erworben werden.

        35 Privatpersonen und Stiftungen unterstützten die Staatsbibliothek zu Berlin mit ihren Spenden an den Freundeskreis der Bibliothek beim Erwerb der Thomas-Mann-Sammlung, welche von einer Münchnerin über viele Jahre hinweg sorgsam aufgebaut wurde.

        In der Sammlung befinden sich 183 Briefe aus den Jahren 1912 bis 1955, von denen Thomas Mann 110 verfasste. Mehrfach schrieb er an den Journalisten Wilhelm Kiefer, schildert im Oktober 1933 in einem Brief aus Zürich seine Situation nach dem Weggang der Familie aus Deutschland und geht im August 1934 auf den nationalsozialistischen Putschversuch in Österreich ein. Zahlreiche Briefe verfasste Mann in Pacific Palisades bei Los Angeles, wohin die Familie 1941 gezogen war. In der Sammlung sind einige Briefe, die er an den lange in den U.S.A. lebenden, 1950 nach Europa zurückgekehrten und in den 70ern als P.E.N.-Präsident wirkenden Schriftsteller Hermann Kesten schrieb. Zwanzig in der Sammlung enthaltene Briefe stammen von Mitgliedern seiner Familie. 39 der Ausgaben seiner Werke signierte der Nobelpreisträger für Literatur, weitere 106 Erst- und andere Ausgaben, künstlerisch wertvolle Drucke, Porträtfotos mit seiner Frau Katia und andere Familienfotos sowie umfangreiches Material zu seinem Leben machen die Sammlung von und über Thomas Mann zu einem neuen besonderen Schatz der Staatsbibliothek zu Berlin.

        Die Thomas-Mann-Sammlung ergänzt den reichen Bestand der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, die bereits in anderen Sammlungen rund 80 handgeschriebene oder maschinenschriftlich verfasste Briefe von Thomas Mann nachweist.

        Diese Sammlung umfasst 500 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Neueste Geschichte (1914-), Sprach- und Literaturwissenschaften

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Deutschland, Schweiz, USA

        Material

        Bilder | Fotografien, Druckschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe, Zeitschriften | Zeitungen, Handschriften

        Zeit

        1900-2000

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        Kalliope 

        Benutzung

        Handschriften-Lesesaal

        Kontakt

        Dr. Monika Linder, Referatsleiterin Nachlässe und Autographen
        monika.linder@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema

        Spenden- Schenken- Fördern 

        Topographische Ansichten

        Der Fokus der Sammlung liegt auf Siedlungen sowie besonderen Landschaften weltweit. Die topographischen Ansichten stammen aus der Zeit zwischen dem 16. und dem frühen 20. Jahrhundert. Besondere Bedeutung haben die frühen fotografischen Ansichten Berlins von Friedrich Albert Schwarz (1836-1906). Ergänzend umfasst die Sammlung folgende Materialien topographischen Charakters:

        • Druckgrafik
        • Einzelfotos
        • Tafelbände
        • Postkarten

        Die Bibliothek führte die Sammlung für die Zeit nach dem 1. Weltkrieg nicht fort. Weitere topographische Ansichten verwahrt die Abteilung Presse und Bild in ihrer Fotosammlung. Die lange durch die Kartenabteilung zusammen mit den Ansichten verwalteten Bestände an Portraits, Einblattdrucken und Menükarten wurden an die Abteilung Handschriften und Historische Drucke abgegeben. Bei Fragen zu diesen Materialien wenden Sie sich bitte an die Abteilung Handschriften und Historische Drucke beziehungsweise die Abteilung Presse und Bild.

        Zahlreiche Ansichten von Landschaften, Siedlungen und Festungen finden sich zudem auf alten Stadtplänen.

        Diese Sammlung umfasst 30000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Kartographie

        Sprache

        Übergreifend

        Region

        Übergreifend

        Material

        Bilder | Fotografien, Karten | Atlanten | Globen

        Zeit

        1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Karten

        Zwischen 1902 und 1914 fanden unter der Leitung von Albert Grünwedel (1856–1935) bzw. Albert von Le Coq (1860–1930) die vier Deutschen Turfanexpeditionen statt. Die Expeditionen werden nach dem Hauptaufenthalts- und Grabungsort der 1. Expedition benannt, der ca. 170 Quadratkilometer großen Turfan-Oase an der alten nördlichen Seidenstraße (heute: Autonomes Gebiet Xinjiang-Uigur, VR China). Die Fundobjekte wurden dem damaligen Museum für Völkerkunde übergeben und befinden sich heute im Museum für Asiatische Kunst in Berlin. Die von den Expeditionen mitgebrachten Textfragmente wurden zur Bearbeitung an die Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften übergeben.

        Heute befindet sich diese Textsammlung im Besitz der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und wird als Depositum an der Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin verwahrt. Zu ihr gehören ca. 40.000 Fragmente orientalischer Handschriften und Blockdrucke, die in ihrer Mehrzahl der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends n. Chr. entstammen. Ihre herausragende Bedeutung ergibt sich aus der Vielfalt von Schriftzeugnissen in mehr als zwanzig Sprachen und Schriften, die den kulturellen Austausch entlang der Seidenstraße eindrucksvoll dokumentieren.

        Im Rahmen verschiedenen Projekte der BBAW und der Akademie der Wissenschaften Göttingen wurde die Sammlung erschlossen und die Textfragmente editiert. Auch wurde die Digitalisierung der gesamten Turfantextsammlung der BBAW abgeschlossen.
        Die so gewonnenen Beschreibungsdaten werden nun schrittweise nach Qalamos und die Digitalisate in die Digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek überführt. Bis zum Abschluss der Überführung können die Digitalisate aktuell (Stand April 2026) über folgende Seiten eingesehen werden:

        Diese Sammlung umfasst 40000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Ethnologie u. Kulturgeschichte, Handschriftenkunde, Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen, Ost- u. südostasiatische Sprachen u. Literaturen

        Sprache

        Chinesisch, Mandschurisch, Mongolisch, Persisch, Sanskrit, Tibetisch, Tschagatai, Übergreifend

        Region

        Asien, China

        Material

        Druckschriften, Handschriften

        Zeit

        500-1450

        Abteilung

        Orient

        Nachgewiesen in

        Qalamos

        Benutzung

        Orient- und Ostasienlesesaal

        Kontakt

        Für die Benutzung:
        Orientabteilung

        Für fachliche Anfragen:
        Christoph Rauch
        Leiter der Orientabteilung

        U

        Die Staatsbibliothek besitzt eine umfangreiche Sammlung von Universitätsschriften.

        Sie läßt sich in Dissertationen, Habilschriften, Personalverzeichnisse und Vorlesungsverzeichnisse unterteilen. Auch Universitätsprogramme, Schriften zu Jubiläen der Institutionen, Semestereröffnungsvorträge und Antrittsvorlesungen gehören in diese Gruppe. Neben den deutschen Dissertationen wurden auch ausländische gesammelt. Während die Staats- und Rechtswissenschaftlichen Dissertationen und die medizinischen und naturwissenschaftlichen Sammelbände im 17. und 18. Jahrhundert einsetzen, haben die Schriften der philosophischen Fakultäten im Bestand - von Ausnahmen abgesehen - ihren Schwerpunkt im 19. Jahrhundert. Seit 1885 erstellte die Königliche Bibliothek das Jahresverzeichnis der Hochschulschriften. Zu diesem Zweck erhielt die Bibliothek von jeder Dissertation Belegexemplare, weshalb der Bestand für diesen Zeitraum besonders vollständig ist.

        Universitätsschriften sind ein oft wenig beachtetes, dennoch für die verschiedensten Zweige der Forschung wichtiges Material. Wegen des großen Umfanges der Sammlung im 19. Jahrhundert, ist sie zur Erforschung der Universitäts- und Bildungsgeschichte, aber auch für das Nachvollziehen der Entwicklung der Wissenschaftszweige von außerordentlichem Wert.

        Hohen Seltenheitswert besitzen darüber hinaus die maschinenschriftlichen Dissertationen (1920-1945), denn in vielen Fällen hat an den Universitätsbibliotheken kein Exemplar dieser Schriften den Zweiten Weltkrieg überdauert.

        Mit Ausnahme der Arbeiten aus Technischen Hochschulen ist die Sammlung der Universitätsschriften kaum durch Verluste im Zweiten Weltkrieg gezeichnet.

        Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit den folgenden Teilbereichen zur Verfügung:

        Universitätsprogramme · ...
        Dissertationen · Programme · Disputationen
        Theologie · Dissertationen
        Rechtswissenschaft · … Dissertationen · Disputationen
        Medizin · … Dissertationen
        Tierheilkunde · Dissertationen
        Mathematisch-naturwissenschaftliche Dissertationen
        Philosophie · Dissertationen · Thesen

         

        Diese Sammlung umfasst 255000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Fachübergreifende Sammlungen

        Sprache

        Deutsch, Übergreifend

        Region

        Europa, USA, Übergreifend

        Material

        Druckschriften

        Zeit

        1700-1800, 1800-1900, 1900-2000

        Abteilung

        Allgemeine Druckschriften

        Nachgewiesen in

        StaBiKat

        Benutzung

        Allgemeine Lesesäle

        Kontakt

        N.N.

        V

        Die Staatsbibliothek hat durch ihre 350jährige Geschichte eine einzigartige Sammlung zur Wissenschaftsgeschichte aufgebaut. Sie sammelt Verlagsarchive, auch Buchhändlerarchive und Papiere von bedeutenden Verlegern und Verlagsbuchhändlern. 

        Verlagsarchive sind „ungeöffnete Königsgräber“, so der Titel eines Kolloquiums des Instituts für Buchwissenschaft in Mainz am 20.1.2011. In ihnen spiegeln sich Verlags- und Wissenschaftsgeschichte wie in kaum einer anderen Überlieferungsform wider. Sie gehören zu den wichtigsten wissenschaftshistorischen Quellen. Diese Sammlung wird weiter geführt durch die Übernahme und Schenkung weiterer Archive, wie es die Archive von Mohr-Siebeck und Vandenhoeck und Ruprecht auf sehr schöne Weise belegen. 

        Die lückenlose Überlieferung der Geschichte der Verlage gestattet Einblicke in die wirtschaftliche Situation ebenso wie in politische Rahmenbedingungen, sie eröffnet Forschungsmöglichkeiten über einzelne Wissenschaftler, Fachdisziplinen, wissenschaftliche Themen und Fragen der Kanonbildung. Im Verlagsarchiv treffen zahlreiche Wissenschaftler und ihre Werke aufeinander. Die Konzentration auf bedeutende wissenschaftliche Disziplinen, der Austausch zwischen Verleger, Autor und ggf. Rezensent stellt eine breite Basis grundlegender Information zu publizierten oder auch unveröffentlicht gebliebenen Werken dar. Bietet schon die Korrespondenz innerhalb eines Wissenschaftlernachlasses zahlreiche Anhaltspunkte, um dessen Forschung in die Zeitgeschichte oder umliegende gesellschaftliche und kulturelle Bedingungen einzuordnen, so ist dies in viel weiterem, und natürlich auch über mehrerer Generationen sich erstreckendem Rahmen in einem Verlagsarchiv möglich. Die Geschichte einer Disziplin lässt sich in einem Verlagsarchiv in großer Breite untersuchen: Welche Werke wurden publiziert, wer empfiehlt wen an den Verlag, welche Netzwerke bestimmen den Kanon, wo entstehen neue Kontakte, welche Themen finden auf welchen Wegen Verbreitung. 

        Natürlich lassen sich zwischen den Verlagsarchiven und anderen Beständen der Staatsbibliothek zu Berlin zahlreiche Verbindungen herstellen: Die hier verwahrten Wissenschaftlernachlässe spiegeln Jahrhunderte deutscher und europäischer Wissenschaftsgeschichte wider, dies trifft in besonderem Maße auf die seit dem 19. Jahrhundert aufgebauten Sammlungsschwerpunkte Theologie, Philosophie und Geschichte zu. Besonders die in den Nachlässen enthaltene Korrespondenz wird in Verbindung mit der Verlagskorrespondenz merklich an Bedeutung gewinnen können.1995 übernahm die Staatsbibliothek zu Berlin das Archiv des Aufbau Verlags, welches als eines der wichtigsten belletristischen Verlage der ehemaligen DDR gilt. 1999 und 2022  wurde der Bestand mit dem Archiv des Wissenschaftsverlags Walter de Gruyter ergänzt. Obwohl beide Archive zunächst als Deposita überlassen wurden, sind die Korrespondenzen und Manuskripte des Aufbau Verlags seit 2005 für die Forschung digital zugänglich. 2010 konnte der Bestand mit dem Verlagsarchiv Mohr Siebeck und 2011 mit dem Verlagsarchiv Vandenhoeck & Ruprecht und Bruno Cassirer erweitert werden. Das Verlagsarchiv Mohr Siebeck wurde 2012-2015 mit Drittmittelförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Kalliope erschlossen. Das Archiv Vandenhoeck & Ruprecht gelang eine Teilerschließung in Kalliope durch die Förderung der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.. 

        2015 konnte das Archiv der ersten 40 Jahre des Klaus Wagenbach Verlags in Berlin erworben werden.

        Diese außerordentlich umfangreichen Sammlungen werden durch verschiedene Projekte in  Kalliope erschlossen.

        Diese Sammlung umfasst 300000 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Buchwesen, Allgemeines, Buchgestaltung | Buchillustration, Buchhandel und Verlagswesen, Einbandkunde, Einzelne Buchgattungen und Buchformen, Geschichte des Buchdrucks (übergreifend), Geschichte des Buches und Buchwesens, Geschichte des Buchhandels, Inkunabelkunde, Frühdrucke, Geschichte, Allgemeine Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Neuere Geschichte (1789-1914), Neueste Geschichte (1914-), Pädagogik, Philosophie, Sprach- und Literaturwissenschaften, Theologie

        Sprache

        Deutsch, Englisch, Französisch

        Region

        Europa, Deutschland, Frankreich

        Material

        Druckschriften, Handschriften, Nachlässe | Autographen | Briefe, Einblattdrucke, Bilder | Fotografien

        Zeit

        1600-1700, 1700-1800, 1800-1900, 1900-2000, 2000-

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        Kalliope  

        Benutzung

        Rara-Lesesaal 

        Handschiftenlesesaal

        Kontakt

        Handschriften- und Historische Drucke

        Mehr zum Thema

        W

        Im Jahre 1850 wurde die Bibliothek des Freiherrn Karl Hartwig Gregor von Meusebach (1781–1847) mit Unterstützung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. für 40.700 Taler von der Königlichen Bibliothek erworben. Meusebach war Jurist im preußischen Staatsdienst. Er trug im Laufe seines Lebens eine für die deutsche Literaturgeschichte bedeutende Bibliothek zusammen, der er sein gesamtes Vermögen opferte. Nach seinem Tode war seine Familie genötigt, diese Bibliothek zu verkaufen. Für die Erwerbung hatte sich insbesondere Bettina von Arnim beim König eingesetzt.

        Die Bibliothek Meusebachs umfasste einen Gesamtbestand von 25.000 Werken in 36.000 Bänden. Sie enthält vor allem deutsche Literatur des 16. und 17. Jahrhunderts und wurde von Zeitgenossen und dankbaren Nutzern wie den Brüdern Grimm, den Germanisten Karl Goedeke und Karl Lachmann oder dem Dichter Heinrich Hoffmann von Fallersleben als eine Art Keimzelle einer deutschen Nationalbibliothek angesehen.

        Als geschlossene Sammlung stellte die Königliche Bibliothek nur weltliche Lieder (Volkslieder und historische Lieder) und geistliche Lieder in Einzeldrucken überwiegend aus dem 16. Jahrhundert auf. Diese Drucke waren seinerzeit Verbrauchsliteratur und sind deshalb heute sehr selten. Da nur einzelne Bände zu den Kriegsverlusten der Staatsbibliothek zählen, kann sie den wohl umfangreichsten Bestand (ca. 2.200 Drucke) im deutschsprachigen Raum vorweisen. 2008 erschien in Zusammenarbeit mit der Forschung eine Bibliographie der Liedflugschriften bis 1650. Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten stellte sich heraus, dass etwa 80% der in Berlin vorhandenen Exemplare mit großer Wahrscheinlichkeit Unikate sind.

        Die Sammlung wurde im Alten Realkatalog (ARK) erschlossen. Für die sachliche Suche steht die Online-Version der Historischen Systematik mit dem Teilbereich Volkslieder zur Verfügung.

        Literatur
        Berliner Liedflugschriften : Katalog der bis 1650 erschienenen Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / bearb. von Eberhard Nehlsen. Hrsg. von Gerd-Josef Bötte. - Baden-Baden : Koerner, 2008
        Bibliotheca bibliographica Aureliana ; 215
        Band. 1: Katalog 1: Signaturengruppen Hymn. 3 - Yd 9994
        Band. 2: Katalog 2: Signaturengruppen Ye 1 - Slg. Wernigerode Hb 4380
        Band. 3: Register
        Berliner Liedflugschriften: Addenda und Corrigenda | Stand 2023

        Diese Sammlung umfasst 2200 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Buchwesen, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Geschichte, Musikwissenschaft, Sprach- und Literaturwissenschaften

        Sprache

        Deutsch

        Region

        Europa, Deutschland

        Material

        Druckschriften

        Zeit

        1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

        Abteilung

        Handschriften und Historische Drucke

        Nachgewiesen in

        Benutzung

        Rara-Lesesaal

        Kontakt

        Michaela Scheibe

        Mehr zum Thema

        Z

        Laufend abonnierte Titel wie die Hürriyet Avrupa aus Mörfelden-Walldorf und die in London erscheinende libanesische Zeitung Al Hayat sowie die armenische Zeitung Jamanak aus Istanbul zählen zu den aktuellen Titeln dieser ständig wachsenden Sammlung, zu der auch zahlreiche historische Zeitungen gehören.

        So las die russische Intelligenz nach der Oktoberrevolution in Berlin „Rul’“ und „Nakanune“, die sorbisch-wendische Minderheit konnte von 1854 bis 1937 und ab 1991 die Bautzener „Serbske Nowiny" lesen, zu DDR-Zeiten gab es die „Nowa doba“. In den 20-er Jahren lasen in Berlin arbeitende Polen „Dziennik Berlinski“ und die jüdische Minderheit in Polen las in Ewrit die „Folsztyme“,  in Rußland die wieder neu erscheinende „Evrejskaja gazeta“.

        Deutsche Minderheiten finden sich in langlebigen Titeln wie dem „Argentinischen Tageblatt“, im „Urwaldboten aus Blumenau“ in Brasilien, der „Türkischen Post“ aus Istanbul, in der „Sankt-Petersburgischen Zeitung“ aus Russland und in der  rumänischen „Karpatenrundschau“.  Exilanten lasen in den dreißiger Jahren das „Pariser Tageblatt“ (Chefredakteur Georg Bernhard), das “Deutsche Volksecho“ aus New York (Chefredakteur Stefan Heym) sowie die „Deutsche Zentral-Zeitung“ aus Moskau. Das sind nur einige Beispiele dieser facettenreichen Sammlung, in der es viel zu entdecken gibt.

        Diese Sammlung umfasst 100 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Nein

        Thema

        Allgemeines, Ethnologie u. Kulturgeschichte, Neuere Geschichte (1789-1914), Neueste Geschichte (1914-), Regionale Geschichte, Medien- und Kommunikationswissenschaften

        Sprache

        Übergreifend

        Region

        Übergreifend

        Material

        Zeitschriften | Zeitungen

        Zeit

        1800-1900, 1900-2000, 2000-

        Abteilung

        Allgemeine Druckschriften

        Nachgewiesen in

        StaBiKat

        Benutzung

        Lesesaal für Zeitungen

        Kontakt

        Wissenschaftliche Dienste / Fachgebiet Zeitungen
        Christoph Albers

        Verwandte Themen

        ZEFYS

        Mir Ališer Nava’i (میر علی شیر نوایی‎, 1441–1501) wird nicht nur als der bedeutendste Dichter der Chagatai-Literatur geschätzt, sondern war auch ein herausragender Philologe und Maler. Die Staatsbibliothek zu Berlin beherbergt insgesamt 29 Handschriften von Nava’i. Der Großteil von ihnen stammt aus den Sammlungen Diez, Hartmann und Huth. In dieser besonderen Sammlung sind Werke wie Dīwān (دیوان), Kulliyāt ( کلیات), Ḫamsas (خمسه) sowie einzelne Kompositionen wie Maǧālis an-nafā’is (مجالس النفائس), Lisān aṭ-ṭair (لسان الطیر), Maḥbūb al-qulūb (محبوب القلوب) und viele andere enthalten. Die Nava’i-Handschriften aus der Diez-Sammlung stammen aus dem 16. Jahrhundert, während andere Handschriften im 18. bis 19. Jahrhundert kopiert wurden.

        Diese Sammlung umfasst 29 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Orientalistik u. altorientalische Sprachen u. Literaturen

        Sprache

        Tschagatai

        Region

        China

        Material

        Handschriften

        Zeit

        1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

        Abteilung

        Ostasien, Orient

        Nachgewiesen in

        Benutzung

        Lesesaal Ostasien

        Kontakt

        Ostasien | Dr. Aysima Mirsultan
        ayisima.miersulitan@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema

        Die Sammlung der Staatsbibliothek umfasst mehr als 190 tschagataische Handschriften und zählt zu den größten und bedeutendsten in Europa. Von diesen Handschriften sind 131 Teil der Hartmann-Sammlung, die zwischen 1902 und 1904 von Martin Hartmann (1851-1918), dem ersten modernen Islamwissenschaftler Deutschlands, im damaligen Ost-Turkistan (dem heutigen Xinjiang) erworben wurde. Neben Texten zu literarischen, religiösen, geschichtlichen und hagiographischen Themen befinden sich darunter auch neun Risāles: Verhaltensregeln für einzelne soziale Gruppen, die einen detaillierten Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen Zentralasiens im 19. Jahrhundert ermöglichen.

        Diese Sammlung umfasst 133 Objekte.

        (Teil-)Digitalisiert:

        Ja

        Thema

        Frühe Neuzeit (1500-1789), Regionale Geschichte, Philosophie, Religionswissenschaften u. -geschichte (allgemein u. vergleichend)

        Sprache

        Tschagatai

        Region

        Asien

        Material

        Handschriften

        Zeit

        1450-1600, 1600-1700, 1700-1800, 1800-1900

        Abteilung

        Ostasien, Orient

        Nachgewiesen in

        Benutzung

        Lesesaal Ostasien

        Kontakt

        Ostasien | Dr. Aysima Mirsultan
        ayisima.miersulitan@sbb.spk-berlin.de

        Mehr zum Thema